Erfahrungsbericht: Fünf Jahre im Blindflug bloggen

„Die eierlegende Wollmilchsau für Blogger gibt es nicht!“ (Artikel für alle, die auf der Suche nach einem geeigneten Blogsystem sind).

Guten Tag Ihr Lieben,

ich kann es kaum glauben! Aber, als ich wieder einmal darüber nachgedacht habe, wie ich dieses Blog ausbauen und weiterentwickeln kann, fiel mir plötzlich ein, dass ich am Dienstag, 11.02.13, meinen fünften Jahrestag als Bloggerin hatte. Das ist ein geeigneter Anlass, um einmal darüber nachzudenken, was ich als Bloggerin gelernt, erlebt und ausprobiert habe. Und es gibt bestimmt doch einige Aspekte, die ich in diesem Artikel anspreche, die nicht nur für blinde und sehbehinderte Blogger interessant sind.

Wer bloggen möchte, sucht einen Anbieter, dessen Blogsystem viele praktische Funktionen und Darstellungsmöglichkeiten aufweist, mit dem man aber auch schnell und zuverlässig unterschiedliche Inhalte wie Texte, Bilder, Links usw online stellen kann. Dazu ist es erforderlich, dass Provider die Funktionen sorgfältig geordnet in ihrem Portal zur Verfügung stellen. Da Blogsysteme in den letzten Jahren immer mehr Funktionen bekommen haben, wurden die Funktionen erweitert, was dazu führt, dass man sich immer wieder an neue Eingabemöblichkeiten gewöhnen musste. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum ich sehr viele verschiedene Blogsysteme ausprobiert und so oft gewechselt habe. Das eine oder andere graue Haar, das ich inzwischen habe, ist wohl auf die Mühe zurückzuführen, die ich darauf verwendet habe, nach Veränderungen am Blogsystem neu zurecht zu kommen. Und ich gebe zu, dass ich mehrfach dann auch nach einigen Tagen aufgegeben habe. Um einen aktuellen Eindruck zu gewinnen, wie zugänglich die mir geläufigen Blogsysteme sind, habe ich mich in den letzten Tagen auf den mir bekannten Portalen noch einmal umgesehen. So habe ich festgestellt, dass inzwischen immer mehr Blogsysteme mit akustischen oder visuellen Codes arbeiten, wenn man sich anmelden möchte. Dass findigen IT-Fachleuten bislang noch nichts besseres zur Sicherheit eingefallen ist, ist mit bestimmt nicht nur für Personen mit Sinnesbehinderungen ein Ärgernis oder Problem.

Blogsystemeauslese

Blog.de

Bei diesem gibt es zwei Möglichkeiten zu bloggen. Wer ein einziges Blog führen möchte, der kann sich ganz einfach kostenfrei registrieren. Wer mehrere Blogs führen will, kann einen Premiumaccount einrichten. Dafür wird ein Jahresbezugspreis erhoben. Ich hatte bei der Nutzung manchmal mit dem Formular, über das man Artikel einstellt, speziell mit der Ansicht in der Vorschau Probleme, kam aber im Großen undGanzen damit zurecht.
Die Adresse lautet: .

Blogger und Blogspot.com

Diese beiden Blogsysteme sind die kostenfreien Möglichkeiten, die Google für Blogger bietet. Die Adressen lauten:
http://www.blogger.de
http://www.blogspot.com.
Die Registrierung ist einfach und erfordert keine so weit mir bekannt ist keine Codes zur Registrierung. Bei diesen beiden Systemen, die einander gleichen wie ein Ei dem anderen ist eine Erweiterung des Blogs auf eine Homepage, in dem das Blog dann integriert ist, vorgesehen. Zum Löschen und kommentieren werden jedoch Codes benötigt. Ich bin zwar mit dem Eingabeformular für Artikel zurecht gekommen fand es aber nicht sehr übersichtlich. Außerdem tritt bei manchen Screen Reedern und Vergrößerungssprogrammen das Phänomen auf, dass Artikel zwar angezeigt werden aber nicht geöffnet werden können, obwohl der Artikel öffentlich eingestellt ist. Man kann auch Artikel per Email einstellen, muss das aber zuvor anmelden. Das war auch wieder so ein Formular, in dem ich mich mit meinen beiden Rechnern nicht gut bewegen konnte.

Blogieren

Blogieren ist ein nicht so bekanntes Blogsystem, das unter der Adresse http://www.blogieren.de zu finden ist. Bei diesem Blogsystem lauerte und lauert bei der Registrierung ein visueller Code. Es gibt zwei Blogtypen, von denen eines für Fortgeschrittene gedacht ist, die einiges selbst programmieren möchten. Speziell die Eingabe der Artikel arbeitet nicht immer zuverlässig mit den Screen Reedern, die blinde und sehbehinderte Nutzer benötigen. Es ist mir sowohl bei meinem Macbook als auch bei meinem Rechner mit Windows Xp passiert, dass der Cursor unwillkürlich im Eingabeformular herum gesprungen ist. Bei diesem System ist bloggen via Mail nicht vorgesehen.

