Blogauslese – Das geht gerade ab mit der Paula

Einen Guten,

seit Anfang des Monats habe ich meine Arbeitszeit und meine Prioritäten geändert. Das hat auch Folgen für die Blogarbeit. Im hier verlinkten Artikel könnt Ihr Lesen, <a href=“https://www.paulagrimmsschreibwerkstatt.de/paulas-schreibtagebuch-das-geht-gerade-ab-mit-der-paula/“>was abgeht</a>.

Ich wünsche Euch eine gute Zeit mit oder ohne Karneval, Fasching, Fastnacht! 🙂

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm)

The final Countdown für meinen Netzroman – Zehn Tage zehn aufgaben – 07. Nimm dir Zeit!

Guten Tag Ihr Lieben,

nimm dir Zeit und nicht das Leben! Das ist ein geflügeltes Wort. Und obwohl dieser Satz wie es eben mit den geflügelten Worten ist, inflationär gebraucht wird und daher Menschen allzu oft allzu leicht und nachlässig über die Lippen kommt, mochte und mag ich ihn, diesen Satz. Und bei der Vorbereitung meines Netzromans ist er mir wieder häufig ins Gedächtnis gekommen. Und ich versuche ihn bei der Arbeit an diesem Projekt in besonderer Weise zu behrzigen. Denn die Arbeit an einem Netzroman ist bezogen auf den Arbeitsaufwand und die Zeit anders als die Arbeit an einem Roman.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass man einen Netzroman, zum Beispiel bezogen auf die Einrichtung des Blogs, der Werbung im Vorab, der Kommunikation mit den Lesern et c. anders bearbeiten muss. Ab Montag werde ich für jede Woche montags erst einmal einen Wochenplan schreiben. Ansonsten wird der Wochenstart jedoch wie jeder andere Tag, an dem ich arbeite, mit zwei Stunden Arbeit am Roman beginnen. Ab 08.00 Uhr geht es los. Wenn die Zeit es zulässt, die anderen Aufgaben Zeit lassen, darf es natürlich auch mehr sein! 😉 Das bedeutet aber nicht, dass jeden Tag ein Artikel im Blog eingestellt wird. Eingestellt werden entweder fertige Kapitel oder längere sinnvolle Abschnitte. Einen Beitrag pro Woche schaffe ich bestimmt. Wahrscheinlich werden es meistens zwei und manchmal auch drei Beiträge werden. Schließlich soll Lesern ja auch genug Zeit für die Lektüre und das Kommentieren gegeben werden.

Diese Disziplin ist wichtig. Denn, wenn ein Schreibprojekt ein Roman werden soll, braucht er Lebenszeit und Lebensraum, damit er nicht nur fertig wird sondern im Wortsinn zum „leben erweckt“ wird. Bislang mangelte es mir nie an Disziplin. Ich musste mich nie zum Schreiben zwingen. Aber da bisher nie so viele Aufgaben nebenher zu erledigen waren, konnte ich es mir leisten, nicht so genau darauf achten zu müssen, auch wirklich genug Zeit freischaufeln zu müssen, um mir wirklich regelmäßig genug Zeit zu nehmem, um mit meinem aktuellen Roman richtig gut zu leben. Nimm dir Zeit, um gut zu leben! 😉

Der achte Artikel dieser Beitragsreihe gibt es morgen und das Thema werden die technischen Hürden und Erfordernisse sein. Hier geht es lang zur Vorstellung des Netzromans:

http://tausendundeinprosaik.de/?p=106.

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

Aus Paulas Federmäppchen geplaudert: Felicitasroman: Wo der Autor nichts sieht, ist hören keine Schande! ;-)

Was arbeitsmäßig mit der Paula abgeht und ein akustischer Eindruck aus dem Felicitasroman
Guten Tag Ihr Lieben,

möglicherweise ist dieser Artikel für viele von Euch gar nicht so interessant. Denn es geht um einen Arbeitsschritt, den Autorinnen und Autoren nur benötigen, wenn sie im Blindflug schreiben. Aber vielleicht mag der Eine oder die Andere die Textprobe doch anhören. Es handelt sich um die ersten beiden Kapitel von Felicitas: Die ersten sieben Leben eines Pumas.

Bezogen auf die Länge entspricht die Datei der Größe eines arbeitsschritts in der Phase, in der es um die Bearbeitung via Akustik geht. Denn obwohl ich ein Brailledisplay nutze, was für mich auch eine große Hilfe ist, gibt es im „Endspurt“ der Arbeit an meinen Prosatexten auch den Arbeitsschritt, in dem ich mir einfach den Fließtext mit der Sprachausgabe anhöre. Informationen zum Thema Brailledisplays findet Ihr zum Beispiel unter dem folgenden Link:
https://christianesmedienfundgrube.com/2014/09/19/brailleschrift-im-computer-und-handyzeitalter/. Es könnte sich bei dem genannten Arbeitsschritt auch um ein Relikt aus der langen Zeit handeln, in der ich nur mit Sprachausgabe arbeiten konnte. In dieser Zeit zwischen 2004 und 2015 war es wichtig, einen Eindruck von dem Fließtext zu bekommen, denn ansonsten konnte ich das, was ich geschrieben hatte, immer nur buchstabiert oder von Satz zu Satz hören, was einen Gesamteindruck unmöglich machte.

Mitte der 90er Jahre bekam ich das erste Lesegerät und war richtig froh darüber, denn ich konnte mir ganze Bücher vorlesen lassen, was ein gigantischer Fortschritt war, obwohl die Sprachausgaben damals bezogen auf den Klang und den Redefluss wesentlich unnatürlicher klangen.

