Erfahrungsbericht: was mit der Paula im Blindflug bei Neobooks so abging

Guten Tag Ihr Lieben,

dieser Beitrag befasst sich mit dem, was ich mit der Selfpublishingplattform Neobooks erlebt habe. Der Post, den ich bereits gestern angekündigt habe, ist vor allem für Texter und Autoren gedacht. Dieser Artikel ist für Leser vielleicht nicht so interessant, aber Neobooks selbst ist für Leser durchaus eine vielseitige Quelle für Lesefutter, bei der sie auch gut und einfach mit anderen Lesern und den Autoren in Kontakt kommen können.

Obwohl ich die sieben Sachen auf Eis lege, da ich es geschafft habe, die Datei „zu zerfleddern“, gehe ich davon aus, dass ich mein nächstes Buchprojekt wieder selbst als Ebook herausbringen werde und dafür den Service von Neobooks nutze. Ob es tatsächlich die sieben Sachen sein werden, oder ob es das Felicitasprojekt sein wird, werde ich spätestens Anfang September entscheiden.

Das Internetportal Neobooks gehört zur Holzbrinkgruppe und wurde 2010 gegründet. Das solltenAutoren wissen, die ihr Ebook über Neobooks anbieten. Wer bezogen auf Großverlage oder Verlagszusammenschlüsse skeptisch ist, diese ablehnt oder zumindest bestimmte Vorbehalte hegt, ist also bei http://www.neobooks.com an der falschen Adresse, obwohl Ebooks bei Neobooks weitgehend von Autoren selbst verantwortet publiziert werden. Was es bei Neobooks für Ebooks gibt, ist eine Standardprüfung der Buchdatei. So müssen Bücher im Epub- und verschiedenen Wortformaten über ein automatisch erzeugtes Inhaltsverzeichnis und den leserfreundlichen Fließtext Standard verfügen, um durch das Technikteam freigeschaltet zu werden. Dafür, dass meine unterschiedlichen Programme einander im Weg standen so gut sie konnten und auch für die „Verkrüppelung“ der eingestellten Datei, ist niemand im Team und auch nicht die Einstellung des Systems verantwortlich.

Dass Neobooks ein Zweig der Holzbrinkgruppe ist, hat Folgen. Man stellt sein Ebook auf ein sehr großes Portal, das zu einem weit verzweigten Netzwerk gehört, Bücher aus vielen Genres beherbergt und über eine große Reichweite verfügt. Da muss man sich als kleiner Fisch, zum Beispiel mit seinem Erstlingswerk ganz schön was trauen, wenn man sich in diesen Pool wagt! Doch wer nicht wagt, der gewinnt auch nicht. Wer sich wagt, bei Neobooks ein Buch zu veröffentlichen, wird sicherlich einige Leser und Autoren finden, mit denen er oder sie sich konstruktiv über das eigene Werk oder über die Bücher anderer Autoren austauschen kann. Hier gilt, was leider immer gilt, man darf sich nicht irre machen lassen, beispielsweise, da sich immer jemand findet, der mehr Leser und mehr Austausch mit interessanten Mitmenschen hat, als man selbst.

Natürlich hat das interne Buchbanking des Portals Aussagekraft. Das gilt auch für die Verkaufszahlen und die Frage, mit wie vielen Lesern und Autoren man in Kontakt kommt. Aber Mut, Geduld und Aufgeschlossenheit werden sich auf Dauer bezahlt machen. Und für den Platz im Ranking gilt: „Morgen ist auch noch ein Tag!“ Auch wenn Rankings nicht täglich aktualisiert werden, ist das, was heute in der Liste steht, überhaupt nicht in Stein gemeißelt.

Zu den Folgen, die es hat, dass Neobooks zur Holzbrink-Verlagsgruppe gehört, zählt auch, dass die Betreiber Autoren von Ebooks ermöglichen, einen Verlagsvertrag bekommen zu können. Dazu muss ein Werk in en vergangenen 30 Tagen einen Spitzenplatz im Ranking einnehmen. Darüber hinaus müssen sich Autoren bei der Einstellung ihres Buches auf dem Portal entscheiden, ob sie lediglich verkaufen wollen, oder ob sie sich auch um einen Verlagsvertrag bewerben möchten. Wenn man die Option Bewerbung für einen Verlagsvertrag ausgewählt hat, muss man in einem Formular weitere Informationen zum Buch geben, zum Beispiel über den Protagonisten etc. Doch diese Angaben kommen nur den Lektoren zu Gesicht, die darüber entscheiden, ob ein Buch in das Verlagsprogramm aufgenommen wird. Und auch hier lohnt sich Geduld, wenn das eigene Buch nicht gleich im Ranking einen Spitzenplatz einnimmt. Und wie schnell sind weitere dreißig Tage ins Land und durchs Netz gegangen?

