Coachen und optimieren wir uns zu Tode?

Guten Tag Ihr Lieben,

der Anklang an Neil Postmans wir amüsieren uns zu Tode, der im Titel mitschwingt, ist pure Absicht. Gestorben bin ich zwar wegen der Weiterbildungsmaßnahme, die ich machen soll noch nicht. Aber starke Zweifel nagen doch schon sehr an mir. Dieser Post enthält Gedanken, die mich umtreiben. Ich will mich aber nicht beklagen. Die Dinge, die schlecht gelaufen und persönlich sind, werden nicht aufgegriffen. Und man könnte zu alledem sicherlich noch viel mehr sagen. Inzwischen kommt es mir so vor, als ob die Aufforderung an der Spaßgesellschaft teilzuhaben und fit for fun zu sein, nur oberflächlich betrachtet, nicht zu ständiger Selbstoptimierung und permanentem Coaching für möglichst alle Lebensbereiche, passt. Für alle Wechselfälle des Lebens Ratgeber mit Tipps zu haben und die unterschiedlichen Trainingsprogramme erleichtern das Leben und versprechen dadurch, dass Menschen vermittels Coaching und Selbstoptimierung Kapazitäten freisetzen, die sie fit for fun werden und ihre Freizeit unbeschwerter genießen lassen. Entlastung und Vergnügen bereitet in allen Fällen dabei auch die Gesellschaft von Menschen, von denen man annehmen kann, dass sie besser Bescheid wissen als man selbst und die Gesellschaft von Mitmenschen, die genauso beratungs- und trainingsbedürftig sind, wie man selbst. Nicht wenigen Zeitgenossen macht es gerade in Gruppentrainings Spaß, mit anderen Teilnehmern in Konkurrenz zu treten. Und da ist auch noch die gute, alte Lust zu lernen. Sie ist mir als wissensdurstigem und vielseitig interessiertem Menschen und als Erwachsenenbildnerin, die ich tief in mir drin auch noch bin, besonders lieb und wichtig. Und die Lernbegeisterung, die Menschen lebenslang haben können, war einer der Impulse, die mich veranlasst haben, diesen Artikel über Sinn, Unsitten und manchmal auch der Sinnlosigkeit der permanenten Selbstoptimierung und des beständigen Coachings zu verfassen.

Es sind nicht nur die „ausgewachsenen“ Lernprogramme, Weiterbildungen und Trainingsprogramme, die sich stärker vermehren wie Ratten oder Kaninchen. Ich nehme den Rat, Schuster bleib bei Deinen Leisten, ernst und nehme deshalb das Thema schreiben als Beispiel für die Probleme mit der Ratgeber- und Flut von Tipps Es gibt Tage, an denen ich mich kaum durch die Flut der Mails und Artikel mit Schreib- und Blogtipps durcharbeiten kann. Fast alles, was da beschrieben wird, ist eine permanente Wiederholschleife. Immerhin variiert die Schwerpunktsetzung. Der eine empfiehlt mehr Struktur bei der Arbeit, der andere setzt stärker auf die schöpferische Kraft der schweifenden Phantasie usw. Trends, auf die alle eine gewisse Zeit stehen, gibt es, wie könnte es anders sein, natürlich auch. Da alles so schön „bunt“ gestaltet ist, wird die Hoffnung geschürt, dass es doch endlich jemanden gibt, der etwas ganz Neues entwickelt hat. Ich gebe zu, dass ich in der Vergangenheit sehr viele Empfehlungen für Artikel mit Schreibtipps weitergegeben habe. Und ich verspreche, dass ich das zumindest einschränken werde. Für mich habe ich beschlossen, dass ich mir die Ratgeberliteratur zu den Themen bloggen und schreiben nur zu bestimmten Zeiten, z. B. am Samstagmorgen, zu Gemüte führen werde, um auf jeden Fall die Zeit zu haben, selbst zu schreiben, meine Schreiberfahrung aktiv anzuwenden.