Blogsport

Das System ist unter der Adresse http://www.blogsport.de zu finden. Es handelt sich hierbei um ein Blogsystem, das an WordPress angelehnt ist. Ich weiß nicht, ob alle Funktionen wirklich identisch sind. Die Registrierung ohne Codes ist jedenfalls genauso einfach wie bei WordPress. Es ist ebenfalls ein kostenfreies Blogsystem. Die Einstellung von Artikeln, das Erstellen von Kategorien ist genauso einfach wie bei WordPress. Auch habe ich bei meinem Kurzbesuch nicht feststellen können, ob man Posts auch per Email einstellen kann.

Myblog

Ein ebenfalls sehr bekanntes Blogsystem ist Myblog unter der Webadresse: http://www.myblog.de.
Dort kann man ein Freeblog einrichten. Inzwischen ist das nicht mehr ohne Sicherheitscode bei der Registrierung möglich. Mit den Formularen kam ich gut zurecht. Ob man auch via Mail bloggen kann, habe ich leider nicht herausgefunden.

Posterous

Erreichbar ist dieses Blogsystem unter der Adresse:
http://www.posterous.com.
Zur Registrierung eines Blogs ist inzwischen die Eingabe eines visuellen Codes erforderlich. Wer englisch kann, kommt mit diesem System und seinen Funktionen sicher gut zurecht, denn alle Einstellungsmöglichkeiten sind einfach und gut verständlich erklärt. Das gilt z. B. für das Versenden von Posts via Email auf das eigene Blog. So gibt es eine einfache Möglichkeit über die Betreffzeile einzugeben, in welche Kategorie der Beitrag eingeordnet werden soll. Man kann sein Blog bei Posters zwar in deutsch führen. Die Benutzerführung ist jedoch nach wie vor nur in englischer Sprache verfügbar. Das ist beispielsweise für diejenigen Blogger ein Nachteil, die viele Leser haben, die kaum englisch können oder mit Sprachausgabe arbeiten. Was mir sehr gefällt, ist, dass man bei Posters auch ganz einfach einstellen kann, das die älteren Posts zuoberst beim Aufruf des Blogs angezeigt werden.

Spin

Die Adresse lautet: http://www.spin.de.
Ich habe mich bei meiner letzten Stippvisite und bei meinem Registrierungsversuch gefragt, ob es sich um ein soziales Netzwerk handelt, das ein Blogsystem werden wollte oder umgekehrt. Die Registrierung ist zwar sehr einfach und ohne Codes möglich. Aber bis man dann zum Bloggen darf, soll man ganz viele persönliche Eintragungen machen. Und die Formulare, in die man z. B. seine Interessen, Lieblingsfilme, bevorzugte Reiseziele eintragen soll, sind nicht unbezwingbar aber in lästigem Design gestaltet. Und auch das Formular für das Eintragen der Artikel ist keineswegs besser. Man kann sich sicher in dieses System einfuchsen. Aber es ist wohl insgesamt eher etwas für Computernutzer, die vielseitige Kontakte suchen und nebenbei ganz persönlich bloggen möchten.

WordPress

Das bekannte Blogsystem kann kostenfrei genutzt werden. Wenn man sein Blog aber als Homepage ausbaut, wird ein Jahresabonnement von 18 € fällig. Verfügbar ist das System über die Adresse: http://www.wordpress.com.
Man findet viele praktische Funktionen und Plugins. Ich habe in den letzten drei Monaten, die ich mit WordPress arbeite, viele Funktionen im Blindflug gefunden und eingestellt. Man kann, was mir sehr gut gefällt, Posts per Email einstellen, wofür man eine spezielle Emailadresse bekommt, an die man seinen Beitrag sendet, um ihn zu veröffentlichen. Was ich jedoch vermisse, weil ich es für mein neues Projekt gut gebrauchen könnte, ist di Möglichkeit die Reihenfolge der Posts so einzustellen, dass die ältesten zuerst angezeigt werden, wenn jemand das Blog besucht.
Vielleicht konnte ich Euch einige nützliche Tipps geben, aber es gilt: „Selbst stöbern führt zum geeigneten Blogsystem.“ So sind beispielsweise die Vorstellungen, wie ein Formular bequem und anschaulich gestaltet zu sein hat, doch unterschiedlich. Und ich denke, dass es manchen von Euch, die auf der Suche nach einem geeigneten Blogsystem sind, gar nicht so wichtig ist, ob und wie man einfach auch per Mail bloggen kann etc.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Denn es gibt immer wieder neue Blogsysteme. Und manche Angebote werden auch eingestellt. So gibt es Blog-citi.de, mit dem ich seiner Zeit in die Welt der Blogger gestartet bin, nicht mehr. Die Domain wurde an eine Rückenschule verkauft.

ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Bloggen und beim Lesen verschiedener Blogs!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Wo Ideenquellen für Blogger sprudeln

Guten Tag Ihr Lieben,

bloggen ist ein großes Vergnügen! Und Texter und Autoren sollten ein Blog in ihre Homepage einbinden. Denn es wird immer geläufiger für Firmen und Organisationen aller Art ein Blog mit aktuellen Artikeln zu führen. Das klingt hervorragend, und es klingt einfacher als getan. Schließlich gilt: „So ein Blog will gepflegt sein!“ Als Faustregel wird angenommen, dass ein Blog dann als gepflegt bezeichnet werden kann, wenn mindestens ein Artikel pro Woche eingestellt wird. Um Lesern so regelmäßig hochwertige Inhalte zu bieten, braucht man regelmäßige Ideen zum Thema des Blogs. Manchem kommen einfach keine Ideen, obwohl er oder sie sich vielseitig im gewählten Thema auskennt. Andere wiederum, zu denen beispielsweise auch ich gehöre, haben im Wortsinn einen Ideenstau.
Also stellen sich die beiden Fragen:
1. Wo finde ich interessante Ideen?
2. Wo finde ich konkrete Tehmenvorschläge zu Themen, die gerade richtig aktuell sind?

