guckst du! – Die Buchcoverdesigns von Mia Bernauer

‚nabend Ihr Lieben,

der Begriff Autor sagt es schon. Denn die Herkunft des Wortes bedeutet, dass der Autor oder die Autorin jemand ist, des selbst etwas tut. Er schreibt selbst. Und der Self-Publisher schreibt nicht nur selbst.Für ihn oder sie gilt: „man muss alles selbst machen!“ Aber so ganz stimmt das nicht. Denn es gibt in Zeiten, in denen immer mehr Autorinnen und Autoren zu Self-Publishern werden, auch immer mehr gute Services, die helfen die Veröffentlichung von Texten zu erleichtern. Dazu gehören beispielsweise Portale wie Epubli, über die man Bücher schnell und einfach via Internet publizieren kann. Aber auch Lektorat und Buchdesign kann man im Netz finden.

Da ich selbst nicht zeichnen kann, suchte ich nach jemandem, der das Design für mein Buch erstellen kann. Ich wurde fündig und zwar bei Mia Bernauer. Ihr Blog über ihre Fantasytrilogie, Delia, verfolge ich schon länger. Und dann habe ich gelesen, dass sie sich in diesem Frühjahr selbstständig gemacht hat und zwar im Bereich Design für Buchcover.

Ich hatte sie angeschrieben und nach ihrem Angebot gefragt. Bei ihrem Service kann man auch ein einzelnes Cover für ein Ebook bestellen. Da ich aber vor hatte, mein Buch als Ebook und als Druckversion herauszubringen, habe ich das Gesamtpaket genommen. Es kostet 295,00 € und enthält, ein Ebook Cover, die Umschlaggestaltung für ein gedrucktes Buch, ein Facebookbanner und ein Banner für den eigenen Blog. Auf der Basis meiner Angaben und Wünsche, hat Mia für mein Ebook fünf verschiedene Entwürfe erstellt, aus denen meine Freundin eins ausgewählt hat. Jetzt habe ich zwei Banner erhalten, aus denen ich auch auswählen kann, um es auf meine Seite bei Facebook zu stellen. Die Kommunikation ging schnell und einfach via Mail von der Hand. Die Arbeit wurde von Mia Bernauer zügig erledigt. Und sie hat Geduld mit mir gehabt! Schließlich brauche ich im Moment für alles länger. So stehen meinerseits noch die Angaben für den Umschlag der Printversion aus, denn dazu muss ich meine Textdatei umgestalten, um zu ermitteln wie viele Seiten das Buch haben wird.

Wer sich Bilder davon machen möchte, wie Designs von Mia Bernauer aussehen, der findet das Ebook Cover meines Buches in dieser Datei, und der kann unter dem oben genannten Link verschiedene Ideen von Mias Arbeit sehen.
Herzlichen Dank, Mia für die gute Zusammenarbeit! Und für Euch viel Vergnügen bei Euren Projekten und bei der Ideenfindung für die Umschlaggestaltung!

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

P. S. Entschuldigt bitte! Probleme mit der Bebilderung machte eine zweite Version dieses Posts unumgänglich!

Erfahrungsbericht: Im Blindflug ein Ebook veröffentlichen

Guten Tag Ihr Lieben,

dies ist der versprochene Artikel über meine Erfahrungen mit der Veröffentlichung meines Romans,Orka: Zeit der Schatten , als Ebook. Alle Angaben, die ich hier machen kann, beziehen sich auf die Arbeit bezogen auf eine Ebookpublikation im Mai 2014. Der Post enthält auch eineig Anmerkungen zum Thema Barrierefreiheit bei der Veröffentlichung von Ebooks.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, war es nicht Überzeugung sondern Enttäuschung, die mich zu dem Entschluss geführt hat mein Buch selbst zu veröffentlichen und zunächst einmal eine Ebookversion herauszubringen. Aber das mit der Enttäuschung, besser gesagt, mit den Enttäuschungen steht auf einem anderen Blatt und möglicherweise auch in einem anderen Artikel in diesem Blog.

Wie ich schnell über Google heraus fand, gibt es inzwischen oder derzeit noch viele Onlineportale, bei denen man sowohl Ebooks als auch gedruckte Bücher selbst publizieren kann. Zu den bekannteren Unternehmen gehören u. a. Lulu, Tredition, Amazon, Bod und Epubli. Verfügbare Services sind auch Mein Bestseller und verschiedene Seiten, die sich auf die Veröffentlichung von Ebooks spezialisiert haben. Um für mich die beste Möglichkeit herauszufinden, habe ich die Shops der Portale, ihre Reichweite im Netz und die Formulare für die Einstellung von Ebooks und Büchern getestet.