Über die Flut aus Tipps und die Coaching- und Maßnahmenflutwelle denke ich schon länger nach. So fiel mir schon vor längerer Zeit auf, dass mich die angeblich kostenlosen Tipps und Ratgeber sehr viel Zeit kosten. Und Nervenkraft kosten sie auch. Denn, da so viele so guten und wunderbar formulierten Rat haben, komme ich mir oft wie ein dummes und unerfahrenes Landei vor. Ich gehe davon aus, dass viele Autoren, die einfach nur versuchen sich weiterzuentwickeln oft ein Gefühl der Unzulänglichkeit haben, das zumindest in einigen Punkten ungerechtfertigt ist. Weniger ist also wieder einmal mehr. Und ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass viele Blogger und Autoren „überberaten“ sind und sich deshalb nicht weiterentwickeln.

Tipps und Ratgeber sind eine Sache. Lernprogramme und Weiterbildungen sind ein ganz anderes Ding. Aber auch darüber denke ich schon eine ganze Weile nach. Der Grund dafür ist, dass ich ab 01. Oktober eine zweijährige Weiterbildungsmaßnahme machen soll, mit der ich zur PR-Juniorberaterin ausgebildet werden kann. Ich habe einen Volontariatsplatz, an dem ich Vollzeit, also 39 Wochenstunden arbeiten werde. Und ich werde zu 12 Blockseminaren nach Frankfurt am Main fahren. Am Ende gibt es eine Prüfung, die von der Akademie für Kommunikation und Medienwirtschaft abgenommen wird. Träger der Maßnahme ist die Stiftung für Blinde und Sehbehinderte in Frankfurt. An der Weiterbildung nehmen ausschließlich Blinde und Sehbehinderte teil, die bereits eine andere Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium absolviert haben. Das klingt ausgezeichnet, nicht wahr? Und als ich mich Anfang des Jahres aus eigenem Antrieb bei der Stiftung beworben habe, verströmte das Weiterbildungsangebot für mich den Charme, dass ich die in meiner Arbeit als Webtexterin erworbenen Erfahrungen sinnvoll erweitern und vernetzen könnte.

Doch nicht erst seit gestern, als ich mit meiner Fallmanagerin gesprochen habe, plagen mich Zweifel, ob es richtig ist, mit 48 Jahren noch eine aufwendige Ausbildung zu machen. Wenn ich die Maßnahme fertig mache, bin ich 50 Jahre alt. An meinem Volontariatsplatz werde ich nicht weiterbeschäftigt werden können, denn das Geld fehlt. Volontäre werden während der Weiterbildung nicht von ihren Arbeitgebern bezahlt. Sie erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt von einem der Rentenversicherungsträger oder wie in meinem Fall von ihrem Jobcenter. Für die Seminare und die Arbeitsplatzausstattung kommt die Stiftung auf, die den Teilnehmern an der Maßnahme Laptops und die geeignete Soft- und Hardware für Blinde oder Sehbehinderte leihweise für die beiden Jahre zur Verfügung stellt. Ich weiß von Personen in meinem Alter, bei denen die Kostenübernahme für diese Weiterbildung abgelehnt wurde und zwar auch mit dem Hinweis, dass es bereits sehr viele PR-Juniorberater gibt, die jünger sind. Die Ablehnung wird in meinem Fall immer unwahrscheinlicher, da ich einen Volontariatsplatz habe und seit gestern weiß, dass der verantwortliche Mitarbeiter in der rehaabteilung die Durchführung der Maßnahme befürwortet. Das Gutachten liegt allerdings noch nicht schriftlich vor. Und da bestimmte Aspekte in meinem Antrag auf Arbeitslosengeld II nach meinem Umzug noch nicht vollständig geklärt sind, steht die endgültige Entscheidung noch aus.

Öffentlichkeitsarbeit ist ein interessanter, wichtiger und vielseitiger Aufgabenbereich. Und ich weiß von Leuten, die die Weiterbildung, die übrigens früher Medienassistent hieß absolviert haben, keinen Arbeitsplatz finden konnten und die erworbenen Kenntnisse in gemeinnützige Projekte einbringen. Für meine Arbeit als Autorin fallen durch die Weiterbildung sicherlich nützliche Kenntnisse und Erfahrungen an. Und da ich weiß, dass die Arbeit als Autorin nicht der einzige Broterwerb sein kann, möchte ich als Korrektorin und/oder Lektorin arbeiten.