Eine Antwort lautet:
Wenn man gerade keine gute Idee aus dem eigenen Erleben schöpfen kann, ist das Web eine vielseitige Quelle, um Ideen zu finden, um die Themen ausfindig zu machen, die gerade aktuell sind.

Die Quelle Newsportale

Es gibt sehr viele Newsportale, in denen man thematisch geordnet Artikel findet, die zur Inspiration dienen können.

Beispiele sind:

http://www.yigg.de
http://www.rivva.de.
Selbstverständlich gibt es noch sehr viele Portale dieser Art. Es hilft mehrere einfach auszuprobieren und diejenigen regelmäßig zu nutzen, die viele Artikel zum Thema des eigenen Blogs haben, die dem eigenen Geschmack bezogen auf die Darstellung und die Auswahl der Artikel besonders zusagen. Denn man möchte ja bei Bedarf schnell und einfach nach Herzenslust stöbern, um eine Inspiration zu bekommen.

Presseportale als Ideenquellen

Auch in Presseportalen finden sich viele interessante Artikel, z. B. auch für Kulturblogs.

Beispiele

http://www.dailynet.de

Eingetragen:
http://www.internet-heute.de
http://www.pr-mitteilung.de.
Auch in von diesen Portalen gibt es inzwischen sehr viele, unter denen sich sicherlich zwei oder drei für den eigenen Bedarf und den eigenen Geschmack finden.

Die Blogosphäre als Ideenquelle

Themenverwandte Blogs als Ideenquelle

Themenverwandte Blogs sind eine hervorragende Quelle für eigene Ideen. Kein Blog gleicht einen anderen Blog vollkommen. Regelmäßig in anderen Blogs mit ähnlichem Themenkreis zu stöbern ist eine gute Inspiration. Was macht es denn schon, wenn vielleicht „nur“ eine Blog- oder Artikelempfehlung mit Linkverweis heraus kommt?

Fundgruben für themenverwandte Blogs

Fundgruben für themenverwandte Blogs sind beispielsweise Blogverzeichnisse, die man mit Fug und Recht als Adressbücher für Blogs bezeichnen kann, und in denen auch die aktuellen Artikel der eingetragenen Blogs zu finden sind.

Einige Blogverzeichnisse

http://www.bloggeralarm.com
http://www.bloggerei.de
http://www.bloggeramt.de.

Blogaktionen als Ideenquelle

Und dann gibt es ja auch noch die Blogaktionen. Manche davon werden sogar regelmäßig angeboten. So gibt es jeden Donnerstag ab 17.00 Uhr eine Freitagsaktion, an der Blogger kostenlos teilnehmen können. In jeder Woche wird ein anderes Thema vorgeschlagen. Die Aktion ist nicht verbindlich, d. h., dass man in jeder Woche neu entscheiden kann, ob man mit einem eigenen Post dabei sein möchte oder nicht. Und damit die Teilnehmer Promotion für ihr Blog bekommen, werden sie auf der Homepage aufgelistet. Das Projekt nennt sich Webmasterfriday und ist unter dem folgenden Link verfügbar:
http://www.webmasterfriday.de.

Doch viele Blogaktionen werden nicht regelmäßig angeboten. Da muss man immer wieder einmal suchen. Und wer eine gute Aktion findet, hat natürlich auch schon „Stoff“ für einen Artikel, denn man kann ja für gute Blogaktionen werben, da gilt: „Blogger lesen häufiger auch in anderen Blogs.“

Ich wünsche Euch viel Vergnügen bei der Ideenfindung und viel Geduld beim Verfassen und der Gestaltung Eurer Blogs!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Flattre Autor Flattre