Die Stimme, die Ihr in der MP3-Datei hört, ist übrigens Anna, eine stimme, die ich in Abwechslung mit der Stimme Markus an Meinem Macbook und iPhone nutze. Und für die Lauschprobenphase stelle ich sie tatsächlich auch so langsam ein, wie Ihr sie in der Datei hören könnt. Das ist genau die Geschwindigkeit, bei der ich die mittlere Aufmerksamkeit, bei der ich mich gut konzentrieren kann, ohne dass die Worte an mir vorbei rauschen oder eine zu schnelle Ermüdung entsteht. Und obwohl es gewisse Schwächen der Sprachausgaben bei der Lautwiedergabe gibt, fallen genau bei dieser Geschwindigkeit auch noch einige Schreibfehler auf. Allerdings stelle ich dazu die Rechtschreibprüfung ab, die zwar in vielen Fällen hilfreich ist aber doch ihre Fehlerquellen hat. Und für die Hauptarbeit der Rechtschreibkorrektur sind das Brailledisplay und das Korrektorat die geeigneten Werkzeuge.

Mancher fragt sich jetzt sicherlich, warum ich mir keinen Punktschriftausdruck machen lasse. Das wäre eine gute Lösung, denn ich persönlich habe immer einen besseren Überblick über Texte, wenn ich Seiten in Händen habe und nicht Zeile für Zeile herumschlagen muss. Einen Punktschriftdrucker habe ich aus Kostengründen nicht. Bei der Formatierung von Texten, z. B. für die Druckausgaben würde mir das auch nicht helfen, denn die Punktschriftformatierung ist sehr verschieden von den Schwarzschriftformaten. Eine Druckversion in Punktschrift leiste ich mir erst, wenn das Buch als Ebook und/oder Druckausgabe fertig ist. Denn auch das ist eine Kostenfrage. Die günstigste Variante kostet 0,50 € pro Punktschriftseite. Da macht man nicht mal eben einen Ausdruck zur Probe!

Dass sich dieser Arbeitsschritt für mich so gut bewährt hat und meine gesamte Arbeitsweise erklären, warum ich die langsame Schreiberin bin, die ich bin. Und meine Arbeitsweise ist auch einer der Gründe dafür, warum ich mich bei der Preisgestaltung weiterhin an der Wortzahl orientiere und den zeitlichen Aspekt in meine Überlegungen einbeziehe. Obwohl gilt: „Hoffen und harren hält manchen zum Narren!“ Ist es für langsame Arbeiter wie ich nun mal einer bin, ein guter Hoffnungsfunke, dass meine Texte nicht nur heute im Web und in den Buchhandlungen verfügbar sind. Denn ich kann mit Fug und Recht darauf hoffen, dass der eine oder andere Leser eines meiner Bücher im nächsten Jahr findet.

Hört doch einfach mal zu! Ich wünsche Euch gute Unterhaltung trotz gewisser Abstriche, die man bei so einer Sprachausgabe immer noch machen muss!

Liebe Grüße

paula Grimm

P. S. Hier gibt es das ganze Buch für alle, die am liebsten gedruckte Bücher lesen:
http://www.mayersche.de/index.php?cl=search&searchparam=Grimm, Paula&autor=Grimm, Paula oder beim Buchhändler Eures Vertrauens mit der ISBN: 9789463181822.!

Karriere & Kommunikation: Foren für jeden Autorengeschmack

Hier kommt der neueste Post aus der Buchmacherkladde. Es ist nicht der letzte Post der Serie Karriere & Kommunikation. Aber es sind meine letzten Worte zum Thema Autorenforen! 😉 ich kehre ihnen den Rücken, wünsche Euch aber viel Erfolg und Freude beim Erfahrungsaustausch in den Communities! Guten Tag in die Buchmacherrunde, zunächst einmal möchte ich mich ganz herzlich für die Reaktionen auf den ersten Beitrag dieser Serie in der Buchmacherkladde bedanken! Das Feedback zeigt mir, dass…

Quelle: Karriere & Kommunikation: Foren für jeden Autorengeschmack

Karriere & Kommunikation: Lovelybooks

Guten Tag Ihr Lieben,

für Autoren gehören Karriere und Kommunikation insbesondere Weise zusammen. Das gilt noch mehr seit es die modernen Medien mit ihren Kommunikationsmöglichkeiten gibt. Aus diesem Grund habe ich heute eine neue Serie gestartet, die den Titel Karriere & Kommunikation trägt. Möglicherweise wäre es sinnvoller gewesen, mit einem allgemeineren Thema zu beginnen. Aber aus gegebenem Anlass startet die Artikelreihe mit einem Beitrag über das bekannte Buchforum Lovelybooks. Informationen über diese Internetplattform sind auch für Leserinnen und Leser interessant. Denn eines muss man sagen, die Literaturcommunity ist vielseitig!

Liebe Grüße und viel Vergnügen beim Stöbern und Erfahrungsaustausch über Literatur!

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

Guten Tag in die Buchmacherrunde, mit Lesern und Kollegen auf Augenhöhe online zu kommunizieren, die eigenen Lesefrüchte und Bücher vorzustellen und sich an Diskussionen über Literatur zu beteilige…

Quelle: Karriere & Kommunikation: Lovelybooks

Zehn Jahre Einsamkeit – Artikel zur Blogparade einsam im Homeoffice

Guten Tag Ihr Lieben,

der Titel dieses Artikels ist gleichzeitig eine absichtliche Anspielung auf den Titel eines berühmten Buches von Gabriel Garcia Marquez und die Anknüpfung an den Titel der zweiten Blogparade von Claudia Kaschender, an der ich mit diesem Post teilnehme. Informationen über die Aktion, die bis zum 01. März 2015 läuft und Hinweise auf interessante Posts zum Thema einsam im Honeoffice findet Ihr unter http://abenteuerhomeoffice.at/2015/01/wie-gehts-dir-mit-dem-alleinsein-im-home-office-blogparade/.