Die Fallmanagerin wird der Empfehlung des Rehaberaters folgen. Das ist nicht die Frage. Und doch hat sie, wie ich finde mit Recht, einige Fragen gestellt.
1. Ist diese Maßnahme die einzige Möglichkeit, Ihre bislang erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu nutzen und auszubauen?
Ähnliche Weiterbildungen, die man mit einem Bildungsgutschein von den Jobcentern machen kann, gibt es viele, z. B. PR-Referent bei ILS. Dieser Lehrgang im Selbststudium unterscheidet sich nur unwesentlich bezogen auf die Lehrinhalte. Und ich bin von meinem Studium her gewöhnt und geübt darin, mir Lehrmaterial zu beschaffen oder für meine Erfordernisse zugänglich zu machen, z. B. durch das Einscannen von Texten. Aber das Vertrauen in meine Flexibilität et c. ist doch sehr erschüttert. Und auch deshalb habe ich mich zu Jahresbeginn auf diese Weiterbildung gestürzt. Aber Rehaberater kennen sich mit der Vielfalt und den Möglichkeiten des Fernstudiums offenbar häufig nicht gut oder gar nicht aus.

2. Wurde überhaupt einmal sorgfältig darauf geschaut, welche Fähigkeiten Sie haben?
Auch im vergangenen halben Jahr habe ich wieder einmal mehr gelernt, was ich nicht kann, welche Defizite ich habe. Das geschieht häufig in Phasen, in denen eine Umorientierung erforderlich ist, und in denen eine Auseinandersetzung mit Sondermaßnahmen ansteht. An dieser Stelle muss man wohl verkürzt anmerken, dass die Überbetonung der Defizite und Kompensationsmöglichkeiten viele unterschiedliche Gründe hat und kein Alleinstellungsmerkmal von Bildungsmaßnahmen ist.
3. Gibt es vielleicht nicht doch Chancen für einen beruflichen Einstieg auch ohne, dass Sie eine weitere Ausbildung machen?

Das ist ein Punkt, der ganz häufig Schwierigkeiten bereitet. Wer sich eine Zeit lang durchgewurschtelt hat, lange arbeitssuchend ist, älter oder behindert ist usw. verliert seine Kompetenzen oder denkt, er habe keine Kompetenzen mehr. Ich gebe zu, dass ich für mein Teil schon von einem größeren Verlust an Fähigkeiten bei mir ausgehe. Inzwischen bin ich ja schon fast ein Jahr auf Arbeitssuche. Und daher habe ich mich bei dem Gespräch mit der Fallmanagerin gestern sehr gewundert, dass ihr einige Sachen positiv aufgefallen waren, die sie auch angesprochen hat. Ich denke, dass ich durch die Erfahrung des letzten Halbjahrs eines wieder deutlich besser gelernt habe, Lob von Schmeichelei unterscheiden zu können. Das ist zwar keine professionelle Kompetenz. Aber auch im Beruf oder in der Weiterbildung kann man diese Fähigkeit sehr gut brauchen.

Was das Lernen betrifft, gilt, man lernt nie aus. Aber die Flut der Weiterbildungen, Ratgeber und Tipps ist so ein Druck geworden, dass man doch sehr schnell das Gefühl hat, nie zu genügen. Dabei ist das erste Problem die richtige Information oder Weiterbildung zu finden. Auch im Web haben viele Lehrgänge ein Zertifikat. Doch die Zertifikate, auch die, die bundesweit gelten, können kein Qualitätssiegel sein. Das hat seinen Ursprung unter Anderem auch in der immer stärker anwachsenden Fülle der Angebote. Man muss es leider erwähnen, die Zertifikate sind im Prinzip Unbedenklichkeitsbescheinigungen. Das bedeutet natürlich keineswegs, dass es nicht auch sehr hochwertige Angebote gibt. In diesem Punkt sollte man deutlich machen, dass es den Mitarbeitern der Jobcenter, wenn man es genau nimmt, unmöglich ist, alle Maßnahmen zu kennen. Und die Quellenlage ist auch nicht immer gleich gut. So stellte sich heraus, dass die Maßnahme, an der ich teilnehmen soll, nicht wie vermerkt seit November 2012 ohne Zertifizierung ist. Das ist auch ein wichtiger Punkt. Maßnahmen, die zertifiziert sind, haben das Zertifikat nur zeitlich befristet.