Guten Tag Ihr Lieben,

ich weiß nicht mehr, wann ich zum ersten Mal gehört habe, dass das Internet für alle Kreativen hervorragende Möglichkeiten der Selbstverwaltung bieten soll. Aber zehn Jahre und gefühlte hundert Jahre ist das mindestens her. Filme, Podcasts, informative und unterhaltsame Texte einstellen kann jeder. Aber damit ist es nicht getan. Und auch diejenigen, die lesen, hören und sehen möchten, um gut und günstig informiert und unterhalten zu werden, benötigen auch mehr als eine gründliche Suchmaschine, um auf ihre Kosten und zu ihrem Recht zu kommen. Damit Medienschaffende und Medienrezipienten im World-Wide-Web sinnvoll zusammenrücken können, eine sinnvolle Preispolitik möglich wird und alle Beteiligten von den Medienprodukten profitieren, sind sichere Strukturen mit so wenig Verwaltung als möglich, erforderlich. Die Vorstellung, dass Kreative und die Nutzer ihrer Produkte im World-Wide-Web einander näher kommen können, ist zumindest weitgehend nichts weiter als ein frommer Wunsch oder eine nette Idee, die es noch zu verwirklichen gilt, geblieben. Die gegenwärtige Diskussion über Urheber- und Verbrauchsrechte ist wichtig, denn die Zeiten haben sich im Bereich der Verbreitung von Medienprodukten bereits stark gewandelt, und sie befinden sich immer noch in einem durchgreifenden Wandlungsprozess. Doch das Getöse, mit dem die Diskussionen über Verwertungs- und Urheberrechte geführt werden, legen den Verdacht nahe, dass diese Auseinandersetzung zumindest teilweise auch dazu dient, Kulturschaffende, die ihre Arbeiten online anbieten und die Nutzer dieser Angebote gegeneinander aufzuhetzen. Und wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Von dieser Diskussion, die zunächst einmal nichts verändert, profitieren diejenigen, die sich sowohl bei den Kulturschaffenden als auch bei ihren Kunden finanziell bedienen. Denn obwohl man Filme, Texte, Musik etc kostenfrei herunter laden kann, verdienen die Anbieter meist an den attraktiven Produkten, z. B. über Werbung, die auf den Webseiten eingestellt ist. Und zu bedenken ist, dass mit dem Diebstahl geistigen Eigentums oft ein schlampiges Kopieren der Medienprodukte einher geht. Kreativität ist Arbeit. Und das gilt nicht nur, weil sie Zeit und Mühe kostet und Know-how erfordert. Oft sind zur Herstellung von Medienprodukten auch finanzielle Aufwendungen unvermeidbar. Wer beispielsweise einen Film dreht, wird in der Regel zumindest etwas Geld investieren müssen etc. Welche Auswüchse und Ärgernisse das World-Wide-Web Rezipienten und Kreativen zumutet, dafür könnte man unzählige Beispiele anführen. Aber im Folgenden geht es darum zu zeigen, dass es wenigstens in Ansätzen bereits anders funktionieren kann.
Bei einem meiner Streifzüge durch das Netz fand ich ein Blog, in dem unter jedem Artikel ein Button zu Flattr.com zu finden war. Um herauszufinden, worum es sich bei diesem Portal handelt, habe ich auf www.flattr.com nachgeschaut und mir nach einiger Überlegung einen Account eingerichtet. Die Idee ist denkbar einfach. Jeder, der sich für hochwertige und interessante Inhalte im Netz interessiert und stark machen möchte, kann sich bei Flattr registrieren. Jeder Nutzer legt für sich selbst ein monatliches Budget fest, z. B. 05,00 € und kann dann, wenn er in einem Blog auf den Flattrbutton stößt und den Beitrag unterstützen will, mit einem Klick auf den Button zeigen, dass er den Artikel, Film, etc wertvoll findet. Seine Klicks werden gezählt. Und am Ende des Monats wird die Gebühr, die er festgelegt hat, an diejenigen Kreativen verteilt, deren Beiträge er durch seine Klicks honoriert hat. Nutzer können ein- und denselben Beitrag auch mehrfach anklicken, wenn er ihnen besonders gut gefällt. Der Mindestbeitrag pro Monat beträgt 02,00 €. Im Wikipediabeitrag über Flattr habe ich gelesen, dass die Be- und Auszahlung gegenwärtig nur über Paypal und Moneybooker möglich ist. Aber, als ich über Paypal gezahlt habe, habe ich Graphiklinks zu mehreren anderen Zahlungsmethoden entdeckt. Ob alle diese Graphiklinks schon verfügbar sind, kann ich nicht sagen. Flattr ist selbstverständlich auch eine gute Möglichkeit, mit der sich Kreative aus unterschiedlichen Medienbereichen gegenseitig unterstützen können. Dazu können sie ihre Webpräsenz bei Flattr anmelden. Für geläufige Anbieter wie WordPress, Posterous und die sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook etc stellt Flattr fertige Skripts zum Einfügen in die eigenen Webinhalte zur Verfügung. Für Webpräsenzen bei weniger bekannten Providern oder selbstgestalteten Homepages kann die Verlinkung auch manuell vorgenommen werden. Zusätzlich zu der selbst gewählten Flatrate gibt es noch weitere Möglichkeiten zu spenden. Aber diesen Bereich muss ich selbst noch genauer erkunden. Für diejenigen, die sich ausschließlich für ganz bestimmte Dinge interessieren, ist auch interessant, dass man Inhalte auch ganz einfach abonnieren kann.
Das Portal www.flattr.com wurde im Jahr 2010 gegründet. Standort des Unternehmens ist Malmö (Schweden). Der Name steht offenbar für zwei englische Begriffe. Einerseits für Flattrate (Gebühr) und andererseits für to flattre (schmeicheln). Aber, wer einen informativen oder unterhaltsamen Beitrag mit einem kleinen Betrag honoriert, schmeichelt dem kreativen Menschen, der für den Artikel verantwortlich zeichnet, eigentlich nicht, denn eine noch so kleine finanzielle Anerkennung für eine erbrachte Leistung ist keine Schmeichelei im herkömmlichen Sinn.Ich wünsche Euch allen viel Spaß und Erfolg beim Flattern und Flattern lassen und hoffe, dass viele zu Flattr.com finden, Kreativität und Engagement unterstützen. Es gilt, was man hier am Niederrhein sagt: „Alle Bitsches bate!“ – „Alle Kleinigkeiten zählen!“

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

P.S.: Viel Vergnügen und Spaß beim Flattren und Flattren lassen!


