Nachlese auf Texthase Online: Was sich offensichtlich und unbemerkt getan hat!

Guten Tag Ihr Lieben, es ist wieder einmal Zeit für eine Nachlese. Denn es hat sich in der letzten Zeit viel getan oder besser gesagt, ich hatte viel zu tun, und habe es auch gemacht, obwohl auch Dinge dabei sind, die still und unsichtbar von statten gingen. Über diesen Blog Zunächst darf ich mich ganz herzlich bedanken. Denn die Besucherstatistik zählte eben 8.900 Besuche und 67 Folger. Herzlichen Dank dafür, dass Ihr diesen Blog so gut annehmt! Offenbar ist die Mischung der Themen nicht schlimm, obwohl es ja in der reinen Bloggerlehre immer heißt? „Fokussiere Dich thematisch, Du Blogger!! 😉 Also geht es hier weiter im Text mit der gewohnten bunten Mischung! Die Arbeit in Foren Obwohl ich in einigen Foren angemeldet bin und mich ab und zu durch die Möglichkeiten wühle und versuche Artikel einzustellen, habe ich die Arbeit in den Foren in der letzten Zeit stark vernachlässigt. Die letzten Arbeiten an meinem Buch haben sehr viel Zeit gekostet, sodass auch die Foren ruhen mussten. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich feststellen durfte, wie viel übersichtlicher http://www.fischundfleisch.com in der Zeit meiner Abwesenheit umgestaltet worden ist. Die Meinungsplattform war übrigens zunächst unter der Adresse http://www.fischundfleisch.at verfügbar. Dort habe ich am Mittwoch einen weiteren Artikel eingestellt und hoffe, in der nächsten Zeit mehr Gelegenheit zu haben, mich in diesem vielseitigen umzuschauen und zu veröffentlichen. In Sachen Buchprojekte Zunächst muss ich mich dafür entschuldigen, dass sowohl das Engelbuch als auch das Felicitasprojekt auf http://www.paulasromantik.com nicht weiter geschrieben wurden. Der Grund dafür ist, dass ich mich um die Veröffentlichung von Orca: Zeit der Schatten kümmern musste, was viel Zeit und Kraft kostete. Aber seit Montag ist mein erster Roman im Windsor-Verlag veröffentlicht worden. Gedruckte Ausgabe: http://shop.windsor-verlag.com/shop/orca-zeit-der-schatten-paula-grimm/ EBook: http://shop.windsor-verlag.com/shop/orca-zeit-der-schatten-paula-grimm-2/ Selbstverständlich ist die gedruckte Ausgabe auch bei Eurem Buchhändler des Vertrauens bestellbar. Autor: Paula Grimm Titel: Orca Untertitel: Zeit der schatten Verlag: Windsor-Verlag Preis: 15,99 € ISBN: 978-1-627843-92-8 Seitenzahl: 272. Nach und nach erscheint das Buch auch in anderen Ebookformaten und auf anderen Onlineplattformen. Und hier ist der Link zu meiner Autorenseite und zu Orca als Kindleversion. Aber es kann bis zu vier Wochen dauern, bis dort Altlasten entfernt und zeitnaher Onlineverkauf möglich sind. Was mich aber freut, ist die Tatsache, dass es dort einen Bereich für Fragen und Diskussionen gibt. Und was kommt jetzt? Natürlich ist es jetzt an der Zeit mein Buchprojekt auch selbst zu bewerben. Ich werde also versuchen, in der nächsten Zeit unterhaltsame Artikel über Aspekte des Buches und die Arbeit am Projekt zu verfassen, was hoffentlich Kollegen und Lesern Spaß machten wird. Diese Posts werden in diesem Hauptblog und auf http://www.paulasromantik.com und auf http://www.fischundfleisch.com erscheinen. Und obwohl ich in den letzten Wochen keine Kapitel der anderen beiden Projekte veröffentlicht habe, habe ich natürlich ein Bisschen weitergeschrieben und hoffe, dass es in der nächsten Zeit wieder besser weitergehen kann. Allerdings muss ich wohl zugeben, dass ich mir Anfang des Jahres diesbezüglich wohl zu viel vorgenommen hatte. Das bedeutet, dass ich das ursprüngliche Tempo nicht durchhalten kann, jeweils ein Kapitel pro Projekt und Bonusmaterial zu den jeweiligen Kapiteln in einer Woche. Und jetzt bleibt mir nur noch Euch alles erdenklich Gute, Gesundheit sowie Freude und Erfolg mit den eigenen Projekten zu wünschen! Liebe Grüße Christiane (Texthase Online)

024. Die ersten zehn Tage mit Paulas Romantik (Buchbloggerei)

Liebe Kolleginen und Kollegen,

im vorangegangenen Artikel der Buchbloggerei hatte ich angekündigt, in jeder Woche ein Fazit bezüglich des Bloggens meiner Bücher zu machen. Hier kommt also das Fazit.