Amazon ist der Marktführer, und es heißt, dass es dort einfach ist, Ebooks zu veröffentlichen. Im Blindflug ist das nicht so. Das mag auch darauf zurückzuführen sein, dass es für blinde und sehbehinderte iPhonenutzer inzwischen eine App gibt, die das hauseigene Kindleformat von Amazon lesen kann, dass dieses Format ansonsten, z. B. über Notebooks und Computer für blinde und sehbehinderte Ebookfans nicht verfügbar ist. So ist Calibre, der Tausendsassa im Umgang mit Ebookformaten nicht barrierefrei. Wenn ich mein Ebook bei Amazon herausgebracht hätte, hätte ich es selbst nur am iPhone lesen können. Und ich liebe es doch zu sehr mein Macbook Air und das Programm Adobe Digital Edition zu verwenden. Und zum Thema Übersichtlichkeit im Blindflug bei der Einstellung eines Ebooks schweigt des Dichters Höflichkeit.

Lulu machte zunächst einen sehr guten Eindruck. Aber dann kam die Sache mit der Covergestaltung. Das Umschlagdesign ist bezogen auf die Ebookveröffentlichung ohnehin ein Thema, das mich wohl lebenslang verfolgen wird. Da lauern für vollblinde Autoren, die selbstständig publizieren möchten, viele ganz unterschiedliche Tücken. Es gibt, so weit ich es sagen kann, keine oder nur eine sehr versteckte Möglichkeit für die eigene Umschlaggestaltung. Und nachdem ich einfach mal die blaue Variante, was immer sie auch genau zeigen mag, angeklickt hatte, wurde ich von Lulu schnurstracks aus dem Eingabeformular ins Nirgendwo im Netz geschleudert und nach dem erneuten Aufruf der Seite musste ich feststellen, dass alle Daten, die ich bisher eingegeben hatte, nicht mehr auffindbar waren.

Bod wollte mir die PDF-Datei mit der Beschreibung für die Veröffentlichung verschiedener Buchversionen einfach nicht geben. Und das Eingabeformular ist für Autoren, die zum ersten Mal etwas veröffentlichen möchten, nicht in allen Punkten selbsterklärend. Mein Bestseller macht es zumindest blinden und sehbehinderten Nutzern unmöglich Stichworte zum eigenen Werk einzugeben, obwohl das System auf dieser Angabe besteht. Das könnte auch ein allgemeiner Fehler sein. Mir ist nämlich aufgefallen, dass wie es in der Erläuterung beschrieben ist, alle erforderlichen Felder des Formulars mit Sternen gekennzeichnet sind. Nur der Bereich, der für Stichworte vorgesehen ist, trägt keinen Stern.

Wer Ebooks selbst erstellen kann, z. B. mit Calibre, der sollte auf jeden Fall bedenken, dass sich die Portale bezogen auf die Eingabe der Cover unterscheiden. Bei manchen Services muss der Umschlag in der Datei, die das Buch enthält, eingefügt sein. Andere Anbieter haben ihre Eingabemaske so programmiert, dass das Cover einzeln hochgeladen werden muss.

Am Ende blieben noch Tredition und Epubli. Mit Tredition hatte ich geliebäugelt, da sich Autoren dort bei Buchtalent eintragen können, um möglicherweise doch einen Verlag zu finden, der sich ihres Werks annimmt. Was Angaben zu Tredition und Epubli betrifft, komme ich im Grunde nach wie vor zu dem gleichen Ergebnis wie Domingos de Oliveira
in seinem Artikel. Der vollblinde Autor hatte ein Ebook bei Tredition veröffentlicht, sich dann aber auch mit dem Service von Epubli befasst. Der Treditionsshop ist blind nach wie vor alles andere als gut nutzbar. Auch die Beschreibungen, die Autoren für die Veröffentlichung brauchen, sind nicht in allen Punkten klar genug.

In einigen Punkten hat sich Epubli allerdings weiterentwickelt. So ist es inzwischen für einen Gesamtpreis von 74,95 Euro möglich eine Word-Datei in das Epub-Format umwandeln zu lassen. Und in diesem Preis ist die ISBN für das Ebook enthalten. Der Einzelpreis für jede ISBN beträgt aktuell 14,95 Euro. Eine ISBN kann man ganz einfach im Epublishop kaufen. Wer also beispielsweise mit Pages eine Epub-Datei selbst erstellen kann oder in der Lage ist, mit Calibre zu arbeiten, dass es ja für Windows, Mac und portable Geräte kostenfrei gibt, der kann für 14,95 Euro eine ISBN und damit ein Ebook im Epub-Format bestellen, Weiter Kosten entstehen nicht, wenn Autoren ihre Epub-Datei selbstständig erzeugen können. Dieses Ebook ist nach der Freischaltung in allen geläufigen Ebookshops, z. B. bei Ibooks, Amazon et c. verfügbar. Epubli ist ein Portal, bei dem das Cover in die Epub-Datei eingefügt sein muss.