Flattr this

Von Menschen und Worten

Guten Tag Ihr Lieben,

ich habe mein Notebook aufgeräumt und folgenden Text gefunden. Und er passt im Moment genau zu mir. Mir fällt auch ein, dass ich nur zehn Minuten dafür gebraucht hatte.

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Von Menschen und Worten

Wahrhaft schöne Menschen
finden schöne Worte
und werden auch
dafür geliebt.

Und die starken Menschen
finden starke Worte
werden durch diese gestärkt
und mit Zuneigung belohnt.

Die erfolgreichen Menschen
finden erfolgversprechende Worte
und werden dafür mit Erfolg
und Zuwendung belohnt.

Die angepassten Menschen
finden scheinbar immer die passenden Worte,
werden nie vor den Kopf gestoßen
und mit Freundlichkeit bedacht.

Die aufrichtigen Menschen
finden wahre und aufrichtige Worte,
gehen bei Achtung und Freundlichkeit
meist ganz leer aus.

Die scheinbar angemessenen Worte
will ich nicht finden.
Ein wahrhaft schöner
une erfolgreicher Mensch
Wäre ich dagegen
allzu gern.

Mudras Fingeryoga – Einfache Übungen mit großer Wirkung

Guten Tag Ihr Lieben,

mein heutiger Erfahrungsbericht befasst sich mit einem Ratgeber über Mudras. Dieses Buch ist sowohl in Punkt- als auch in Schwarzschrift erschienen. Mudras sind Finger- und Handstellungen, mit denen man sein Wohlbefinden und seine Gesundheit positiv beeinflussen kann. Intuitiv habe ich schon sehr lange gewusst, dass die Hände ebenso wie die Füße wichtige Energiezentren sind, deren einzelne Bereiche mit den verschiedenen Regionen unseres Körpers in Verbindung stehen. Als vollblinder Mensch muss ich viel fühlen und noch mehr anfassen als sehende Menschen. Und ich habe schon immer meine Hände miteinander in Kontakt gebracht, weil es sich einfach gut anfühlte. Darum war ich sehr gespannt auf das Buch, als ich es geschenkt bekam. Meine konkreten Erfahrungen findet Ihr in diesem Erfahrungsbericht.

Über die Autorin

Auf ihrer Homepage mit der Adresse http://www.andrea-christiansen.de schreibt die Autorin wie folgt über sich:
„Mein Name ist Andrea Christiansen.1964 in Hamburg geboren wuchs ich gemeinsam mit meiner Zwillingsschwester am grünen Stadtrand auf.
Nach meinem Abitur folgte eine Bankausbildung. Doch war schon damals mein Interesse mehr auf die Befindlichkeiten meiner Kollegen und Kolleginnen als auf das Bankgeschäft gerichtet.
1988 ließ ich mich in den ersten Reiki-Grad einweihen, erlernte die Fußreflexzonenbehandlung und besuchte Seminare für Bachblütentherapie am Bach-Center in Hamburg.
1989, nach der Geburt meines ersten Sohnes gab ich den Beruf der Bankkauffrau ganz auf. Durch eine eigene Leidensgeschichte lernte ich die positiven Behandlungsmöglichkeiten medizinischer Hypnose kennen. Ich begann mit ersten Ausbildungen in klassischer Hypnose bei verschiedenen Therapeuten.
Nach der Geburt meines 2. Sohnes ergab sich die Gelegenheit zur Heilpraktikerausbildung, die ich 1996 mit der amtsärztlichen Überprüfung erfolgreich abschloss. Eine Ausbildung als NLP-Praktitioner, in Hypnose nach Milton Erickson, Ohrakupunktur und Psychokinesiologie kamen ergänzend dazu.

Seit einiger Zeit rundet die EFT-Therapie mein Behandlungsspektrum ab. Seit 2007 bin ich EFT-Therapeutin und Trainerin.
Ich bin Mitglied imFachverband EFT-D.A.CH.e.V. und im Bundesverband Legasthenie Deutschland.
Seit 1999 bin ich zudem Reiki-Meisterin.
Ich praktiziere seit über 16 Jahren Yoga und seit mehr als 10 Jahren Pilates und biete dazu Kurse an.
Ich bin gerne kreativ. Kreativität ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit mit den verschiedenen Patienten.
Durch die Arbeit in meiner Praxis entstanden in den letzten Jahren mehrere Bücher, die von verschiedenen Verlagen veröffentlicht wurden.
Zu meinen Hobbys gehören die Malerei und das Kochen.
Ich lebe mit meinem 2. Mann und meinen Söhnen so wie einer Katze in Hamburg.“
Am Ende des Buches erfahren wir, dass die Autorin seit zehn Jahren, also seit etwa 1998 auch mit den Mudras arbeitet.