Sowohl der Felicitasroman als auch das Engelbuch sind mit ihren ersten Kapiteln und mit etwas Bonusmaterial gestartet. Was bei beiden Projekten auf http://www.paulasromantik noch fehlt, sind Posts zu lebensweltlichen Aspekten der Romanfiguren. Um Kooperationspartner, Blogger und Shops, die zu den Interessengebieten und anderen Aspekten des Lebens von Stella und Felicitas arbeiten, muss ich mich also unbendingt kümmern, obwohl der Blog noch nicht etabliert ist.

Vor wenigen Minuten hatte der Besucherzähler 37 Besucher beziehungsweise Zugriffe angezeigt. Ganz klar ist mir immer noch nicht, was der eigentlich wie zählt. Denn geteilt haben meine Leser fleißig Und diesbezüglich war ich auch nicht faul. Ich bedanke mich bei allen, die geteilt, reblogt und den Gefällt-mir-Button gedrückt haben!

Obwohl die Besucherzahlen noch zweistellig sind, gibt es keinen Grund pessimistisch zu sein. Denn gerade in den letzten drei Tagen gab es an keinem Tag eine Nullrunde. Geduld ist also angesagt. Sorgen mache ich mir schon, da ich ein recht hohes Tempo vorgelegt habe, das ich sicherlich nicht immer so durchhalten kann, obwohl ich bei beiden Buchprojekten gut vorgelegt habe, vom angefressenen „Winterspeck“ zehren kann und viel Zeit habe, da ich ja bedauerlicherweise keine Arbeit habe. Meine Skepsis und Sorge ist wohl zu einem wesentlichen Teil darin begründet, dass ich ja im Jahr 2011 einen Fehlstart mit dem Orcaprojekt hingelegt hatte, was das Bloggen betrifft. Das sitzt mir immer noch in den Knochen.

Ich habe mir vorgenommen freitags immer ein Kapitel des Felicitasromans in den Blog einzustellen und montags ein Kapitel des Engelbuches zu veröffentlichen. Das müsste funktionieren, auch wenn es nicht mehr ganz so locker läuft wie in den ersten Tagen.

Einige Dinge habe ich jetzt endgültig entschieden:
„ Jedes der beiden Projekte bekommt zusätzlich zu den aktuell auf der Hauptseite des Blogs eingestellten Kapitel eine eigene Unterseite, auf der Ihr das bisher veröffentlichte Material lesen könnt. So stehen derzeit auf der seite Aktueller Stand des Felicitasromans die beiden ersten Kapitel des Projekts.

2. Zumindest eine Spendenmöglichkeit via Paypal wird es nicht geben.
3. Flattr. mag im Moment meinWordpress.com-Konto nicht, verweigert mir den Zugriff, so dass ich gar keinen Button eerstellen geschweige denn auf meine Seite einfügen kann.Aber da bleibe ich dran!

Ich wünsche Euch allen alles erdenklich gute für Eure Arbeit und viel Vergnügen beim Stöbern in tollen Blogs und Büchern!

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

PS: Wer mag und ein Blogbuchprojekt hat, kann einen Kommentar mit der Kurzvorstellung seines Projekts auf der Seite Blogbuchverzeichnis in diesem Blog hinterlassen!

023. Buch blogen und darüber schreiben! – Entwicklung der Romanprojekte in der Buchblogger ei

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Jahr 2015 ist ein gutes Jahr, um Versprechen einzulösen und Schreibprojekte neu und/oder weiter zu entwickeln! Und in diesem Beitrag geht es darum ein Versprechen einzulösen. Ich hatte in mehreren Artikeln der Buchbloggerei angekündigt Euch an der Entwicklung meines beziehungsweise meiner Blogbuchprojekte teilhaben zu lassen. Hier folgen nun die Gründe, warum es jetzt an der Zeit ist, mit diesem Teil der Buchbloggerei zu beginnen.

1. In der vergangenen Woche habe ich einen Neustart mit dem Felicitasroman begonnen. Es hat jetzt wie andere Romanprojekte seinen Platz auf http://www.paulasromantik.com. Schon darum lohnt es sich genau zu beobachten und zu zeigen, was diese Veränderung bewirkt.