Lehrgänge kann es nicht zum Nulltarif geben. Für Kunden des Jobcenters gehören der Kampf um die Auswahl der passenden Maßnahme und um Bildungsgutscheine zu den aufreibenden Dingen, wenn sie bezogen auf Weiterbildung etwas für sich tun wollen und die Freude zu lernen erhalten oder wieder erleben möchten.

Ich lerne gern. Aber mir geht die Frage einfach nicht aus dem Sinn, ob es nicht doch eine Möglichkeit für mich gibt, im Berufsleben durchzustarten und wie man sagt: „on the Job“ immer weiter zu lernen und meine zum Teil verschütteten Kenntnisse und Fähigkeiten wirr zu entdecken. Und ich gebe zu, dass es für mich inzwischen einen merkwürdigen Beigeschmack bekommen hat, dass so Menschen, die einen „Lernstatus“ haben, auch über einen längeren Zeitraum Vollzeit berufstätig sind aber nur das Einkommen eines geringfügig Beschäftigten erhalten. Wenn man bei der Arbeit lernt, bekommt man natürlich kein Zeugnis oder Zertifikat. Aber das ist auch ein teil des Problems. Aber gelernt ist gelernt, ob man es schwarz auf weiß sehen kann oder nicht. Vollzeitarbeit schützt vor dem Lernen nicht.

Wenn ich ehrlich bin, will ich es jetzt wirklich wissen, ob da vielleicht doch noch etwas anderes geht. Unterschrieben habe ich ja noch nichts. Ich gebe mir bis zum 01. September Zeit, um zu suchen und zu spintisieren. Was dabei herauskommt, davon werdet Ihr in den nächsten Tagen mehr lesen. Und da ist noch etwas, was ich machen werde, und zwar die Geschichte für die Anthologie über die Psychopaten. Die darf hier im Blog leider nicht eingestellt werden, da nur Geschichten eingereicht werden dürfen, die bislang unveröffentlicht sind.

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

Ein Tag auf dem Weg zur PR-Juniorberaterin?

Guten Tag Ihr Lieben,

vorgestern habe ich erzählt: „Morgen bin ich in Frankfurt!“ Und ich habe versprochen, dass ich in diesem Blog darüber berichten werde. Heute habe ich wieder behauptet, dass ich gestern in Frankfurt war. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, blieb ich die meiste Zeit des Tages auf der Strecke, besser gesagt, den Strecken der deutschen Bahn. Um 08.00 Uhr verließ ich meine Wohnung und fuhr mit dem Bus nach Duisburg und von dort aus mit dem Zug nach Frankfurt Hauptbahnhof. Um mir die Fahrerei zu erleichtern hatte ich mir für Hin- und Rückfahrt Umsteigehilfen organisiert.

Zweifel, ob das alles seine Richtigkeit hat, kamen mir, als ich in Frankfurt Hauptbahnhof ankam. Denn die Dame vom Fahrgastbegleitdienst der Frankfurter Verkehrsbetriebe übersah mich erst einmal, obwohl ich wie besprochen mein Rotkäppchen, meinen weißen stock und meine neonfarbene Jacke trug. Und ich soll möglicherweise in einem Bereich arbeiten, in dem es darum geht, auf Projekte und/oder Produkte aufmerksam zu machen und werde jetzt mit meinen 48 Jahren immer noch übersehen. Das kann ja heiter werden. 😉

Durch die kleine Panne kam ich eine halbe Stunde zu spät bei der Stiftung für Blinde und Sehbehinderte an. Es folgten eineinhalb Stunden Gespräch. Damit ist klar, was zu tun ist. Ich suche mir via Internet die Kontaktdaten von Sozialverbänden oder Unternehmen hier am Niederrhein, die mich interessieren heraus. Die Liste geht dann via Mail an die Ausbildungsleiterin der Stiftung in Frankfurt. Frau Hollerbusch wird danach Kontakt mit den entsprechenden Unternehmen aufnehmen, um sie darüber aufzuklären, dass eine vollblinde Person einen Volontariatsplatz für zwei Jahre sucht, und welche Möglichkeiten es für die Unternehmen gibt, z. B. bezogen auf die Arbeitsausstattung et c. Und wenn sich ein Arbeitgeber vorstellen kann, einen vollblinden Volontär zu beschäftigen, folgt eine offizielle Bewerbung, ein anschließendes Bewerbungsgespräch und vielleicht auch eine Einstellung. Übrigens, müssen Arbeitgeber für das Volontariat keinen Lohn bezahlen, da ich bei einer Einstellung Hilfe zum Lebensunterhalt bekomme.