Die Veröffentlichung eines Ebooks im Portal ist einfach und logisch. Wer bei Neobooks registriert ist, kann unter meine Ebooks Werke in den oben genannten Formaten hochladen. Dies wird auf der ersten Seite des Formulars eingestellt. Auf dieser Seite können Autoren auch das Cover zu ihrem Buch hochladen. Wer kein eigenes Cover besitzt, kann den Covereditor nutzen, den das Portal anbietet. Klickt man nach der Erledigung der Uploads auf den Speicherbutton, folgt auf der zweiten Seite ein Formular, in das man die Buchdaten eingeben muss, Beschreibung, Kurzbeschreibung, Seitenzahl etc. Auf der dritten Seite werden die Zahlungsdaten eingetragen, Preis des Buches, Bankverbindung usw. Hier kann jeder Autor auch Sonderaktionen erstellen, beispielsweise einen Sonderpreis, der vier, acht oder zwölf Wochen lang gültig ist. Zu guter Letzt gibt man noch an, ob man sich für einen Verlagsvertrag bewerben möchte, bevor man die eigenen Einstellungen noch einmal prüfen kann, um sie schließlich zur Kontrolle durch das Team abzusenden.

Es ist übrigens auch möglich, eine Vorankündigung für ein Ebook einzustellen, bei der man Lesern, die vorab bestellen, auch einen Rabatt auf den Verkaufspreis gewähren kann. Ich überlege für das Felicitasprojekt, das bis zum 15. Dezember 2015 fertiggestellt sein soll, eine Vorankündigung mit Preisreduktion ab dem 15. September einzustellen. Obwohl das für einen „Frischling“ wie ich einer bin, möglicherweise größenwahnsinnig ist. Das passt wohl besser zu Buchserien von Autoren, die schon so etwas wie eine Fangemeinde haben. Aber es gilt ja: „Mutige voran!“ 😉 Man kann Inhalte auch kostenfrei anbieten. Wer das tut, sollte wissen, dass man den Preis nachträglich nicht mehr ändern kann. Kostenfreie Ebooks eignen sich unter anderem dazu, Sammlungen mit Bonusmaterial zu einem Buch anzubieten, oder um den Auftakt einer Serie als Vorgeschmack auf die Dinge, die da kommen, zu veröffentlichen.

Abschließend möchte ich wie immer noch etwas zum Thema Barrierefreiheit anmerken. Ich werde nie etwas auf Neobooks veröffentlichen, was kein eigenes Ebook-cover hat. Nicht nur, weil ich mit dem, was mir Mia Bernauer von http://www.buchcover-design.com seiner Zeit erstellt hat, gut gefahren bin, sondern auch, weil ich den Covereditor im Blindflug nicht bedienen konnte. Ich weiß, dass Webdesigner recht einfach Tasten beschriften können, so wie es auch möglich ist, Graphiken mit Alternativtexten auszustatten. So wäre es einfach machbar, dass im Bereich Hintergrundfarbe auf die entsprechende Taste gelb geschrieben wird, sodass Blinden oder sehbehinderten Nutzern nicht mehr angesagt wird: „Taste!“ Es käme dann die Durchsage: „Taste gelb!“ Vielleicht wäre mir das Glück ja hold, und es käme bei so einer Spontanaktion im Blindflug tatsächlich etwas Interessantes heraus, das sogar einen gewissen künstlerischen Anspruch erfüllt. – „Jedes blinde Huhn findet auch mal ein Korn!“ Aber das Cover ist die Visitenkarte meines Buches. Dabei überlasse ich nichts dem Zufall. Außerdem war es ein sehr spannender Prozess, als das Buchcover erstellt wurde, als mich meine Freundin beraten hat etc. Und ich finde es nicht ehrenrührig gerade bei dieser Sache Hilfe zu bekommen und beraten zu werden.

Was mich aber geärgert hat, war, dass ich auf den Formularbereich, in dem man die Sonderaktionen eingeben kann, keinen Zugriff hatte. Ich hätte das Büchlein mit den sieben Sachen nämlich gern für vier Wochen kostenfrei angeboten. Die zwölf Wochen, die voreingestellt waren, sind mir eine zu lange Zeit. Es wäre schön, wenn daran bei der nächsten Umgestaltung der Webseite etwas geändert werden könnte. Aber für mich gilt: „Hilfe muss her!“

Ich wünsche Euch allen viel Vergnügen beim Stöbern bei Neobooks, viel Erfolg bei der Veröffentlichung und gutes Gelingen und Freude bei der Arbeit an Euren Projekten!

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

[Neobooks, Selfpublishingplattform, Ebook, Autor, Leser, Verlagsvertrag]

Autor: Texthase Online

Diesen Blog führe ich seit dem 16. November 2012. Als Autorin benutze ich das Pseudonym Paula Grimm. In diesem Blog findet Ihr nicht nur Prosatexte, Haikus und Essays sondern auch Wissenswertes über das Schreiben, Barrierefreiheit, Internetshops und Webseiten, die ich bei meinen Streifzügen durch das Web finde und alles, was mich privat und beruflich interessiert. Christiane (Texthase Online)

2 Kommentare zu „Erfahrungsbericht: was mit der Paula im Blindflug bei Neobooks so abging“

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