2. Zweiundzwanzig Artikel mit Grundgedanken zum Thema, wie man ein Buch bloggen kann, ist meiner Meinung nach genug Theorie. Ihr sollt Euch ja nicht zu Tode beraten lassen. 😉
3. Das Projekt hat nicht nur einen neuen Platz bekommen. Ein neues Konzept, wie dieses Buchprojekt und meine anderen Romane sinnvoll beworben und vor allem online präsentiert werden können, ist auch gefunden. Darüber gibt es später in diesem Artikel und in den folgenden Posts mehr Informationen.

Lernen am lebenden Beispiel

Es hat Vorteile darüber zu schreiben, was geschieht, wenn man ein Buch bloggt. Als Autor hält man fest, wie sich das Projekt genau entwickelt, was man vor hat, was man nicht geschafft hat, kann eine Fehleranalyse machen, mit Lesern in Kontakt kommen.

Als Leser, der selbst bloggt, könnt Ihr wie ich am lebenden Beispiel lernen. Ihr bekommt einen Eindruck davon, was möglich ist und Ihr müsst nicht alle Fehler selbst machen. Die Schadenfreude ist ja eine der schönsten Freuden. Sie kommt direkt nach der Vorfreude. Bei manchen ist sie sogar das schönste und größte Vergnügen. Aber Vorsicht ist geboten! Sie gibt so ein gefährliches Gefühl von Erhabenheit, das so groß werden kann, dass man davon überzeugt ist, in diese Falle nie selbst zu tappen. Das ist dann aber oft der beste Weg hereinzufallen. Am Besten geht es wohl, wenn Ihr hier lest, was passiert, darüber nachdenkt und fühlt, ob es zu Eurem Projekt passt, für Euch zutrifft und dann selbst ausprobieren, ob es für das eigene Projekt funktioniert. Dann lohnt es sich zu vergleichen, die eigene Arbeit zu analysieren und das mit Euren Lesern und Kollegen zu teilen.

Was bisher geschah

Mit dem felicitasroman: Felicitas: Die ersten sieben Leben eines Pumas, habe ich im Frühjahr 2013 begonnen. Ich habe sogar versucht damit ein Crowdfundingprojekt zu starten. Aber ich musste feststellen, dass dieses Projekt in diesem Hauptblog zwischen all den anderen Themen schlicht und einfach unterging. Darüber hinaus musste das Projekt zeitweilig zu lange auf Eis liegen. Zunächst war es meine zeitraubende Arbeit als Webtexterin, die der Arbeit am Buch im Wege stand. Zudem stellten große Umstellungen in meinem Privatleben, die Suche nach anderer Arbeit und der Kampf um mein anderes Romanprojekt mein Leben und damit auch meine Arbeitsweise und Zeitaufteilung vollkommen auf den Kopf.

Die Überlegung den Romanprojekten einen eigenen Blog zu geben, hatte ich schon mindestens seit eineinhalb Jahren. Ursprünglich wollte ich diese Bloggerei bei einem anderen Blogsystem einstellen, um zu zeigen, wie man auch im Blindflug und nur mit Sprachausgabe ausgestattet, auf verschiedenen Blogportalen bloggen kann. Muss man sich das wirklich geben? – Nein, auch bezogen auf das Bloggen gilt: „never change a running system!“ So etwas kostet nur Zeit und Nerven. Mein diesbezügliches Fazit lautet: „Ich habe mir beim Start meiner Bloggerei genug Zeit genommen das für mich richtige Blogsystem zu finden! Ich musste mir zwar vor Kurzem die Zeit nehmen mich an die neue Blogeingabe zu gewöhnen. Man kann und muss sich nicht an allem aber an vielem gewöhnen und kommt so doch recht gut zurecht! 😉 Anderswo wird eben auch nur mit Wasser gekocht!“

Nachdem ich den neuen Blog am vergangenen Dienstag eingerichtet hatte und mit der Promotion über die Onlinekanäle, die ich nutze, begonnen hatte, hat sich schon gezeigt, dass ich mit den Möglichkeiten, die ich zur Verbreitung meiner Inhalte nutze, tatsächlich angemessen zurecht komme, und dass meine Besucher fleißig teilen. Herzlichen Dank dafür! Geduld haben muss man selbstverständlich trotzdem.

Und was kommt jetzt?

Auf http://www.paulasromantik.com findet Ihr bereits einige Artikel über das felicitasprojekt, Klappentext, zu diesem Buch und das 01. Kapitel. Darüber hinaus ist Bonusmaterial in Gestalt eines Onlineinterviews zu diesem Projekt online..