Vorerst habe ich zwei Dinge zu tun. Ich muss Adressen von möglichen Arbeitgebern finden und einen Antrag auf Rehabilitation stellen. Die Arbeit in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit in einem Sozialverband wie dem Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein,der Awo et c… ist für mich eine interessante Aufgabe. Aber viel interessanter finde ich diese Arbeit bei einer Zeitung, dem Radio oder in einem der kleinen Verlage, die es hier am Niederrhein gibt. Na, schauen wir mal!Es heißt also: „Bitte die Daumen drücken!“

Herzlichen Dank im Voraus dafür!

Um einen Teil meines Proviants erleichtert und um Informationsmaterial über die Stiftung schwerer war ich dann um 20.45 Uhr wieder in meiner Wohnung. Am Montag führe ich dann ein Gespräch mit meinem Berater des Jobcenters und fange mit der Suche an. Heute und das Wochenende gebe ich mir die Zeit für Arbeiten an Orca und Felicitas. Dabei kommt bestimmt das eine oder andere Artikelchen für den Blog zu Stande.

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)

An meiner Arbeitsfront

‚nabend zusammen,

die Arbeit an zwei Buchprojekten ist alles andere als einfach. Das gilt, obwohl es bei dem Orcaprojekt ja „nur noch“ um den letzten Schliff geht. Doch diese Arbeit sollte Ende Februar erledigt sein. Und was dann? – Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass für mich nur das Self-publishing in Frage kommen wird. Doch das bedeutet nicht nur, dass ich investieren muss. Es hat auch zur Folge, dass ich mich als freiberuflich tätig bei meiner Finanzverwaltung anmelden muss, damit ich nicht versehentlich als Verlag eingestuft werde. Inzwischen erschreckt es mich nicht mehr, die monatlichen Tantiemen einreichen zu müssen. Aber die Frage ist schon, ob ich mit allem, was dann so auf mich zukommt fertig werde.

Darüber hinaus muss ich wohl zweigleisig fahren. Denn ohne einen herkömmlichen Broterwerb wird es nicht funktionieren. Aus diesem Grund fahre ich in einer Woche nach PR-Juniorberaterin zu informieren. Auf der Homepage der Stiftung, deren Angebote unter der Adresse http://www.sbs-frankfurt.de zu finden sind,finden Blinde und Sehbehinderte verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Dort gibt es aber auch über die Kunstprojekte, für die die Stiftung die Schirmherrschaft hat. Am Montag danach werde ich mit meinem Arbeitsvermittler sprechen. Ich habe mir diese Maßnahme ausgesucht, damit ich nicht einfach so in irgend eine Maßnahme gesteckt werde. Es macht immer einen besseren Eindruck, wenn man selbst die Initiative ergreift. Ich werde mir in meiner Region eine Stelle für das zweijährige Volontariat suchen. Am besten wäre ein Platz bei einem der kleinen regionalen Verlage, bei einer Bibliothek oder einem der sozialen Einrichtungen. in meiner Region. Schließlich kann ich diese Weiterbildung ja nicht machen, um zu lernen, wie ich für mich als Autorin die beste Öffentlichkeitsarbeit machen kann. Und doch tröstet mich die Tatsache, dass ich bei einer solchen Weiterbildung auch für mich als Autorin lerne, über die Tatsache hinweg, dass ich nach dem Volontariat mit großer Wahrscheinlichkeit nicht übernommen werde.
Naja, ich bin gespannt, was Frau Hollerbach, die zumindest am Telefon einen sehr freundlichen und kompetenten Eindruck gemacht hat, sagt. Nächsten Freitag erfahrt Ihr mehr.
Wenn hier zufällig jemand mitliest, der am Niederrhein jemanden sucht, der PR-Juniorberater werden möchte, kann sich ja einfach via Mail bei mir melden. Denn es gehört zu den Aufgaben der Stiftung und der Arbeitsvermittlung auch Hilfen für Arbeitgeber zu ermöglichen. Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute und zwar speziell auch bei der Arbeit!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)