Für mich kommt diese Blogparade genau zur rechten Zeit. Denn ich bin seit genau 10 Jahren allein in meinem Homeoffice. Da ist es an der Zeit über grundlegende Aspekte wie das allein arbeiten nachzudenken. Hinzu kommt, dass ich gerade an einem Neustart arbeite.

Als ich im Jahr 2005 anfing als Webtexterin und zeitweilig auch als Lebensberaterin freiberuflich von Zuhause aus zu arbeiten, war ich 39 Jahre alt und hatte seit vier Jahren vergeblich Arbeit als Diplompädagogin mit den Arbeitsschwerpunkten Erwachsenenbildung und frühe Kindheit und Familie gesucht. Zwei Einstellungen haben mich damals in mein Homeoffice geführt: 1. „Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche!“
2. „Besser allein etwas tun als allein gar nichts tun!“
Obwohl es bestimmt viele andere Gründe gibt, freiberuflich im eigenen Homeoffice zu arbeiten, bin ich sicherlich nicht die Einzige, die aus der Arbeits- oder Beschäftigungslosigkeit heraus angefangen hat allein zu arbeiten. Besser allein etwas tun als allein nichts tun und sich selbst Arbeit machen habe ich immer auf dem Schirm und kann es mir ins Gedächtnis rufen, wenn mir die Nummer einsamer Wolf im weltweiten Web auf den Geist geht.

Wenn man wie ich zu den Menschen gehört, die sich von je her gut allein beschäftigen können und nicht die Fähigkeit besitzen sich zu langweilen, gibt es glücklicherweise wenige Situationen, in denen man sich verlassen, allein gelassen oder einsam fühlt, wenn man allein etwas tut. Dazu gehört auch die Fähigkeit sich allein Schritt für Schritt vortasten zu können. Aber man steht mit diesen Eigenschaften ganz allein auf verlorenem Posten, wenn man auf der Stelle treten muss und faktisch im Stich gelassen wird. Bei Onlineschreibportalen, Schreibbüros und Beratungsportalen gibt es Arbeitsanweisungen auf den Homepages aber keinen persönlichen Kontakt. Häufig ist die Zahlungsmoral schlecht. Und man muss seinem Verdienst hinterher mailen. Mailkontakt von Seiten der Auftraggeber oder Portalbetreiber gibt es nur bei Beschwerden oder vermeintlichen Fehlern. Die unterschiedlichen Onlineportale ändern ihre Struktur und Regeln sehr oft. Das war für mich ein Problem, denn es erhöhte den Verwaltungsaufwand im Blindflug ständig, was auf der Stelle treten bedeutete. Die Bewältigung dieses Problems kostete immer viel Zeit. Und Hilfe gab es nicht. Die Portalbetreiber kennen und interessieren sich nicht für diese Problematik. Und ich habe seit 2005 nicht einen blinden oder sehbehinderten Computernutzer kennengelernt, der in den von mir genannten Bereichen arbeitet.

Ich wollte und will Schriftstellerin sein und wusste und denke noch immer daran, dass ich mir zusätzliche Arbeitsfelder suchen muss. In den letzten zehn Jahren konnte ich immer in den Zeiten gut allein in meinem Homeoffice arbeiten, wenn ich zumindest etwas Zeit für Kurzgeschichten und meine Romanprojekte hatte. Schwierig waren immer die Zeiten, in denen Verwaltung und „Automatenarbeit“ keine Zeit für Kreativität ließen. Und damit ist sind keine Zeitspannen von einer Woche gemeint, sondern zwei Monate und mehr. Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit anderen Autoren in einer Schreibgruppe, in Mailinglisten oder am Telefon halfen und helfen dabei gut allein arbeiten zu können, ohne sich allein gelassen fühlen zu müssen. Inzwischen sorge ich dafür, dass es nicht mehr dazu kommt, ohne Schreibprojekte sein zu müssen. Was die Telefonberatung betrifft, bin ich inzwischen davon überzeugt, dass der „Markt“ übersättigt ist, und dass man als „Frischling“ auch mit angemessener Werbung, häufiger Präsenz und Geduld an seinem Heimarbeitsplatz auf verlorenem Posten steht.

Ehrenamt hilft auch gegen Vereinsamung, auch wenn die Aufgaben oft nicht spektakulär sind. Einmal ihM Monat bin ich einen Tag in Düsseldorf und verpacke HörerCDs für das evangelische Landespfarramt für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge im Rheinland. Bei Treffen dieser Gruppe übernehme ich auch andere kleine Aufgaben wie vorlesen. Resonanz ist sehr wichtig. Ich denke, dass ich inzwischen für mich das rechte Maß an Kontakten und Abwechslung bezogen auf unterschiedliche Arbeiten gefunden habe.

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Im Blindflug mit unterschiedlichen Texten umgehen?