Über neue Artikel im neuen Blog werdet Ihr hier und über die sozialen Netzwerke informiert. Da die Blogbeschreibung lautet, dass man auf http://www.paulasromantik.com in meinen Romanprojekten stöbern kann, geselle ich dem Felicitasprojekt noch das Engelbuch, an dem ich arbeite und das entsprechende Bonusmaterial, beispielsweise Engelwissen, dazu. Hinzu kommen zu beiden Projekten noch Engelroman/Lebenswelt und Felicitasroman/Lebenswelt. Darin werden Artikel versammelt sein, die zu den Themen passen, mit denen sich die Hauptfiguren befassen, Handarbeiten, gute essen etc. Für diese Kategorien suche ich Partner und Sponsoren, die zu diesen Themen bloggen, einen Shop haben usw. Das ist Werbung, ich weiß! Ich muss es zugeben, langsam wird es höchste Zeit wieder selbst etwas zu verdienen. Hier ist natürlich Vorsicht geboten. Es gilt, gute Produktinformationen zu herauszusuchen und das rechte Maß zu finden. In einem Punkt habe ich mich noch nicht entschieden. Und das ist die Frage, ob ich Flattr und/oder

den Spendenbutton von Paypal einfügen soll.

Ab sofort erfahrt Ihr jeden Freitag, was sich bezogen auf die Buchbloggerei getan hat. 1. Wie viele Besucher gab es?
2. Welche Artikel wurden eingestellt?
3. Welche Aktivitäten gab es bei den sozialen Netzwerken?
4. Was kam an Rückmeldungen?
5. Was konnte oder musste geändert werden?

und jetzt wünsche ich Euch erst einmal viel Vergnügen und Erfolg bei Euren Blogbüchern! Wer neu durchstartet und sich mit den Grundlagen zum Thema Bücher bloggen befassen möchte, der findet hier das erste Kapitel:

https://texthaseonline.com/2013/04/02/vier-gute-grunde-ein-buch-zu-bloggen/ .

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

Was geht denn jetzt ab mit der Paula? – Alles muss anders werden im Jahr 2015

Guten Tag Ihr Lieben,

das Jahr ist jetzt schon drei mal sieben alt, wie man so sagt. Und die guten Vorsätze, die man doch nicht hält, macht man wirklich zu Silvester. – Die Versprechen und Veränderungen, die man dann eben tatsächlich macht, – Wenn man wirklich was ändern will oder muss, kommen, wann es an der Zeit ist.

Ich hatte mich schon gewundert, dass da zum Jahreswechsel nicht zumindest ein kleiner Depri oder eine leise Stimme des schlechten Gewissens irgendwelche Forderungen gestellt haben. Aber die Mahnungen, dass es so nicht weiter gehen kann, kamen beharrlich und alle gemeinsam auf mich zu. Und am Wochenende war es dann so weit. „Alles muss anders werden!“

Ich habe, wie man so sagt, am Rad gedreht. Doch den anfall habe ich abgewartet und mir die Zeit genommen zur Vernunft zu kommen. Und jetzt habe ich einen Arbeitsplan.

Da ich vom Schreiben leben möchte, werde ich mich bei http://www.fischundfleisch.at engagieren, damit vielleicht der eine oder andere Euro verdient werden kann.Am Freitag hat sich herausgestellt, dass ich mit Orca: Zeit der schatten etwas verdient hatte, obwohl es mein erstes Ebook war und es nur etwa drei Wochen bei http://www.epubli.de online war. Ganz falsch und doof kann es nicht sein. Da muss bis Ende Februar der Feinschliff ‚ran! Die beiden anderen Romanprojekte, die schon sehr weit fortgeschritten sind, und von denen zumindest das Engelbuch gut und leicht von der Hand geht, verdienen jetzt schon einen eigenen Platz, machen auf mein Schreiben aufmerksam und sollten im Hauptblog aus diesen Gründen nicht unter ferner liefen untergehen. Sie bekommen ihren eigenen Platz im Blog: http://www.paulasromantik.com. Das bedeutet auch, dass die Kapitel des Felicitasromans, aus diesem Blog genommen werden und nach und nach in ihrer eigenen Kategorie auf dem genannten Blog eingestellt werden. Schaut doch mal in der nächsten Zeit vorbei!

Der Blog ist schon eingerichtet. Doch WordPress hat bezogen auf die Verwaltung viele Umstellungen vorgenommen. Naja, ich hoffe, es sieht nur anders und nicht wirklich schlimm aus. Ich weiß nicht, ob mir diese Einstellung, dass man auf Menü and widges klicken muss, um den Blog genauer anzusehen, gefällt oder nicht.

Ich wünsche Euch viel Freude sowie vielseitige und interessante Unterhaltung mit allem, was Ihr lest und natürlich auch mit Euren eigenen Projekten!