Inhaltsangabe

Im Grunde ist das Buch in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil erhalten die Leser viele wichtige und interessante Informationen über die Mudras und ihre Anwendung. Auch die Geschichte der Fingerübungen und des Finger-Yoga werden beschrieben. So erfahren wir, dass nicht bekannt ist, wann und wo sich die Mudras entwickelt haben. Es wird angenommen, dass Heiler aus verschiedenen Regionen der Welt Wissen über die Wirkungskraft der eigenen Hände gesammelt haben. Die Verbreitung der Mudras, die wir heute kennen, erfolgte über Indien. In diesem Teil erfahren Leser auch, dass man Mudras immer und überall anwenden kann. So kann man sie im Liegen, im Sitzen, im Stehen und auch im Gehen durchführen. Sie wirken übrigens auch bei Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen Hilfestellung bei der Formung der Mudras benötigen. Auch der wichtige Hinweis, dass Mudras bei Meditationen besonders gut wirken aber auch ohne Meditationshaltungen sehr gut helfen, findet sich im ersten Teil des Werkes.

Im zweiten Teil bietet Andrea Christiansen eine alphabetisch geordnete Liste mit Beschwerden, gegen die Mudras helfen. Zu den Erkrankungen selbst gibt es jeweils eine kurze Erläuterung, wie sie entstehen. Danach folgt die Beschreibung der Mudras, die zur Heilung oder zur Heilunterstützung eingesetzt werden können. Ergänzend gibt die Autorin Hinweise zu Atemtechniken, die zur Anwendung gehören und dazu, was man sonst noch beachten sollte. Die Liste der Erkrankungen und Probleme reicht von A wie Aggression bis W wie Wunscherfüllung. Auf das Thema Wunscherfüllung komme ich im Teil über meine persönlichen Erfahrungen zurück. Andrea Christiansen geht durchaus sehr differenziert auf unterschiedliche Beschwerden ein. So gibt es beispielsweise zum Thema Kopfschmerzen unterschiedliche Fingerhaltungen, die gegen verschiedene Arten von Kopfschmerz eingesetzt werden können.

Der dritte Teil enthält weiterführende Erläuterungen über den Einsatz von Mudras, Meditation und Yoga. In den Abschlusskapiteln gibt die Autorin Hinweise für Menschen, die sich eine persönliche Mudraabfolge kreieren möchten. Außerdem enthält dieser Teil des Buches allgemeine Tipps zur Gesunderhaltung und vor allem der Reinigung verschiedener Körperregionen. Was mich auf Anhieb interessiert hat, war das Kapitel über Mudras mit Kindern. Damit Kinder Freude am Einsatz der Mudras haben und sich die Fingerstellungen gut merken können, kann man kleine Geschichten zur Wirkung der Mudras, z. B. über die Bedeutung der einzelnen Finger, erfinden. Die Autorin weist auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrung darauf hin, dass Kinder sehr gut auf die Wirkung der Mudras ansprechen.

Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Buch und den Mudras

Ich gehöre nicht zu den Menschen die Yoga machen oder meditieren, auch nicht ab und zu. Und das Buch von Andrea Christiansen hat daran nichts geändert, obwohl ich mir auch die Aussagen zu diesen Bereichen durchgelesen haben und diese sehr verständlich geschrieben sind wie alles andere im Buch. Da mir die Fingerhaltungen, die man gegen Erkältung und gegen die Beschwerden in den Wechseljahren geholfen haben, bewahrheitet sich meiner Erfahrung nach der Hinweis der Autorin, dass die Mudras auch ohne Meditation Wirkung zeigen, voll und ganz. Auch die Aussage, dass Mudras ohne Meditationshaltung im Sitzen oder im Stehen usw helfen, kann ich aus eigener Wahrnehmung bestätigen. Ich habe für mich festgestellt, dass sie bei mir vor allem im Gehen gut wirken. Leichte und mittelschwere Beschwerden verschwinden nach kurzer Zeit. Bei starken Problemen muss ich allerdings immer noch andere Mittel, z. B. den guten, alten Frauenmanteltee dazu nehmen, damit Hitzewallungen und Consorten aufhören. Ich habe selbstverständlich nicht damit angefangen die Mudras für die einzelnen Beschwerden auswendig zu lernen. Eingesetzt habe ich bislang Mudras gegen Wechseljahresbeschwerden, Kopfschmerzen und Erkältungen. Sollten andere Erkrankungen oder Beschwerden werde ich mir nach Bedarf die Mudras heraussuchen. Übrigens, merke ich inzwischen schneller, wann die Beschwerden kommen. Das liegt vielleicht daran, dass ich im Alltag immer öfter einfach so meine Hände miteinander in Kontakt kommen lasse. Die Autorin hat viel Erfahrung und ist über viele gesundheitliche Zusammenhänge bezogen auf Körper, Geist und Seele umfassend informiert. Ich interessiere mich sehr für ganzheitliche Gesundheitskonzepte und für ganzheitliches Denken und Handeln. Allerdings scheue ich aufgrund schlechter Erfahrungen mit der Esoterikszene alles, was auch nur ansatzweise nach Esoterikszene „riecht“. Und ich finde, dass gerade dieses Kapitelchen über die Wunscherfüllungsmudra einen deutlichen „Esoterikgeruch“ verströmt. Denn ich musste, als ich das im Inhaltsverzeichnis gelesen habe, unwillkürlich an diese Wunscherfüllungsexperten mit Spiegel oder aufgeladenen Talismanen denken. Diese Mudra werde ich ganz bestimmt nicht ausprobieren. Was die Erfüllung von Herzenswünschen angeht, hat mir schon oft beten mit der traditionellen Handhaltung, mit gefalteten Händen, geholfen. Das werde ich auch so beibehalten und auch die Erfahrung wie gut ein Dankgebet tut, wie gut man sich dabei konzentrieren und sich stärken kann, werde ich nicht vergessen. Da die Mudras selbst so eine gute praktische Wirkung zeigen und heilen und andere Heilverfahren unterstützen, empfehle ich das Buch auch denjenigen, die einfach nur einfache und praktische Anwendungen für Gesundheit und Wohlbefinden im Alltag suchen. Und diejenigen, die meditieren und/oder Yoga machen, werden sicherlich auch viele gute Anregungen finden. Dadurch, dass ich dafür sorge, dass sich meine Hände und Finger in verschiedenen Haltungen berühren, fühle ich mich auch gerade in diesen Momenten wohler als früher. Darum gebe ich diesem Ratgeber fünf von fünf Sternen. Ich fände es eine zauberhafte Idee, wenn jemand ein Buch für Kinder mit Geschichten über die Wirkung der Mudras schreiben könnte, damit Eltern geholfen wird, ihre Kinder für die einfachen und praktischen Mudras zu begeistern. Ich habe mir schon mal überlegt eine Geschichte darüber zu schreiben, wie es dazu kam, dass der Daumen Sorgen reguliert, der Zeigefinger Angst abbaut, der Ringfinger Zorn verrauchen lässt und der kleine Finger übertriebenen Eifer bremst, so dass man nur den jeweiligen Finger mit der anderen Hand umfassen muss, damit es hilft. Das ist übrigens auch eine Erfahrung, die ich aus eigenem Erleben bestätigen kann.