Guten Tag Ihr Lieben,

da ich mich nicht darauf verlassen kann, dass ich tatsächlich einen Partner finde, bei dem ich freiberuflich von meinem Heimarbeitsplatz aus arbeiten kann, ist die Ausarbeitung eigener Schreib- und Coachingangebote keineswegs obsolet. Doch bevor ich mich ab Montag an die Ausgestaltung eigener Services rund um Texte mache, ist wohl so etwas wie eine Standortbestimmung erforderlich. Grundsätzliche Gedanken zum Thema im Blindflug mit unterschiedlichen Texten umgehen helfen einerseits dabei Zweifel abzubauen. Und davon gibt es viele. Schließlich habe ich acht Jahre lang als Webtexterin robotet und bin unter anderem an der Bilderflut der zu beschreibenden Produkte gescheitert. Andererseits sollten einige grundlegende Betrachtungen auch Vorbehalte ausräumen, die mir doch immer wieder entgegen gebracht werden. Dass die Leser meiner Prosa und meines Blogs sowie auch andere Kunden sehend sind und sich deshalb über meinen Umgang mit visuellen Aspekten fragen, liegt auf der Hand und sollte auf keinen Fall unbeachtet bleiben. Wir schreiben und lassen schreiben über das, was wir wahrnehmen. Doch bevor in diesem Post einige Überlegungen zum Thema des Artikels folgen, möchte ich auf meinen Blog Beruf und Berufung verweisen, in dem interessierte Verleger und Unternehmen mein Stellengesuch finden: Arbeit als Korrektorin
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Warum Vollblinde von Farben reden und schreiben

Mir ist bewusst, dass es niemals so sein wird, dass sich mir die Welt der Farben so erschließen wird, dass visuelle Aspekte als ganz selbstverständliche Aspekte in meinen Texten aufgefasst werden. Ein Spannungsfeld werden optische Phänomene wie Farben immer bleiben. Damit das unvermeidliche Spannungsfeld aber zu spannenden Fragen und Diskussionen führt, ist ein konstruktiver und kreativer Umgang mit diesem Themenkreis wichtig. Und darum bemühe ich mich seit mehr als drei Jahrzehnten in meinen Prosatexten, pädagogischen Arbeiten, Blogposts et c. Zum Schreiben mache ich immer blau und Gedanken zum Farbspektrum sind hoffentlich „anschauliche“ Beispiele dafür. Und diejenigen, die es etwas kreativer möchten, verweise ich auf den Artikel, Negritas Brief an alle schwarzen Katzen, andere Gl¸cksbringer und Menschen, obwohl es in diesem Prosatext im Grunde genommen um das Thema Aberglauben geht.

Anschauliche Beispiele und Beschreibungen dazu, was technisch bezogen auf das Schreiben möglich ist, findet Ihr in der Kategorie Barrierefreiheit unter http://www.christianequenel.com. Die Technik, die uns auf ganz eigene Weise hilft, Texte zu lesen, zu schreiben und zu bearbeiten ist in diesem Post ausnahmsweise nicht das Thema. Denn da sie beeindruckend dargestellt werden kann, lenkt sie häufig von den übrigen Aspekten wie dem Verständnis von Fremderfahrungen ab. Selbstverständlich beantworte ich Fragen zu den technischen Möglichkeiten und der Beschaffung von Computerarbeitsplätzen gern.Bezogen auf das Thema Textbearbeitung weise ich darauf hin, dass vollblinden Computernutzern mit Sprachausgaben und Brailledisplays die Flexibilität geboten wird, Fehler aufzufinden und zu korrigieren und Texte einigermaßen schnell und einfach nach Bedarf umzustellen. Da mein Equipment derzeit nur aus einem Macbook Air mit Sprachausgabe besteht, nicht mehr dem aktuellsten Stand entspricht, übersehe ich doch mehr Fehler als es sein sollte, bin ich langsamer und muss, wenn ich arbeitsmäßig neu durchstarten möchte, eine Wochenstundenzahl von mehr als 16 Stunden nachweisen, damit sich ein Kostenträger findet, der mir eine aktuelle Ausstattung finanziert. Dabei ist es unerheblich, ob ich freiberuflich oder als Angestellte arbeite.

Auf mich trifft es zwar nicht zu, aber viele vollblinde Autoren oder Texter wissen aus eigener Anschauung zumindest mehr als ich und wovon sie genau reden und schreiben.Denn über 66% der vollblinden Personen sind durch fortschreitende Erkrankungen oder Unfälle erst im Verlauf des Lebens erblindet. Einen Eindruck davon könnt Ihr auf Blautor erhalten. Denn das ist die Homepage der Arbeitsgemeinschaft blinder und sehbehinderter Autoren, die auch Textproben der Mitglieder enthält.

Es sollte mir ein Trost sein, und ich sollte es als Bonus auffassen, dass ich von 2005 bis 2013 Texte für Webseiten zu verschiedenen Themen verfasst habe. Auch mit höherem Zeitaufwand bei der Recherche auf den Homepages der Kunden, die häufig bezogen auf Barrierefreiheit und Übersicht Wünsche offen ließen, sind mir informative Webtexte, Pressemitteilungen, Artikel für Webkataloge und Texte für Flyer gelungen. Themen waren Wellness, Hotels, verschiedene Vergleichsportale, Bücher, Shops et c. Schwierigkeiten boten sich vor allem bei Texten für Gesundheitslexika. Denn die Recherche bezog auch immer die Übersicht über Tabellen mit sich.