Liebe Grüße

Christiane (Paula grimm bei Texthase Online)

Stella Engel: 01. Das Personalgespräch

‚nabend zusammen,

ich möchte dies hier vielleicht wieder beleben und es möglicherweise als Abo auf einem eigenen Blog anbieten. Ich bin gespannt, wie Euch das Gefällt.

01. Das Personalgespräch

Bereits in Menschengestalt warte ich geduldig vor Gabriels Arbeitszimmer. Noch bin ich überhaupt nicht aufgeregt, obwohl ich natürlich weiß, dass mir jetzt die offizielle Verabschiedung und die Erteilung meines ersten Auftrags bevorsteht. Als Mensch bin ich weiblich, rothaarig, habe grüne katzenartige Augen, einige wenige Sommersprossen, bin 1,80 m groß, bin schlank und bin ungefähr 20 Jahre alt. Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner menschlichen Gestalt sehr zufrieden. Und auf den heiligen Schein kann ich gut und gern verzichten. Was ich allerdings jetzt schon schmerzlich vermisse, sind meine Flügel. Das ist der einzige Makel, den es hat, wenn man als Schutzengel anfängt. Man bekommt alle Möglichkeiten, die zu einem Schutzengel gehören, aber man verliert zunächst die Flugerlaubnis und die Fähigkeit sich selbstständig zu beflügeln. 


Mit einem Mal geht die Tür von Gabriels Arbeitszimmer auf und gleich wieder zu. Das bedeutet, dass ich noch ein bisschen warten muss. Das stört mich nicht. Was mich aber stört, ist, dass ich plötzlich bemerke, dass mich jemand skeptisch anstarrt. Ich sehe mich um und sehe in das Gesicht eines anderen Engels in Menschengestalt. Sie ist blond und etwa in meinem Alter. Sie hat blaue Augen, ist 1,70 m groß, und sie trägt sehr exklusive Menschenkleidung. Ich erkenne sie nicht. Aber sie war bestimmt in meinem Kurs zur Vorbereitung für Schutzengel. In der Vorbereitungsphase auf unsere Umwandlung zu Menschen und für den Erdeinsatz waren wir 24 Engel. Aber wir haben einander nie in Menschengestalt gesehen, obwohl es in diesem Unterricht auch darum geht, ein menschliches Profil zu entwickeln. Damit wir unter den Menschen nicht auffallen, dürfen wir in unserer Vorbereitungszeit alles ausprobieren, was Menschen tun. Wir dürfen wirklich alles testen, aber wir sehen einander erst bei der offiziellen Verabschiedung in unserer Menschengestalt. Darum erkenne ich mein Gegenüber erst, als sie mich anspricht: Dass sie mich erkennt, liegt sicherlich daran, dass ich schon so verrückt aussehe, wie ich eben bin. 
“Übrigens, Derila, du bist die Letzte!“ sagt sie mit einem schadenfrohen Ton in der Stimme. 
Sie haben mir den Spitznamen Derila, die Verrückte oder Spinnerin, verpasst, weil das menschliche Profil, das ich entwickelt habe, sehr widersprüchlich und chaotisch ist. Ich fahre Motorrad, habe den schwarzen Gürtel in Karate, mache aber auch Qi Gong und Schattenboxen, Stricke gut und leidenschaftlich gern, liebe Rockmusik und starke Frauenstimmen wie Giana Nanini und Tina Turner, skate, knüpfe und koche gern. Und ich mag scharfe Sachen aus aller Herren Länder. Dass ich gern lese und schreibe versteht sich wohl von selbst.“ Macht doch gar nichts, dass ich die Letzte bin. Es heißt ja, die Letzten werden die Ersten sein.“ 


Ich merke durchaus, dass sich mein Gegenüber über meine Gelassenheit ärgert. Aber sie geht nicht einfach weg, sondern sie redet weiter. 
“Ich bin wirklich gespannt, was sie dir aufbrummen.“ 
Das möchte ich auch gern wissen, aber ich habe immer noch keine Angst, dass mir ein Auftrag erteilt wird, der nicht zu mir passt.“ Du wirst nicht glauben, wie ich jetzt heiße, und was mein erster Auftrag ist.“ Mir fällt auf, dass sie furchtbar nörgelt.“ Ich heiße ab jetzt Dorothea Glück. Und ich komme als Kindermädchen in einen sehr wohlhabenden Haushalt mit drei Kindern. Die Mutter wird sterben und zumindest zwei von den Kindern sind sehr verwöhnt. – Gleich am Anfang mehrere Kinder!““ Sie schluckt. Um sie zu trösten, sage ich: 
“ Du hast Zeit alles in Ordnung zu bringen, z. B., weil die Frau nicht gleich sterben wird. Und im Grunde passt dieser Auftrag sehr gut zu dir und deinem exklusiven Geschmack.“ 
ich weiß nicht, was es ist. Vielleicht will sie nicht getröstet werden und hat Lust zum Jammern. Jedenfalls wendet sie sich ab und murmelt: 
“ Man sieht sich bei der offiziellen Verabschiedung!“ 
Dann stolziert sie davon. 


