Alles eine Frage der richtigen Schuhe?

‚nabend zusammen,

jetzt versuche ich es doch einmal, einem Thema, das ich so gut als möglich meide, so gerecht als möglich zu werden. Angeblich haben alle Frauen das Handtaschen- und Schufen, das man zusammenfassend auch als das Ledergen bezeichnen könnte. Aber das ist nicht ganz korrekt, denn natürlich sind heutzutage nicht alle Schuhe und Handtaschen aus Leder. Aber verwende der Einfachheit halber den Begriff Ledergen. Denn zu dem Material selbst hege ich eine große Zuneigung. So vermisse ich sie immer noch, meine schöne und bequeme Lederjacke, die mir sooooo lange treue Dienste geleistet hat. Aber ich schweife ab.

„Alle Frauen haben das Ledergen mit einer deutlichen Fixierung auf Schuhe und Handtaschen!“ – Alle Frauen? – Nein! Ich habe es wohl nicht. Oder ich habe einen Gendefekt. Ich schreie nicht vor Glück, wenn ein Bote mit Schuhen kommt und reiße mich nicht darum mich so lange als möglich in den entsprechenden Geschäften aufzuhalten, um Beute zu machen. Um das Thema nicht allzu sehr ausbreiten zu müssen, dreht sich dieser Artikel nur um Schuhe. Und das ist für mich schlimm genug. Ich habe durchaus Schuhe, die mir gefallen, weil sie gut passen, und ich in ihnen so über stock und Stein gehen kann, wie es eben meine Art ist. In den dunklen Tiefen meines Bettkastens vegetieren noch ein paar Stiefel und ein Paar Halbschuhe für wichtigere Anlässe vor sich hin. Aber mir graut schon vor dem nächsten Dienstag, wenn ich mich fragen muss, ob ich zum Bewerbungsgespräch die blöden Stiefel oder die ekelhaften Halbschuhe anziehen soll. Ich werde mich entscheiden müssen und den ganzen Tag davon überzeugt sein, dass ich das falsche Paar angezogen habe. Bezogen auf die Bequemlichkeit sind beide Paare nicht mehr als eine Notlösung. Sie sind als nicht schlecht. Es kann einer Landpommeranze wie mir nur schlecht werden.

Die Lebenspraxis und Bequemlichkeit sind die einzigen Kriterien, von denen ich etwas verstehe, wenn es um die Schuhe geht. Denn seit 47 Jahren war und bin ich immerhin gut und gern zu Fuß unterwegs. Aber vielleicht sollte man so oft als möglich barfuß gehen und zwar nicht, weil das noch viel gesünder ist als jeder Gesundheitsschuh. Nicht umsonst sollen wir dem Willen des Zeitgeist gehorchend gefälligst immer schneller in kostspieligen Markenschuhen herumrennen, dem Geld, Jobs und auch Chancen aller Art im Privatleben hinterher jagen. Aber das ist dumm. Denn nur, wer barfuß geht, dem kann nichts in die Schuhe geschoben werden. Schnürschuhe sollte man sowieso schon lange nicht mehr tragen. Damit einem auch niemand auf den Senkel gehen kann. Und gute Dinge, von denen man mit Fug und Recht sagen kann, dass sie Hand und Fußhaben, brauchen auch kein passendes Schuhwerk. Das Gegenteil ist der Fall. Dinge, die Hand und Fuß haben, erkennt man vor allem dadurch genau, dass sie eben nicht von Hand- oder anderenSchuhen verdeckt werden. Und von wegen, wem der Schuh passt, der zieht ihn auch an. Wie oft musste ich als Kind in zu großen Schuhen und damit in riesigen Fußstapfen laufen. Und noch lange nicht jedes Paar Schuhe ließ sich geduldig einlaufen. Manchmal braucht man sie einfach doch, die Schuhe. Aber weniger ist mehr. Dann kann der Schuster auch gut und gern bei seinen Leisten bleiben. Das mindert zwar den Absatz. Aber mit dem bleibt man doch ohnehin zu oft hängen, oder nicht?

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Autor: Texthase Online

Diesen Blog führe ich seit dem 16. November 2012. Als Autorin benutze ich das Pseudonym Paula Grimm. In diesem Blog findet Ihr nicht nur Prosatexte, Haikus und Essays sondern auch Wissenswertes über das Schreiben, Barrierefreiheit, Internetshops und Webseiten, die ich bei meinen Streifzügen durch das Web finde und alles, was mich privat und beruflich interessiert. Christiane (Texthase Online)

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