Steckbrief des Buches

Autor: Andrea Christiansen
Titel: Mudras
Untertitel: Finger-Yoga – Einfache Übungen mit großer Wirkung
Verlag: Südwest Verlag München
Erscheinungsjahr: 2008
ISBN: 978-3517083537
Seitenzahl: 116.

Punktschrift:
Blindenschrift-Verlag GmbH
(pauline von Malinckrodt), Paderborn Deutschland 2009
Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Braillezeilen oder wie Punktschrift am Computer funktioniert

Liebe Leserinnen und Leser,

da Stella Engel erwähnt, dass ihr irdischer Vorgesetzter, der ja vollblind ist und als Diplominformatiker die EDV der Seherline programmiert hat und verwaltet, mit einer Braillezeile arbeitet, enthält dieser Artikel eine kurze Informationen aus Wikipedia zu diesem Hilfsmittel.
In Wikipedia werden Braillezeilen bzw Brailledisplays wie folgt beschrieben:
“Die Braillezeile, kurz Zeile, oder Brailledisplay ist ein Computer-Ausgabegerät für Blinde, das Zeichen in Brailleschrift darstellt. Üblicherweise werden sie durch Screenreader angesteuert, die Zeichen in ausgewählten Bildschirmbereichen auslesen und in Computerbraille darstellen. Dadurch können Blinde große Teile der Standardsoftware benutzen und selbstständig am Computer arbeiten.

Die Funktion der Brailleschriftdarstellung basiert auf dem piezoelektrischen Effekt speziell gezogener Kristalle, die sich beim Anlegen einer elektrischen Spannung verbiegen und damit dann einen Stößel als Punkt aus einer Fläche herausragen lassen, elektronisch gesteuert, um die Zeichen in Blindenschrift aufzubauen. Die Benutzer können mit ihren Fingerkuppen die Zeichen abtasten. Es gibt Braillezeilen, die 20, 40 oder 80 Zeichen darstellen können.

An der Braillezeile sind Steuertasten angebracht, mit denen der dargestellte Bildschirmausschnitt verschoben werden kann.

Da für die Arbeit am Computer mehr Zeichen notwendig sind, als sich mit sechs Punkten darstellen lassen, wird zu den drei Punktzeilen der Standard-Brailleschrift oft eine vierte Zeile hinzugefügt, sodass acht Punkte zur Verfügung stehen. Auf diese Weise erhält man 256 Kombinationen. Die Codierung der Standardzeichen bleibt dabei jedoch weitestgehend gleich, die letzte Zeile bleibt lediglich leer.

Alternativ können Screenreader auch eine Sprachausgabe bieten. Gegenüber dem Vorlesen sind Braillezeilen genauer und geben Wort für Wort wieder. Somit kann auch die Rechtschreibung direkt überprüft werden, ohne dass die Sprachausgabe buchstabieren muss.

Da Braillezeilen nur in kleinen Stückzahlen hergestellt werden, sind die Produktionskosten entsprechend hoch. Der Anschaffungspreis für eine Zeile, die 80 Zeichen darstellen kann, beträgt ungefähr 10.000 €. Die Kosten hierfür werden in Deutschland bei vorliegender Indikation von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. In Österreich werden die Kosten von den Bundessozialämtern und den Ländern erstattet.”