Einen Augenblick später öffnet sich die Tür zu Gabriels Arbeitszimmer wieder, und ich darf eintreten. 
“Sei herzlich gegrüßt, Herr und Meister!“ sage ich, als ich eintrete und mache einen Knicks. “ Sei auch ganz herzlich gegrüßt, Stella Engel. Ich heiße Gabriel und nicht Herr und Meister!“ erwidert Gabriel mit seiner tiefen, freundlichen Stimme. 
“Sei herzlich gegrüßt, Gabriel!“ 
“Na, geht doch!“ 
Ich frage mich, ob ich jemals wirklich begreifen werde, dass eine gesunde Hierarchie keine Förmlichkeiten braucht. In dieser Hinsicht habe ich wohl einen richtigen Schaden genommen durch meinen ersten Vorgesetzten. Seinen Namen habe ich nie erfahren, Weiler von Anfang an auf der Anrede „Herr und Meister“ bestand. Bevor ich zum Schutzengel ausgebildet wurde, war ich ein Seelenbegleiter. Meine Aufgabe war es die Seelen Verstorbener auf dem Weg zu Gott zu begleiten. Das ist auch eine wichtige und schöne Aufgabe. Und ich habe sie getan seit es Menschen auf der Erde gibt. Eine Seele wird immer von zwei Engeln bei diesem Weg begleitet. s ist wichtig, dass jede Seele diesen Weg in die Ewigkeit geht, diesen Weg selbst zurücklegt aber dabei an jeder Seite von einem Engel geschützt wird. Es heißt nicht umsonst, dass die Seele zu Fuß geht. Und für die Ewigkeit, in die die Seele eingeht, ist zu Fuß gehen genau die geeignete Geschwindigkeit. Und weil es viele geschundene Seelen gibt, sind zwei Engel zum Trost und als Helfer dabei. Ich habe in meiner Zeit als Seelenführer sehr viele Seelen begleitet, denen es nicht vergönnt war, sich in Ruhe und Frieden von ihrem irdischen Sein verabschieden zu können. s war eine dankbare Aufgabe. Aber jedes Wesen braucht auch einmal eine andere Arbeit. Und mein Vorgesetzter war das, was man auf Erden wohl einen Stinkstiefel nennt. Er soll übrigens degradiert und versetzt worden sein. Und ich bin wirklich erleichtert, dass Gabriel Geduld mit mir hat.

Gabriel gibt mir ein Mäppchen. Es enthält zwei Dokumente. Das eine ist mein Personalausweis, ausgestellt auf Stella Engel, geboren am 05.01.1991 in Bochum. Und ich bin begeistert wie gut das Lichtbild getroffen ist. Meine Begeisterung steigt fast ins Unermessliche, als ich das zweite Dokument sehe. Es handelt sich um einen brandneuen Motorradführerschein. Er ist selbstverständlich auch auf Stella Engel ausgestellt und trägt als Ausstellungsdatum den 26. April 2012. Während ich meine neuen Papiere betrachte, beobachtet mich Gabriel wohlwollend aber ohne jede Spur von Herablassung. Das kenne ich bisher überhaupt nicht. Ich stecke das Mäppchen in die große Brusttasche der schwarzen Lederjacke, die ich trage.

“ Stella, einen so sprachbegabten Engel haben wir bislang noch nie im Schutzengelseminar gehabt. Du hast so schnell wie niemand zuvor alle Tier- und Menschensprachen gelernt.“ 
“Dafür hattet ihr aber auch noch niemanden im Schutzengelseminar, der ein derart chaotisches Profil entwickelt hat!“ 
Dass Gabriel meinen Gedanken folgen kann, weiß ich. Aber ich wundere mich, dass er überhaupt reagiert und in herzlichem Ton sagt: 
“Öfter was Neues. Und Vielfalt hat noch nie geschadet und macht Freude!“ 
Damit ich mich leicht daran gewöhne, hat Gabriel bisher nach Menschenart mit mir gesprochen. Damit ich aber an Leib und Geist erfahre, dass ich selbstverständlich immer noch ein Engel bin, zeigt er mir die Einzelheiten meines Schutzauftrags in der Art, wie wir Engel kommunizieren. Unsere Verständigung ist eine blitzschnelle Gedankenübertragung. Und auf diese Weise zeigt mir Gabriel im Bruchteil einer Sekunde, wen ich zu beschützen habe, und was sie erlebt hat. Es ist nicht wie in einem Film, in dem man nur hört und sieht, was geschieht.