Texte lesend begreifen

Ich höre und fühle unterschiedliche Texte. Und ich lese und höre Erzählungen, Sachtexte, Romane, Gedichte et c. mit großer Leidenschaft und zwar seit ich lesen kann. Das sind mehr als 40 Jahre Zugang zu Texten. Und wenn Texte so geschrieben oder vorgetragen werden, dass ich wie beim Schreiben „blau machen“ kann, dann bin ich auch auf die Farben, auf die es ankommt, eingestimmt und fühle, ob sie angemessen oder unpassend sind. ich könnte nicht bei Wetten, dass.. auftreten und Farben von Stoffen fühlen. Aber der passende Farbton geht mir schon durch die Fingerspitzen oder vom Ohr ins Gehirn und auch zu Herzen. Und wenn ich, wie ich es vorhabe, den Service Literaturklang anbiete, der dazu dienen soll, das Autoren den Klang ihrer Texte ausprobieren und üben können, dann gibt es ja auch noch die Möglichkeit ein „kunterbuntes“ Gespräch auch über die visuellen Aspekte zu führen.

ich bin schon so manchem visuellen Fehler auf die Schliche gekommen, z. B. bei einer Beschreibung eines Bildes von Stefan Lochner, in der es hieß, rubinrote Opale. Manche Sachen sind dann eben doch nur aus Interesse angeeignete Wissensbröckchen! 😉

Ich wünsche Euch allen viel Erfolg und Vergnügen mit Euren Textarbeiten und eine gute Weiterentwicklung Eurer Wahrnehmungswelt! Und ich würde mich freuen, wenn Ihr meine Posts weiter lest, fragt und Euch die Weiterentwicklung und den Neustart meiner Schreibarbeit anschaut und mir Rückmeldung gebt!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Linkempfehlungen

Arbeit als Korrektorin

Seedingup

Zum Schreiben mache ich immer blau

Gedanken zum Farbspektrum

Negritas Brief an alle schwarzen Katzen, andere Gl¸cksbringer und Menschen

Arbeitsgemeinschaft blinder Autoren
Blautor

Muss ich jetzt das Rad oder zumindest mich selbst neu erfinden? – Nachrichten von der Arbeitsfront

Guten Tag Ihr Lieben,

seit längerer Zeit habe ich nichts zum Thema Nachrichten von der Arbeitsfront gepostet. Der Grund dafür liegt in der Tatsache begründet, dass es viel Lärm um nichts gab. Viel ist passiert vor allem bei Telefongesprächen. Aber zu greifbaren Ergebnissen hat das nicht geführt. Da bezogen auf alle Aspekte, die mich selbst betrafen, nichts geklärt war, habe ich, was die Weiterbildungsmaßnahme zur PRJuniorberaterin betraf, am 02. September selbst die Reißleine gezogen und offiziell abgesagt. Es war noch nicht einmal geklärt, ob ich ab 01. Oktober Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen würde. Von den Kosten für Orientierungs- und Mobilitätstraining, Fahrtkosten zu den Seminaren in Frankfurt ganz zu schweigen. usw.In gewisser Weise bin ich inzwischen froh, dass ich das Motto: „Selbst ist die Frau“, angewendet zu haben. „Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!“ Das ist auch so ein Satz, der auf diese Sache zutrifft. Denn auch die Kommunikation mit der Leitung der zweijährigen Maßnahme war alles andere als in Ordnung und zwar fast die ganze Zeit, also fast sieben Monate lang.

Doch die Verzweiflung darüber, diese Maßnahme nicht angetreten zu haben, ebbt nur allmählich ab. Mein Durchhaltevermögen wurde wohl viel stärker auf die Probe gestellt, als ich es in der Zeit, um die es geht, wahrnehmen konnte. Und es hat mich viel Mut gekostet diese Entscheidung zu treffen, den Schritt zu gehen und meinen Entschluss zu begründen und durchzusetzen. Und natürlich stellt sich jetzt die Frage wieder ganz neu: „Und was kommt jetzt?“

Ich habe die Ablehnung der Teilnahme an der Weiterbildung in Übereinstimmung mit meiner Fallmanagerin getroffen. Wir waren überein gekommen, dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt. Aber das war und ist erst einmal nicht mehr als ein Brainstorming. „Butter bei die Fische“ ist jetzt die Devise.

Ich möchte als Korrektorin und freie Schriftstellerin arbeiten. Als Korrektorin oder als Lektorin käme auch freie Mitarbeit in Frage. Allerdings braucht ich dann einen Auftraggeber, für den ich mindestens 15 Stunden in der Woche arbeiten kann, damit ich eine angemessene Arbeitsplatzausstattung finanziert bekommen kann. Bezogen auf die Lektoratsarbeit bin ich eine Quereinsteigern. Aber ist das überhaupt möglich? Und wie muss ich vorgehen, um auch nur ein Stückchen voranzukommen?

Natürlich sind die Stellengesuche in den Jobbörsen nach wie vor online. Doch es hat sich ja schon gezeigt, dass das allein nicht genügt. Da muss eine gutgeführte und vielseitige Werbeoffensive her. Und da ich mich nicht darauf verlassen kann, eine Festeinstellung in den gewünschten Bereichen zu finden, Für mich sind Werbung und Bewerbungen,, Selbstdarstellungen jeder Art, immer schwierig. Und ich habe in den vergangenen Jahren viele Federn gelassen. Womit soll ich anfangen? Suche ich nach Auftraggebern, die mir freie Mitarbeit anbieten oder auch Einzelaufträge? Wie passt die Arbeit als Schriftstellerin dazu? Soll ich wirklich Audiocoaching entwickeln und anbieten? Und so könnte ich noch lange weiter fragen. Es läuft nicht rund. Denn nur die Fragen drehen sich in meinem Kopf. Im Moment stehe ich mir selbst so gut im Wege, wie ich kann. Denn ich möchte auf keinen Fall dauerhaft im Lohnbereich unter 450,00 € bleiben. Andererseits weiß ich ja auch das gilt: „Gut Ding will Weile haben!“ Und was ich ebenfalls unbedingt vermeiden will, ist, dass ich wieder in die Fänge der Webtexterei der übelsten Sorte gerate, bei der Texter teilweise für ein Wort nur unter einen Cent als Lohn erhalten, bei denen es ein Rankingsystem gibt, zu dem es gehört die Texter systematisch im unteren Einkommensbereich zu halten.