Um zu prüfen, ob eine Epub-Datei valide ist, sind verschiedene Programme im Netz verfügbar. Epubli hat auf einen der kostenfreien Services verlinkt. Doch hier ist Vorsicht geboten. Der Uploadbereich von Epubli ist ein ganz scharfer Hund. 😉 Meine Epub-Datei wurde von mehreren Validierungsprogrammen als valide befunden. Als ich mein Buch hocladen wollte, bekam ich die Warnung, dass die Datei nicht valide sei.

Schließlich entschied ich mich die telefonische Beratung des Unternehmens zu nutzen. Die Nummer ist kostenpflichtig. Doch die 0,14 Euro pro Minute sind gerechtfertigt.Denn er Service, den Autoren unter dieser Servicerufnummer erhalten, ist schnell, kompetent und freundlich. Der Servicmitarbeiter vermutete, dass das Cover nicht richtig angepasst wäre. Wir einigten uns darauf, dass ich ihm die Epub-Datei und das Cover via Mail schicken sollte. Epubli verspricht, dass Probleme meist binnen 24 Stunden bearbeitet und gelöst werden können. Und es wurde nicht zu viel versprochen. Ich hatte um 11.00 Uhr angerufen. Und um 17.20 Uhr bekam ich eine Mail mit einer korrigierten Datei, die ohne Probleme hochgeladen werden konnte.

Danach konnte ich alle Formulare, Preisgestaltung, Angaben zum Buch et c. ohne Probleme selbst eingeben. Bezogen auf die Preisgestaltung bieten die Portale, die ich ausprobiert habe, Formulare an, über die man den Preis für sein Ebook selbst festlegen kann. Wenn man einen Preis eingibt, kann man erkennen, wie sich der Preis zusammensetzt. Ich habe 2,99 Euro gewählt. Denn ich hatte im Epublishop viele Bücher mit diesem Preis gefunden. Das war möglicherweise eine falsche Entscheidung, wie ich nach der Lektüre Ebooks in Deutschland von Matthias Matting denke, obwohl dieser Post sich mit den Preisen des zweiten Halbjahrs 2013 bei Amazon beschäftigt. Danach machen vor allem Ebooks für 3,99 Euro das Rennen. Tantiemen werden bei Epubli am Ende eines Monats ausbezahlt, wenn Ebooks im Wert von25 Euro verkauft wurden. Fällt das monatliche Einkommen geringer aus, wird die erwirtschaftete Summe im Monat darauf mitverrechnet. Die Kündigungsfrist beträgt fünf Tage. Der Autorenvertrag sieht keine automatische zeitliche Begrenzung vor und endet damit nur, wenn einer der beiden Vertragspartner kündigt. Wie es um die Nutzungsrechte und -pflichten bestellt ist, ist klar und verständlich im Vertrag beschrieben. Wie viel Freiheit Autoren Vertragspartnern zubilligen, ist natürlich eine persönliche Entscheidung und eine frage des Vertrauens.

Ich bin bis zu diesem Punkt mit Epubli sehr zufrieden und überlege, ob ich auch die gedruckte Version meines Buches dort veröffentlichen werde. Ab jetzt geht es für mich also um die Werbung und um die Bearbeitung meines Romans für das gedruckte Buch. Ich wünsche Euch allen alles erdenklich Gute und viel Vergnügen und Erfolg mit Euren Buchprojekten!

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

PErwähnt und empfohlen

Orka: Zeit der Schatten

Ebooks in Deutschland

Domingos de Oliveira

Meine geheime Autobiografie von Mark Twain

Guten Tag Ihr Lieben,

auf die Lektüre dieses Buches habe ich mich gefreut, seit dem ich irgendwann Anfang Oktober davon gehört habe. Ich hatte seiner Zeit auch einige Ausschnitte aus dem Hörbuch gehört, die mich schon sehr neugierig gemacht haben. Als ich vor vier Wochen beim Stöbern bei eBook.de auf die Ebookversion gestoßen bin, die anders als das Hörbuch ungekürzt ist, habe ich mir das Buch im Epubformat bestellt und direkt herunter geladen.