Ich sehe und höre nicht nur, was Magdalena Zindler, die ich beschützen und deren Leben ich neu ordnen soll, erlebt hat. Ich fühle auch, wie sie den Unfall erlebt und überlebt hat, den sie vor 40 Jahren hatte, und der sie ihr Augenlicht gekostet hat. Ich schmecke die Medizin, die sie für ihren Magen bekommen hat, um ihn von den Nebenwirkungen der anderen Medikamente zu heilen. Ich nehme daran teil, wie sie Punktschrift lernt. Und ich spüre, wie sie den Kontakt zu ihren Mitmenschen, den Tieren und den Dingen ihrer Umgebung erlebt hat. Gabriel zeigt mir natürlich auch einen Teil dessen, was in der nächsten Zeit geschehen wird. Aber davon berichte ich später, wenn es an der Menschenzeit dafür ist. Magdalena ist 45 Jahre alt, so groß wie ich, hat schwarzes Haar und blaue Augen. Sie arbeitet als Übersetzerin für deutsch, russisch, spanisch und englisch. Sie ist ledig und hat keine Kinder. Sie ist Russlanddeutsche und lebte in den ersten fünf Jahren bei ihrer Mutter, die bei dem Unfall, durch den sie erblindete, starb. Danach nahm ihre Tante Olesja sie bei sich auf. Sie lebt inzwischen zusammen mit ihrer Freundin Lea Hafenmeister in einem kleinen Haus, das sie von Olesja geerbt hat. 


Nachdem ich alles, was ich über Magdalena wissen muss, erfahren habe, zeigt mir Gabriel meine eigenen Lebensumstände auf Erden. Ich werde in einer Wohngemeinschaft mit einem anderen Engel in Menschengestalt leben. Sie heißt Raela Liebmann ist als Mensch fünf Jahre älter als ich und arbeitet als Krankenschwester. So weit so gut. Aber ich wundere mich doch sehr darüber, dass ich meine Brötchen als Mensch bei einem Esoterikportal verdienen soll. Nachdem mir Gabriel alles Wesentliche gezeigt hat, lässt er eine Pause entstehen, damit ich mich sammeln kann.
Dann fragt er mich: 
“Hast du noch Fragen, Stella?“ 
“
Ja, ich habe eine Frage, Herr und Meister!“

“Stella, ich heiße Gabriel!“ erwidert mein neuer Vorgesetzter freundlich. 
“Ja, ich habe eine Frage,Gabriel!“
„Na, geht doch!“ 
Der Erzengel sieht mich an und nickt mir zu. Und dabei leuchten seine Augen und sein Heiligenschein besonders freundlich.

“Warum soll ich ausgerechnet in einem dieser Esoterikportale arbeiten?“ 
“Dafür gibt es verschiedene Gründe. Durch diese Arbeit kommst du direkt in Magdalenas Umfeld. Denn dieser Bendix Krämer, der das Portal leitet, ist, wie du gesehen hast, ein Bekannter von Magdalena. Dazu kommt, dass entschieden wurde, diese Szene vom Himmel aus freundlich aber bestimmt ein wenig aufzumischen. Ich bin mir sicher, dass dir der eine oder andere Streich für diese Leute einfallen wird.“ 

Und dann sehe ich etwas, was ich noch nie gesehen habe, und was man auch als Engel sicherlich äußerst selten zu Gesicht bekommt. Auf Gabriels Antlitz zeigt sich ein verschmitztes Lächeln. Obwohl der Schalk in diesem Lächeln deutlich aufleuchtet, sind in diesem Ausdruck keine Spuren von Bosheit oder Schadenfreude zu erkennen. Nur ein kleiner triumphierender Funke und eine Art verspielter Freude leuchtet in seinen Augen auf.Schließlich fragt Gabriel: „Möchtest du sonst noch etwas wissen, Stella?“ 
Ich schüttele den Kopf.“Dann ist es gut! Und denk‘ immer daran, dass du dich jeder Zeit und von überall mit deiner Gedankenkraft an mich wenden kannst.“ 
Ich nicke dem Führer der Cherubim und Seraphinen dankbar zufalls sehr herzlich an. 


Nachdem ich Gabriels Arbeitszimmer verlassen habe, gehe ich zur großen Halle, in der wir verabschiedet und nacheinander zu unseren Erdeinsätzen entsendet werden. Und jetzt wird mir langsam doch mulmig ums Herz.

Vielleicht schreibt Ihr mir, ob Ihr das interessant findet!