Wie gut, dass mich die Eingliederungsvereinbarung, die ich am Montag mit meiner Fallmanagerin getroffen habe, zu einem monatlichen Tätigkeitsbericht verpflichtet, bei dem es nicht um die Anzahl der Bewerbungen geht. Was ich recherchiert habe, zählt auch dazu genauso wie die Arbeit am Audiocoachingkonzept. Von mir wird also zumindest zurzeit erwartet, dass ich überhaupt etwas tue, mich orientiere, nicht mehr aber auch nicht weniger. Und ich hoffe, dass mir das die notwendige Ruhe gibt, zu einer Vorgehensweise zu kommen, dass es beruflich runder läuft und Schritt für Schritt vorangeht.

Ich wünsche Euch alles erdenklich gute und viel Freude und Erfolg bei allem, was Ihr tun müsst oder tun möchtet!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Coachen und optimieren wir uns zu Tode?

Guten Tag Ihr Lieben,

der Anklang an Neil Postmans wir amüsieren uns zu Tode, der im Titel mitschwingt, ist pure Absicht. Gestorben bin ich zwar wegen der Weiterbildungsmaßnahme, die ich machen soll noch nicht. Aber starke Zweifel nagen doch schon sehr an mir. Dieser Post enthält Gedanken, die mich umtreiben. Ich will mich aber nicht beklagen. Die Dinge, die schlecht gelaufen und persönlich sind, werden nicht aufgegriffen. Und man könnte zu alledem sicherlich noch viel mehr sagen. Inzwischen kommt es mir so vor, als ob die Aufforderung an der Spaßgesellschaft teilzuhaben und fit for fun zu sein, nur oberflächlich betrachtet, nicht zu ständiger Selbstoptimierung und permanentem Coaching für möglichst alle Lebensbereiche, passt. Für alle Wechselfälle des Lebens Ratgeber mit Tipps zu haben und die unterschiedlichen Trainingsprogramme erleichtern das Leben und versprechen dadurch, dass Menschen vermittels Coaching und Selbstoptimierung Kapazitäten freisetzen, die sie fit for fun werden und ihre Freizeit unbeschwerter genießen lassen. Entlastung und Vergnügen bereitet in allen Fällen dabei auch die Gesellschaft von Menschen, von denen man annehmen kann, dass sie besser Bescheid wissen als man selbst und die Gesellschaft von Mitmenschen, die genauso beratungs- und trainingsbedürftig sind, wie man selbst. Nicht wenigen Zeitgenossen macht es gerade in Gruppentrainings Spaß, mit anderen Teilnehmern in Konkurrenz zu treten. Und da ist auch noch die gute, alte Lust zu lernen. Sie ist mir als wissensdurstigem und vielseitig interessiertem Menschen und als Erwachsenenbildnerin, die ich tief in mir drin auch noch bin, besonders lieb und wichtig. Und die Lernbegeisterung, die Menschen lebenslang haben können, war einer der Impulse, die mich veranlasst haben, diesen Artikel über Sinn, Unsitten und manchmal auch der Sinnlosigkeit der permanenten Selbstoptimierung und des beständigen Coachings zu verfassen.

Es sind nicht nur die „ausgewachsenen“ Lernprogramme, Weiterbildungen und Trainingsprogramme, die sich stärker vermehren wie Ratten oder Kaninchen. Ich nehme den Rat, Schuster bleib bei Deinen Leisten, ernst und nehme deshalb das Thema schreiben als Beispiel für die Probleme mit der Ratgeber- und Flut von Tipps Es gibt Tage, an denen ich mich kaum durch die Flut der Mails und Artikel mit Schreib- und Blogtipps durcharbeiten kann. Fast alles, was da beschrieben wird, ist eine permanente Wiederholschleife. Immerhin variiert die Schwerpunktsetzung. Der eine empfiehlt mehr Struktur bei der Arbeit, der andere setzt stärker auf die schöpferische Kraft der schweifenden Phantasie usw. Trends, auf die alle eine gewisse Zeit stehen, gibt es, wie könnte es anders sein, natürlich auch. Da alles so schön „bunt“ gestaltet ist, wird die Hoffnung geschürt, dass es doch endlich jemanden gibt, der etwas ganz Neues entwickelt hat. Ich gebe zu, dass ich in der Vergangenheit sehr viele Empfehlungen für Artikel mit Schreibtipps weitergegeben habe. Und ich verspreche, dass ich das zumindest einschränken werde. Für mich habe ich beschlossen, dass ich mir die Ratgeberliteratur zu den Themen bloggen und schreiben nur zu bestimmten Zeiten, z. B. am Samstagmorgen, zu Gemüte führen werde, um auf jeden Fall die Zeit zu haben, selbst zu schreiben, meine Schreiberfahrung aktiv anzuwenden.