Ich mochte und mag die Kinderbücher von Mark Twain. Und ich bin ein begeisterter Leser seiner anderen Texte, z. B. die Einemillionenpfundnote. Und meine Erwartung, dass die Autobiografie ein lebendiger und gut lesbarer Text sein würde, wurde nicht enttäuscht.

Das Ebook, das im September bei Aufbau erschien, ist wie die gedruckte Auflage und das Hörbuch der erste Teil der Lebenserinnerungen, die insgesamt drei Bände umfassen werden. Es gibt zwei Ebookfassungen, eine Text- und eine Gesamtedition. Ich habe die Textedition gewählt, die 641 Seiten stark ist.

Ich versuche gar nicht erst eine Inhaltsangabe zu schreiben. Eine chronologische Auflistung der Lebensstationen ist ohnehin nicht möglich. Denn Mark Twain hat keine Autobiografie konventioneller Machart verfasst. Der Autor hat den vorliegenden ersten Band seiner Autobiografie selbst verfasst aber nicht selbst geschrieben, denn das Buch basiert auf Texten, die Mark Twain ab 1904 diktiert hat. Im Alter von ungefähr siebzig Jahren hatte er bereits mehrere Versuche hinter sich seine Autobiografie zu schreiben. Er beschreibt, dass ihm alle vorhergegangenen Versuche, bei denen er selbst die Feder von Wort zu Wort und von Zeile zu Zeile geführt hatte, zu schmalspurig geraten waren. Um nicht wieder in diese Falle zu tappen, und um seinen Gedanken durch sein Leben freien Lauf zu lassen, entschied er sich dazu, täglich von den Ereignissen und der Tagessituation ausgehend durch sein Leben zu streifen. Und da jeder Tag zumindest etwas anders ist als jeder andere Tag, findet Mark Twains wache Wahrnehmung und sein Scharfsinn immer Ausgangspunkte, die Anknüpfungen zu Erlebnissen aus der Vergangenheit bieten. Jeden Tag einen neuen Anlauf nehmen zu können entspricht den Erzählqualitäten, die märk Twain eigen sind. Auf diese Weise kommen sowohl seine Fähigkeit sehr ausführlich zu beschreiben, als auch sein Können, was kurze pointierte Beschreibungen betrifft, vollends zur Geltung.

Obwohl Mark Twain durchaus mit den Beschreibungen seiner Vorfahren, der Familiensituation, in die er hineingeboren wurde und Ereignissen aus seiner Kindheit beginnt, sind auch diese Schilderungen keineswegs chronologisch geordnet, und es gibt sinnvolle Ausflüge zu Personen und Erlebnissen des späteren Lebens. So erfahren wir Leser bereits auf den ersten Seiten einiges über die Herkunft mancher Personen und Geschehnisse, die wir aus seinen Büchern kennen. In diesem Buch begegnen wir auch den Mitgliedern der Familie, die er selbst gründete. So zitiert Mark Twain das liebevolle Portrait, das seine Tochter Sousi über ihn geschrieben hat. Er relativiert in seinen Aufzeichnungen das Bild, das sie von ihm gezeichnet hatte. Doch, dass er seine Tochter, die bereits im Alter von 24 Jahren verstarb, zitiert, ist keine Attitüde. Es entspricht der großen Liebe zwischen Vater und Tochter.

Mark Twain wollte, dass seine Autobiografie 100 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht werden sollte. Er, der ein scharfsinniger Beobachter war und daher auch über eine spitze Zunge und Feder verfügte, wollte nicht, dass seine zahlreichen Kritiker und Feinde ihre Scharten an seinen Hinterbliebenen Verwandten und Freunden auswetzen würden. Diese Idee gab ihm die Freiheit, auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Seinem Wunsch wurde entsprochen. Und seine Hoffnung, dass noch etwas Interessantes für die Nachgeborenen übrig bleiben würde, hat sich mehr als erfüllt. Wir finden in dieser Autobiografie von der ersten bis zur letzten Seite ein interessantes, vielseitiges und unterhaltsames Lesefutter.

Steckbrief des Buches

Autor: Mark Twain
Titel: Meine geheime Autobiografie Textedition
Format: Ebook (Epubformat)
ISBN: 9783841204905
Preis: 17,99 €
Verlag: Aufbau
Seitenzahl: 641

Und jetzt gilt nur noch: „Nur selbst lesen bringt Lesevergnügen!“
Und wer ganz schnell und einfach an sein Lesefutter kommen möchte, kommt mit einem Klick weiter.
Meine geheime Autobiografie
In der Textedition als Ebook im Epubformat bestellen!
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Ich wünsche Euch ganz viel Lesespaß!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)