In dem Artikel von Wikipedia, den ich hier auszugsweise zitiert habe, findet Ihr auch bildliche Darstellungen, die Brailledisplays und ihre Funktion anschaulich machen. Da sowohl Braillezeilen als auch die Sprachausgaben, die ebenfalls über die Screenreaderprogramme gesteuert werden, den Inhalt des Computerbildschirms nur auszugsweise darstellen oder vorlesen, kann die Arbeit an Computern für blinde Nutzer effizienter und vereinfacht werden, wenn beide Komponenten zur Verfügung stehen. Blinde, die eine Braillezeile beantragen, können die Computer für ihren Heimarbeitsplatz, also für den privaten Bedarf, bei ihrer Krankenkasse beantragen. Wer einen Computer allerdings für seine Arbeit benötigt, muss seinen Antrag bei öffentlichen Trägern wie Arbeitsagentur oder dem sog. Integrationsfachdienst einreichen. So werden sowohl Leo als auch Bendix ihre Arbeitsplatzausstattung über einen der öffentlichen Träger erhalten haben, da sie sie für ihre Arbeit einsetzen.

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Quelle:

de.wikipedia.org/wiki/Braillezeile

Schmeichlern und Consorten auf der Spur

Tach zusammen,

jetzt und hier versuche ich endlich einmal wieder gedanklich einem Phänomen, einem Sprachphänomen, das sicherlich nicht nur mir über den Gehörgang vermittelt durch Mark und Bein und damit auf die Nerven geht, auf die Spur zu kommen. Ob das Spiel mit den Worten wohl ein bisschen gelingt?

Schmeicheleien und Consorten auf der Spur

Sie haben immer Saison, die Schmeicheleien, falschen Versprechungen sowie relativierte Beschimpfungen, Verleumdungen und faustdicke Lügen. Sie haben immer Saison sind natürlich immer angemessen unterwegs. Geht es heiß her im Leben, legen die Sprecher dieser falschen Worte eine Schleimspur, auf der sie immer in rasanter Geschwindigkeit unterwegs sind. Ihre Worte sind die Vehikel, mit denen sie auf dieser glitschigen Fläche zur Höchstform und zur Höchstgeschwindigkeit auflaufen. Sie rutschen niemals aus und überschlagen sich nie. Da hilft das halsbrecherische Tempo auch nicht. Nur derjenige, dem dieser Wortsalat in den Gehörgang geschüttet wird, ist im Schneckentempo unterwegs, zerbricht sich den Kopf und mehr. Das ist woh damit gemeint, wenn man sagt, dass jemand zur Schnecke gemacht wird. Denn
dem Hörer bleibt nichts anderes übrig, als sich langsam und mit äußerster Vorsicht auf dem eigenen Terrain zu bewegen. Und kommen frostige Zeiten, z. B. in einsamen Tagen, sind die Schmeichler und Consorten ebenfalls nicht zu bremsen. Ihnen stehen selbstverständlich jeder Zeit sorgfältig geschliffene Kufen zur Verfügung. Und auf ihrem Schleim, der zu einer glatten Eisschicht gefroren ist, fallen Schmeichler und Consorten niemals hin. Sie tun sich nie weh. Sie müssen sich nie langsam und vorsichtig vortasten und nach einem Fall mühsam aufrappeln. Ihnen wird das Eis auch nie zu dünn. Die Leichtigkeit, die sie dafür benötigen, haben sie daher, dass sie den anderen das Leben schwer machen. Da sie einfach ud leicht über ihre Schleimspur oder das Eis gleiten, schwitzen oder frieren Schmeichler und Consorten auch nie. Außerdem gibt es das Mäntelchen der Güte, Großmut und Barmherzigkeit, unter dem sie sich verstecken, in allen Größen, unterschiedlich dick und dicht gewebt und in allen Farben. Dass das hübsche Mäntelchen, das sie in unterschiedlichen Modellen tragen, in Wahrheit immer aus dem Stoff der wohlmeinenden Herablassung gefertigt ist, stört Schmeichler und Consorten nicht. Warum sollte es sie auch stören? Schließlich sind sie jeder Zeit schön und gut gekleidet, machen in den passenden Mänteln immer eine gute Figur die ihnen meist eine gute Tarnung bietet. und da sie das alles wissen, müssen sie ja nicht in den Spiegel sehen.

Schmeichler und Consorten sind immer auf der Schleim- oder Eisbahn unterwegs. Sie halten nie inne, damit sie sich die Mühe eines Neustarts ersparen können. Und wenn sie in rasantem Tempo auf der Strecke sind, übertönt das Fahrgeräusch und der Fahrtwind jeden Zweifel.Nur diejenigen, die auf der Strecke bleiben, sich abmühen und von Schmeicheleien, Lügen, Verleumdungen etc bespuckt werden, dass es nur so ätzt und ihnen hören und sehen eben nicht vergehen sondern geschärft werden, verstehen bei dem Lärm, der von Schmeichlern und Consorten hervorgerufen wird, ihre eigenen Gedanken nicht mehr. Und ich hoffe, nie wieder zu schmeicheln, und zu verleumden. Und ich hoffe, dass ich die Strecke zumindest ab und zu verlassen kann, damit ich mich selbst noch verstehen kann. Das brauche ich vor allem in diesen Tagen, in denen es darum geht neue Weichen im Leben zu stellen.

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online) und Paula Grimm