Über die Flut aus Tipps und die Coaching- und Maßnahmenflutwelle denke ich schon länger nach. So fiel mir schon vor längerer Zeit auf, dass mich die angeblich kostenlosen Tipps und Ratgeber sehr viel Zeit kosten. Und Nervenkraft kosten sie auch. Denn, da so viele so guten und wunderbar formulierten Rat haben, komme ich mir oft wie ein dummes und unerfahrenes Landei vor. Ich gehe davon aus, dass viele Autoren, die einfach nur versuchen sich weiterzuentwickeln oft ein Gefühl der Unzulänglichkeit haben, das zumindest in einigen Punkten ungerechtfertigt ist. Weniger ist also wieder einmal mehr. Und ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass viele Blogger und Autoren „überberaten“ sind und sich deshalb nicht weiterentwickeln.

Tipps und Ratgeber sind eine Sache. Lernprogramme und Weiterbildungen sind ein ganz anderes Ding. Aber auch darüber denke ich schon eine ganze Weile nach. Der Grund dafür ist, dass ich ab 01. Oktober eine zweijährige Weiterbildungsmaßnahme machen soll, mit der ich zur PR-Juniorberaterin ausgebildet werden kann. Ich habe einen Volontariatsplatz, an dem ich Vollzeit, also 39 Wochenstunden arbeiten werde. Und ich werde zu 12 Blockseminaren nach Frankfurt am Main fahren. Am Ende gibt es eine Prüfung, die von der Akademie für Kommunikation und Medienwirtschaft abgenommen wird. Träger der Maßnahme ist die Stiftung für Blinde und Sehbehinderte in Frankfurt. An der Weiterbildung nehmen ausschließlich Blinde und Sehbehinderte teil, die bereits eine andere Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium absolviert haben. Das klingt ausgezeichnet, nicht wahr? Und als ich mich Anfang des Jahres aus eigenem Antrieb bei der Stiftung beworben habe, verströmte das Weiterbildungsangebot für mich den Charme, dass ich die in meiner Arbeit als Webtexterin erworbenen Erfahrungen sinnvoll erweitern und vernetzen könnte.

Doch nicht erst seit gestern, als ich mit meiner Fallmanagerin gesprochen habe, plagen mich Zweifel, ob es richtig ist, mit 48 Jahren noch eine aufwendige Ausbildung zu machen. Wenn ich die Maßnahme fertig mache, bin ich 50 Jahre alt. An meinem Volontariatsplatz werde ich nicht weiterbeschäftigt werden können, denn das Geld fehlt. Volontäre werden während der Weiterbildung nicht von ihren Arbeitgebern bezahlt. Sie erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt von einem der Rentenversicherungsträger oder wie in meinem Fall von ihrem Jobcenter. Für die Seminare und die Arbeitsplatzausstattung kommt die Stiftung auf, die den Teilnehmern an der Maßnahme Laptops und die geeignete Soft- und Hardware für Blinde oder Sehbehinderte leihweise für die beiden Jahre zur Verfügung stellt. Ich weiß von Personen in meinem Alter, bei denen die Kostenübernahme für diese Weiterbildung abgelehnt wurde und zwar auch mit dem Hinweis, dass es bereits sehr viele PR-Juniorberater gibt, die jünger sind. Die Ablehnung wird in meinem Fall immer unwahrscheinlicher, da ich einen Volontariatsplatz habe und seit gestern weiß, dass der verantwortliche Mitarbeiter in der rehaabteilung die Durchführung der Maßnahme befürwortet. Das Gutachten liegt allerdings noch nicht schriftlich vor. Und da bestimmte Aspekte in meinem Antrag auf Arbeitslosengeld II nach meinem Umzug noch nicht vollständig geklärt sind, steht die endgültige Entscheidung noch aus.

Öffentlichkeitsarbeit ist ein interessanter, wichtiger und vielseitiger Aufgabenbereich. Und ich weiß von Leuten, die die Weiterbildung, die übrigens früher Medienassistent hieß absolviert haben, keinen Arbeitsplatz finden konnten und die erworbenen Kenntnisse in gemeinnützige Projekte einbringen. Für meine Arbeit als Autorin fallen durch die Weiterbildung sicherlich nützliche Kenntnisse und Erfahrungen an. Und da ich weiß, dass die Arbeit als Autorin nicht der einzige Broterwerb sein kann, möchte ich als Korrektorin und/oder Lektorin arbeiten.

Die Fallmanagerin wird der Empfehlung des Rehaberaters folgen. Das ist nicht die Frage. Und doch hat sie, wie ich finde mit Recht, einige Fragen gestellt.
1. Ist diese Maßnahme die einzige Möglichkeit, Ihre bislang erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu nutzen und auszubauen?
Ähnliche Weiterbildungen, die man mit einem Bildungsgutschein von den Jobcentern machen kann, gibt es viele, z. B. PR-Referent bei ILS. Dieser Lehrgang im Selbststudium unterscheidet sich nur unwesentlich bezogen auf die Lehrinhalte. Und ich bin von meinem Studium her gewöhnt und geübt darin, mir Lehrmaterial zu beschaffen oder für meine Erfordernisse zugänglich zu machen, z. B. durch das Einscannen von Texten. Aber das Vertrauen in meine Flexibilität et c. ist doch sehr erschüttert. Und auch deshalb habe ich mich zu Jahresbeginn auf diese Weiterbildung gestürzt. Aber Rehaberater kennen sich mit der Vielfalt und den Möglichkeiten des Fernstudiums offenbar häufig nicht gut oder gar nicht aus.

