022. Onlinekommunikation mit Blogbuchlesern (Buchbloggerei)

Für alle, die ein Buch bloggen oder bloggen möchten!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sowohl Blogsysteme als auch die Accounts in sozialen Netzwerken ermöglichen Zumindest bezogen auf die Zeit eine direkte Kommunikation zwischen Euch und Euren Lesern. Das bedeutet, dass Ihr zeitnah Reaktionen auf Eure Artikel erhaltet. Es bedeutet aber auch, dass Ihr und Eure Leser dazu verführt werden könnt, „aus der Hüfte zu schießen“. Und das ist nicht immer gut. Denn oft verbirgt sich hinter diesen „Schnellschüssen“ nicht die natürliche Spontanität, deren Witz und Pfiffigkeit viel Spaß macht, sondern es ist häufig die neue webbasierte Form von Reaktionismus, die reflexartig auf Stichworte reagiert. Folgen davon sind leider sehr häufig falsches Lob sowie unflätige und unsachliche Kritik. Und es fällt dann schwer, selbst sachlich zu bleiben. Und so kommt es leicht dazu, dass ein Wort das andere gibt und es vergeht viel Zeit mit der Klärung dessen, worum es eigentlich geht. Und allzu häufig lässt man sich übereifrig auch auf Diskussionen ein, die überflüssig da nicht sachdienlich sind. Und die, die sich für Eure Sache interessieren, lesen gezwungener Maßen mit. Damit Ihr selbst und Eure Leser nicht in einem Diskussions- oder Kommentarmüll versinkt, ist es sowohl ratsam als auch legitim Pöbeleien u. Ä. aus den Kommentaren zu Euren Artikeln zu entfernen. Ihr könnt natürlich freundlich aber bestimmt auf die Schreiber reagieren, bevor Ihr einen Kommentar entfernt.

Lob tut selbstverständlich immer gut. Das gilt gerade für Buchprojekte, für die man ohnehin viel Mut und Durchhaltevermögen benötigt. Da kann man jede positive Reaktion auf das, was man tut, als Stärkung dringend gebrauchen. Und doch will man auch nicht, dass die Bereiche soziale Medien und Blogkommentare zu Lobhudeleien verkommen. Darüber hinaus stimmt es bedauerlicherweise auch, dass es auch falsches Lob gibt, mit dem sich der Schreiber nur selbst über den grünen Klee lobt, getreu dem Motto: „Sieh‘ mal, wie gut ich bescheid weiß, und wie ich mich für dich und deine Sache einsetze….“

Der Ton macht eben immer die Musik. Um von Anfang an freundlich aber bestimmt, ausführlich, dankbar, positiv und differenziert reagieren zu können. Ist es hilfreich sich Zeit für das Lesen der Reaktionen und die eigenen Antworten zu nehmen. Wenn Ihr Euch bestimmte Zeiten einräumt, in denen Ihr Euch um Kommentare in Eurem Blog und in den sozialen Netzwerken nehmt, hilft das auch dabei, nicht unter Zeitdruck zu geraten. Zu Beginn eines Projekts wird die Arbeit an den verschiedenen Kontakten im Netz wenig Zeit und Mühe machen. Aber auch in der Anfangszeit ist eine strukturierte Zeiteinteilung bezogen auf diesen Aufgabenbereich schon sehr nützlich. Denn, wenn z. B. eine ausführliche Kritik auf einen Artikel Eures Blogbuchprojekts kommt, lohnt es sich, wenn Ihr Euch ausreichend Zeit für die Lektüre und die Reaktion nehmt. „eine Nacht drüber schlafen!“ ist sehr oft eine sehr gute Regel. Das gilt vor allem dann, wenn Ihr merkt, dass Ihr eine konstruktive Kritik bekommen habt, die Ihr aber nicht in allen Aspekten gleich genau einschätzen könnt.

Es wird Euch sicherlich passieren, dass Ihr einen Kommentar erhaltet, der Euch so stark anspricht und inspiriert, dass Ihr zunächst überlegen möchtet, wie Ihr das gelesene ausführlich beantworten und umsetzen könnt. „Gut Ding will Weile haben!“

Geduld ist gerade am Anfang gefragt, denn es dauert seine Zeit, bis Leser reagieren. Eine gute Art mit anderen Internetnutzern in einen Erfahrungsaustausch über das eigene Blogbuchprojekt und artverwandte Themen zu kommen, ist, andere Blogs zu diesem Bereich zu lesen und zu kommentieren. Diejenigen Blogger, die von Euch interessante Kommentare erhalten haben, werden auf Euer Blog aufmerksam und lernen Euch als Kommunikationspartner zu schätzen. Das gilt auch für Kontakte in sozialen Netzwerken. Und da es die Leser Eures Blogbuchprojekts zu schätzen wissen, wenn das Thema, das Ihr gewählt habt, aus verschiedenen Perspektiven beschrieben wird, wird die Kommunikation über Euer Projekt auch dadurch in Gang gesetzt und gefördert, dass Ihr auf ähnliche Projekte hinweist, z. B mit Press this, das es in diesem Blogsystem gibt.

Ihr könnt bei vielen Blogsystemen Funktionen finden, mit denen Ihr die Kommunikation mit Euren Lesern gezielt anregen könnt. So gibt es u. a. die Bewertungsfunktion, die Ihr für einzelne Artikel oder immer einschalten könnt. Ihr Könnt auch Fragebögen zu bestimmten Aspekten Eurer Posts gestalten oder Umfragen durchführen. Aber Vorsicht! Denn diese Funktionen bedeuten immer einen höheren Verwaltungsaufwand. Denn auch auf die Resonanz, die Ihr über diese Kommunikationsmöglichkeiten erhaltet, solltet Ihr reagieren, damit bei den Leser erfahren, dass Ihr mit ihnen kommuniziert. Ich nutze diese Funktionen nicht. Denn sie sin mir im Blindflug zu unübersichtlich und aufwendig. Und ich habe inzwischen sehr gute und vielseitige Erfahrungen mit der „reinen“ Kommentarfunktion in diesem Blogsystem gemacht. Und bei meinen Projekten handelt es sich lediglich um Buchprojekte im Bereich Belletristik. Bei Ratgeber- oder Sachliteratur ist das eine ganz andere Sache.

Ich wünsche Euch allen viel Erfolg mit Euren Blogbuchprojekten und eine vielseitige und interessante Kommunikation mit Euren Lesern!

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

Autor: Texthase Online

Diesen Blog führe ich seit dem 16. November 2012. Als Autorin benutze ich das Pseudonym Paula Grimm. In diesem Blog findet Ihr nicht nur Prosatexte, Haikus und Essays sondern auch Wissenswertes über das Schreiben, Barrierefreiheit, Internetshops und Webseiten, die ich bei meinen Streifzügen durch das Web finde und alles, was mich privat und beruflich interessiert. Christiane (Texthase Online)

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