Ich bin seit einem Jahr bei der Webarbeit und nicht mehr auf der Flucht!

Guten tag Ihr Lieben,

da ich vor ziemlich genau einem Jahr beschlossen habe, dass ich bezogen auf die Webarbeit nur noch bei der Arbeit und nicht auf der Flucht sein möchte, kam mir das Thema über die Erreichbarkeit im Web und den damit oft verbundenen Komunikationsstress sehr gelegen, um meine Erfahrungen einmal in einem Blogartikel zusammenzufassen. Andere Erfahrungen findet Ihr dann auf

http://www.webmasterfriday.de/blog/wie-erreichbar-bist-du-kommunikationsstress-im-web-3-

Wenn Blogger Ihr Blog und Ihre Themen immer weiterentwickeln möchten, lernen, lesen und gelesen werden wollen, ist die Kommunikation im Web ein sehr wichtiges Thema und eine der Geheimnisse des Erfolges. Auf Kommentare reagieren, in themenverwandten Blogs kommentieren sind sozusagen die bloginternen Kommunikationsmittel. Und das Webvögelchen sollte zwitschern, was es Neues gibt. Und Blogs brauchen auch Gesichtspflege.

Bei mir liefen bis vor einem Jahr bei allem, was ich am Computer tat, Twitter und das Mailprogramm immer mit. Da ich ja vollblind bin, klingelte das Mailprogramm im wilden Wechsel mit dem Gezwitscher des Webvögelchens. Nicht nur, dass ich immer wieder unterbrochen wurde. Der Auffordderungscharakter, den die beiden akustischen Störenfriede hatten, war enorm.

Natürlich weiß man, dass man nicht alles gleichzeitig machen kann, und dass man für die Illusion, dass man doch alles gleichzeitig machen kann, dass man weniger schafft als je zuvor. Doch die Erkenntnis, dass weniger mehr ist, die bekommt man nur durch die Erfahrung und zwar nicht sofort, obwohl ja heute angeblich alles schneller geht.

Wenn man den Stress in gesundem Maß halten möchte, helfen nur einige Regeln, die aber erst nach einiger Zeit zum Erfolg führen. Ich sehe mein Tun im Netz als Arbeit an. Da gibt es die Lohnarbeit und die ehrenamtliche Arbeit an Projekten, die mir wichtig sind. So wollte ich es schon immer haben. Das hatte ich aber in meinem Verhalten nicht umgesetzt. Ich maile zwar auch privat aber nur für Terminabsprachen und solche Dinge. Das war die erste Regel, die ich eingeführt habe.

Früher war es üblich, dass die Post erledigt wird, wenn man an seinen Arbeitsplatz kam, um mit der Arbeit zu beginnen, oder um am Nachmittag die Arbeit wieder aufzunehmen. Ich rufe Mails, Kommentare, Direktnachrichten etc ab, wenn ich morgens oder nachmittags an meinen Computerarbeitsplatz komme. Und ich habe eine Zeitbegrenzung von 45 Minuten pro „Postsitzung“ eingeführt. Dinge im Web, die mich privat interessieren, werden nach getaner Arbeit am frühen Abend, meist bis 20.00 Uhr erledigt, Spätestens um halb zehn am Abend ist Schicht im Schacht, was das Zwitschern, das Mailen usw angeht. Am Wochenende bin ich samstags zu unterschiedlichen Zeiten und sonntags auch mal am späten Vormittag im Netz. alles, was in den Zeiten auf dem Computer aufläuft, muss warten, bis ich wieder bei der Arbeit bin. Es sollte sich von selbst verstehen, dass man auch mit Bloggern, Followern und Mailinglistennutzern Geduld hat. Auch sie sind bei der Arbeit und nicht auf der Flucht. Ich schaffe wieder mehr Schreibarbeit als in der Zeit der eingebildeten ständigen Verfügbarkeit, und ich freue mich auch wieder mehr auf das, was mir andere im Web schreiben.

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Autor: Texthase Online

Diesen Blog führe ich seit dem 16. November 2012. Als Autorin benutze ich das Pseudonym Paula Grimm. In diesem Blog findet Ihr nicht nur Prosatexte, Haikus und Essays sondern auch Wissenswertes über das Schreiben, Barrierefreiheit, Internetshops und Webseiten, die ich bei meinen Streifzügen durch das Web finde und alles, was mich privat und beruflich interessiert. Christiane (Texthase Online)

5 Kommentare zu „Ich bin seit einem Jahr bei der Webarbeit und nicht mehr auf der Flucht!“

  1. Heute ist so ein Tag, an dem ich (danke Webmasterfriday) die Leute bewundere, die einen festen Plan haben, wann sie kommunizieren – also Emails usw. schreiben.
    So organisiert bin ich noch lange nicht …
    Sabienes

    Gefällt mir

  2. Guten Tag Sabines,

    es ist leider so, wie ich es im Post geschrieben habe, es dauert seine Zeit, bis man merkt wie nützlich manche Regeln sind, die man sich selbst gibt. Da ist nicht nur der innere Schweinehund, der ins alte Fahrgleis zurück will. Viele meiner Webbekanntschaften haben sich auch beschwert, weil meine Reaktion auf sich warten ließ. Das ging etwa zwei Monate so. Viele sind einfach verwöhnt und anspruchsvoll. Manche haben schlechte Erfahrungen und glauben nicht, dass noch was kommt, wenn es nicht sofort kommt. Doch Geduld mit sich selbst und anderen lohnt sich!

    Liebe Grüße

    Christiane (Texthase Online)

    Gefällt mir

  3. Hallo Sabines,

    das muss ich verbessern, den 45 Minuten protag, dazui wäre ich in meinem Blindflug zu langsam. Gemeint sind 45 Minuten pro Postsitzung am Vor- und/oder Nachmittag.
    Alles erdenklich gute!

    Liebe Grüße

    Christiane (Texthase Online)

    P. S.: das wird direkt geändert, denn die Arbeit wird sofort getan, nur Wunder dauern länger.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s