2. Wurde überhaupt einmal sorgfältig darauf geschaut, welche Fähigkeiten Sie haben?
Auch im vergangenen halben Jahr habe ich wieder einmal mehr gelernt, was ich nicht kann, welche Defizite ich habe. Das geschieht häufig in Phasen, in denen eine Umorientierung erforderlich ist, und in denen eine Auseinandersetzung mit Sondermaßnahmen ansteht. An dieser Stelle muss man wohl verkürzt anmerken, dass die Überbetonung der Defizite und Kompensationsmöglichkeiten viele unterschiedliche Gründe hat und kein Alleinstellungsmerkmal von Bildungsmaßnahmen ist.
3. Gibt es vielleicht nicht doch Chancen für einen beruflichen Einstieg auch ohne, dass Sie eine weitere Ausbildung machen?

Das ist ein Punkt, der ganz häufig Schwierigkeiten bereitet. Wer sich eine Zeit lang durchgewurschtelt hat, lange arbeitssuchend ist, älter oder behindert ist usw. verliert seine Kompetenzen oder denkt, er habe keine Kompetenzen mehr. Ich gebe zu, dass ich für mein Teil schon von einem größeren Verlust an Fähigkeiten bei mir ausgehe. Inzwischen bin ich ja schon fast ein Jahr auf Arbeitssuche. Und daher habe ich mich bei dem Gespräch mit der Fallmanagerin gestern sehr gewundert, dass ihr einige Sachen positiv aufgefallen waren, die sie auch angesprochen hat. Ich denke, dass ich durch die Erfahrung des letzten Halbjahrs eines wieder deutlich besser gelernt habe, Lob von Schmeichelei unterscheiden zu können. Das ist zwar keine professionelle Kompetenz. Aber auch im Beruf oder in der Weiterbildung kann man diese Fähigkeit sehr gut brauchen.

Was das Lernen betrifft, gilt, man lernt nie aus. Aber die Flut der Weiterbildungen, Ratgeber und Tipps ist so ein Druck geworden, dass man doch sehr schnell das Gefühl hat, nie zu genügen. Dabei ist das erste Problem die richtige Information oder Weiterbildung zu finden. Auch im Web haben viele Lehrgänge ein Zertifikat. Doch die Zertifikate, auch die, die bundesweit gelten, können kein Qualitätssiegel sein. Das hat seinen Ursprung unter Anderem auch in der immer stärker anwachsenden Fülle der Angebote. Man muss es leider erwähnen, die Zertifikate sind im Prinzip Unbedenklichkeitsbescheinigungen. Das bedeutet natürlich keineswegs, dass es nicht auch sehr hochwertige Angebote gibt. In diesem Punkt sollte man deutlich machen, dass es den Mitarbeitern der Jobcenter, wenn man es genau nimmt, unmöglich ist, alle Maßnahmen zu kennen. Und die Quellenlage ist auch nicht immer gleich gut. So stellte sich heraus, dass die Maßnahme, an der ich teilnehmen soll, nicht wie vermerkt seit November 2012 ohne Zertifizierung ist. Das ist auch ein wichtiger Punkt. Maßnahmen, die zertifiziert sind, haben das Zertifikat nur zeitlich befristet.

Lehrgänge kann es nicht zum Nulltarif geben. Für Kunden des Jobcenters gehören der Kampf um die Auswahl der passenden Maßnahme und um Bildungsgutscheine zu den aufreibenden Dingen, wenn sie bezogen auf Weiterbildung etwas für sich tun wollen und die Freude zu lernen erhalten oder wieder erleben möchten.

Ich lerne gern. Aber mir geht die Frage einfach nicht aus dem Sinn, ob es nicht doch eine Möglichkeit für mich gibt, im Berufsleben durchzustarten und wie man sagt: „on the Job“ immer weiter zu lernen und meine zum Teil verschütteten Kenntnisse und Fähigkeiten wirr zu entdecken. Und ich gebe zu, dass es für mich inzwischen einen merkwürdigen Beigeschmack bekommen hat, dass so Menschen, die einen „Lernstatus“ haben, auch über einen längeren Zeitraum Vollzeit berufstätig sind aber nur das Einkommen eines geringfügig Beschäftigten erhalten. Wenn man bei der Arbeit lernt, bekommt man natürlich kein Zeugnis oder Zertifikat. Aber das ist auch ein teil des Problems. Aber gelernt ist gelernt, ob man es schwarz auf weiß sehen kann oder nicht. Vollzeitarbeit schützt vor dem Lernen nicht.

Wenn ich ehrlich bin, will ich es jetzt wirklich wissen, ob da vielleicht doch noch etwas anderes geht. Unterschrieben habe ich ja noch nichts. Ich gebe mir bis zum 01. September Zeit, um zu suchen und zu spintisieren. Was dabei herauskommt, davon werdet Ihr in den nächsten Tagen mehr lesen. Und da ist noch etwas, was ich machen werde, und zwar die Geschichte für die Anthologie über die Psychopaten. Die darf hier im Blog leider nicht eingestellt werden, da nur Geschichten eingereicht werden dürfen, die bislang unveröffentlicht sind.

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Für freie Lektor(inn)en und Graphiker((innen)

Guten Tag Ihr Lieben,

bedauerlicherweise bin ich selbst ja noch nicht so weit, dass ich als Lektorin arbeite. Aber für diejenigen, die diese Tätigkeit freiberuflich ausüben und für diejenigen, die als Graphiker oder Graphikerinnen arbeiten, gibt es unter dem folgenden Link vielleicht eine neue Aufgabe:

http://schreibretreat.wordpress.com/2014/08/13/mal-in-eigener-sache-lektorin-und-grafikerin-gesucht/.

Ich wünsche Euch viel Erfolg und Freude bei der Arbeit und viele interessante Aufgaben!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)