Muss ich jetzt das Rad oder zumindest mich selbst neu erfinden? – Nachrichten von der Arbeitsfront

Guten Tag Ihr Lieben,

seit längerer Zeit habe ich nichts zum Thema Nachrichten von der Arbeitsfront gepostet. Der Grund dafür liegt in der Tatsache begründet, dass es viel Lärm um nichts gab. Viel ist passiert vor allem bei Telefongesprächen. Aber zu greifbaren Ergebnissen hat das nicht geführt. Da bezogen auf alle Aspekte, die mich selbst betrafen, nichts geklärt war, habe ich, was die Weiterbildungsmaßnahme zur PRJuniorberaterin betraf, am 02. September selbst die Reißleine gezogen und offiziell abgesagt. Es war noch nicht einmal geklärt, ob ich ab 01. Oktober Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen würde. Von den Kosten für Orientierungs- und Mobilitätstraining, Fahrtkosten zu den Seminaren in Frankfurt ganz zu schweigen. usw.In gewisser Weise bin ich inzwischen froh, dass ich das Motto: „Selbst ist die Frau“, angewendet zu haben. „Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!“ Das ist auch so ein Satz, der auf diese Sache zutrifft. Denn auch die Kommunikation mit der Leitung der zweijährigen Maßnahme war alles andere als in Ordnung und zwar fast die ganze Zeit, also fast sieben Monate lang.

Doch die Verzweiflung darüber, diese Maßnahme nicht angetreten zu haben, ebbt nur allmählich ab. Mein Durchhaltevermögen wurde wohl viel stärker auf die Probe gestellt, als ich es in der Zeit, um die es geht, wahrnehmen konnte. Und es hat mich viel Mut gekostet diese Entscheidung zu treffen, den Schritt zu gehen und meinen Entschluss zu begründen und durchzusetzen. Und natürlich stellt sich jetzt die Frage wieder ganz neu: „Und was kommt jetzt?“

Ich habe die Ablehnung der Teilnahme an der Weiterbildung in Übereinstimmung mit meiner Fallmanagerin getroffen. Wir waren überein gekommen, dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt. Aber das war und ist erst einmal nicht mehr als ein Brainstorming. „Butter bei die Fische“ ist jetzt die Devise.

Ich möchte als Korrektorin und freie Schriftstellerin arbeiten. Als Korrektorin oder als Lektorin käme auch freie Mitarbeit in Frage. Allerdings braucht ich dann einen Auftraggeber, für den ich mindestens 15 Stunden in der Woche arbeiten kann, damit ich eine angemessene Arbeitsplatzausstattung finanziert bekommen kann. Bezogen auf die Lektoratsarbeit bin ich eine Quereinsteigern. Aber ist das überhaupt möglich? Und wie muss ich vorgehen, um auch nur ein Stückchen voranzukommen?

Natürlich sind die Stellengesuche in den Jobbörsen nach wie vor online. Doch es hat sich ja schon gezeigt, dass das allein nicht genügt. Da muss eine gutgeführte und vielseitige Werbeoffensive her. Und da ich mich nicht darauf verlassen kann, eine Festeinstellung in den gewünschten Bereichen zu finden, Für mich sind Werbung und Bewerbungen,, Selbstdarstellungen jeder Art, immer schwierig. Und ich habe in den vergangenen Jahren viele Federn gelassen. Womit soll ich anfangen? Suche ich nach Auftraggebern, die mir freie Mitarbeit anbieten oder auch Einzelaufträge? Wie passt die Arbeit als Schriftstellerin dazu? Soll ich wirklich Audiocoaching entwickeln und anbieten? Und so könnte ich noch lange weiter fragen. Es läuft nicht rund. Denn nur die Fragen drehen sich in meinem Kopf. Im Moment stehe ich mir selbst so gut im Wege, wie ich kann. Denn ich möchte auf keinen Fall dauerhaft im Lohnbereich unter 450,00 € bleiben. Andererseits weiß ich ja auch das gilt: „Gut Ding will Weile haben!“ Und was ich ebenfalls unbedingt vermeiden will, ist, dass ich wieder in die Fänge der Webtexterei der übelsten Sorte gerate, bei der Texter teilweise für ein Wort nur unter einen Cent als Lohn erhalten, bei denen es ein Rankingsystem gibt, zu dem es gehört die Texter systematisch im unteren Einkommensbereich zu halten.

Wie gut, dass mich die Eingliederungsvereinbarung, die ich am Montag mit meiner Fallmanagerin getroffen habe, zu einem monatlichen Tätigkeitsbericht verpflichtet, bei dem es nicht um die Anzahl der Bewerbungen geht. Was ich recherchiert habe, zählt auch dazu genauso wie die Arbeit am Audiocoachingkonzept. Von mir wird also zumindest zurzeit erwartet, dass ich überhaupt etwas tue, mich orientiere, nicht mehr aber auch nicht weniger. Und ich hoffe, dass mir das die notwendige Ruhe gibt, zu einer Vorgehensweise zu kommen, dass es beruflich runder läuft und Schritt für Schritt vorangeht.

Ich wünsche Euch alles erdenklich gute und viel Freude und Erfolg bei allem, was Ihr tun müsst oder tun möchtet!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Autor: Texthase Online

Diesen Blog führe ich seit dem 16. November 2012. Als Autorin benutze ich das Pseudonym Paula Grimm. In diesem Blog findet Ihr nicht nur Prosatexte, Haikus und Essays sondern auch Wissenswertes über das Schreiben, Barrierefreiheit, Internetshops und Webseiten, die ich bei meinen Streifzügen durch das Web finde und alles, was mich privat und beruflich interessiert. Christiane (Texthase Online)

2 Kommentare zu „Muss ich jetzt das Rad oder zumindest mich selbst neu erfinden? – Nachrichten von der Arbeitsfront“

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