Barrierefrei im Internet

Guten Tag Ihr Lieben,

der Anlass mal wieder allgemein zum Thema Barrierefreiheit im Internet zu schreiben, war der folgende Artikel aus Neros Geschichtenkörbchen: Barrierefrei im Internet. Ich bedanke mich für diesen Anstubser und für die Linktipps von Wunderwaldverlag, die Ihr in den Kommentaren zum Beitrag findet. Die empfohlenen Homepages sehe ich mir in den nächsten Tagen genauer an und beschreibe sie in diesem Blog nach und nach.

In der nächsten Zeit gibt es zum Thema passend auch Erfahrungsberichte über Foren, die ich besucht habe und über Onlineshops, mit denen ich in der letzten Zeit zu tun hatte. Um es kurz zusammenzufassen: „Ich bin auf manche Barrieren bei der Bedienung der Webseiten gestoßen habe aber auch viel Verständnis und Hilfe von Forenbetreibern und Kundendiensten erfahren!“

Und das erinnert mich an eine Sache, die mir seit einiger Zeit stark auf die Nerven geht. Gestern kam nämlich nicht nur der Artikel von Neko in mein Postfach. Es gab in einer Mailingliste auch wieder einmal eine Diskussion und zwar darüber, dass wir uns nicht mehr über Barrierefreiheit austauschen müssen. Ausgelöst wurde diese Diskussion von einem Listenteilnehmer, der selbst Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Personen verkauft. Ich zietiere: „Wir gestalten unsere Homepages barrierefrei. Das reicht doch wohl.“

Selbstverständlich brauchen behinderte Menschen Hilfsmittel, über die sie via Web informiert werden, und die sie teilweise, wenn es sich nicht um Produkte handelt, die von den Krankenkassen oder anderen Kostenträgern bezahlt werden, auch online bestellen können. Behinderte sollten in einer Zeit, in der es Informationen im Internet gibt, in der es eigentlich auch erwartet wird, dass man sich via Web informiert oder austauscht, auch einen angemessenen Zugang zu allgemeinen Informationen, zum Beispiel Verbrauchertipps etc. Wer nicht so mobil ist, wie es selbstverständlich vorausgesetzt wird, wer spezielle Informationswege benötigt, um so informiert zu sein, wie es angemessen ist, beispielsweise bezogen auf gesundheitliche Themen, der sollte alle Möglichkeiten nutzen können, die auch seinen Mitmenschen zur Verfügung stehen, ohne dass er oder sie Schwierigkeiten bekommt.

Es gibt bestimmt viele Leute wie mich, die einfach nur schreiben möchten, oder die sich informieren und unterhalten lassen wollen, ohne dass der Verwaltungsaufwand, um diese Möglichkeiten im Netz nutzen zu können, zeitlich und energetisch überwiegt. Denn nicht jeder oder jede hat die Zeit sich ausschließlich um die modernen Medien und die entsprechende Organisation zu kümmern. Es hat sich zumindest in gewisser Weise ein Expertentum herausgebildet, dass an anderen Nutzern vorbei arbeitet und sich darüber wundert, dass viele nicht mithalten können. Auf Dauer behindert das die Weiterentwicklung der Technik und die Nutzung der vorhandenen Möglichkeiten. Denn nicht wenige Betroffene geben ihre Bemühungen Schritt halten zu können auf und werden vom Fortschritt überholt und abgelenkt.
Ich bleibe am Thema und finde, dass man sich nicht genug informieren und austauschen kann!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Autor: Texthase Online

Diesen Blog führe ich seit dem 16. November 2012. Als Autorin benutze ich das Pseudonym Paula Grimm. In diesem Blog findet Ihr nicht nur Prosatexte, Haikus und Essays sondern auch Wissenswertes über das Schreiben, Barrierefreiheit, Internetshops und Webseiten, die ich bei meinen Streifzügen durch das Web finde und alles, was mich privat und beruflich interessiert. Christiane (Texthase Online)

2 Kommentare zu „Barrierefrei im Internet“

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