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

Raela

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

hier kommt das fünfte Kapitel des Engelbuches, in dem sich Stella zu ihrem Zuhause kommt. Wer neu ist und die ersten vier Kapitel noch nicht kennt, kann die Kategorie Engelbuch mit Bonusmaterial anklicken und sich vom ersten Kapitel, der Auftrag hoch arbeiten.
Viel Freude damit!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online) und Paula Grimm

Raela
Das Haus, in dem Raela wohnt, und in dem ich ab sofort auch leben werde, ist aus rotem Ziegelstein gebaut und hat einen spitzen Giebel. Es ist ein älteres Haus. Die Fenster im Erdgeschoss sind mit grünen Fensterläden versehen. Im ersten Stockwerk sind Rollläden angebracht. Die Haustür ist eine moderne Glastür aus Sicherheitsglas. Doch auch ihr Rahmen ist grün gestrichen. Direkt an das Haus ist eine Garage angebaut, deren Tor offen steht. Die Garage ist noch vollkommen leer. Das Häuschen befindet sich nicht direkt an der Straße. Es gibt einen liebevoll gepflegten Vorgarten, durch den ein gepflasterter Weg auf das Haus zuführt, und der durch ein kleines hölzernes Gartentor und einen Jägerzaun begrenzt wird

Wenn man auf den Klingelknopf bei der Haustür drückt, ertönt der Westminsterschlag. Während ich darauf warte, dass mir Raela öffnet, fällt mir plötzlich ein, dass ich mich nicht mehr erinnern kann, wen mir Gabriel bei dem Personalgespräch gezeigt hat. Doch ich entsinne mich, dass ich direkt ein gutes Gefühl hatte. Und als mir Raela die Haustür mit Schwung öffnet, weiß ich, dass mich mein erster Eindruck nicht getäuscht hat. Denn zur Begrüßung springt mir eine kleine, lebhafte Person herzlich um den Hals.“Guten Abend, Stella!“ ruft sie überschwänglich.Bei ihrem Anblick muss ich unwillkürlich an ein Wiesel oder Eichhörnchen denken. Alles an ihr ist klein, zierlich und lebhaft. Sie strotzt vor Energie und Lebensfreude. Sie ist nur 1.56 m groß und hat dunkle, knopfartige Augen, die klug und Neugierig in die Welt blicken. Sie hat schwarzes, dickes Haar mit einem roten Glanz, das sie heute Abend als Pferdeschwanz trägt.“Komm doch erst einmal einfach ‚rein, ich zeig‘ dir alles und dann trinken wir einen schönen, frischen Tee mit Marokkominze!“ Ich nicke nur und folge ihr ins Haus. Auch Raelas Stimme ist mir sehr angenehm.“Aber diese Stimme ist bestimmt auch nicht für den herkömmlichen Engelgesang geeignet.“
Denn auch Raelas Stimme ist recht tief, gerade für eine so kleine Person. Sie ist kräftig und leicht aufgeraut. Und dennoch klingt sie sanft. Mit diesem Tempre ist sie bestimmt eine großartige Jazz- oder Rocksängerin.

Mann könnte annehmen, dass Raela ihr Haus bunt und verspielt eingerichtet hat. Aber das ist ein Irrtum. Sie liebt einfache und praktische Dinge. Ihr Haus ist daher im Landhausstil eingerichtet. Im Erdgeschoss gibt es einen Flur, von dem aus man in die Wohnküche, das Wohnzimmer, ein Arbeitszimmer und in ein Gästebad gehen kann. Zwei gerade Holztreppen führen in den Keller und in den ersten Stock.“Das Arbeitszimmer steht dir selbstverständlich für deine Arbeit bei diesem Internetportal zur Verfügung! Ich denke, du kannst mit Computern umgehen.“
Ich nicke.Wir gehen in das Wohnzimmer. Von dort aus führt eine Tür auf die Terrasse und in den Garten hinter dem Haus.
„Den Garten kannst du selbstverständlich auch mitbenutzen!“
„Wie viel Miete willst du eigentlich von mir haben?“
„Zweihundertzwanzig €.“
„Ist das nicht ein bisschen wenig für ein eigenes Zimmer, Arbeitszimmernutzung und freien Zugang zum Garten?“
Raela schüttelt heftig den Kopf.“Ich muss mit diesem Haus kein Geld machen. Die offizielle Version ist, dass ich dieses Haus von meinen Eltern geerbt habe. Es ist keine Hypothek drauf! Ich brauche und mag passende Gesellschaft und will nur die Kosten ‚rausbekommen!“
„Herzlichen Dank! Es ist trotzdem ausgesprochen fair von dir mir diesen Preis zu machen!“

Wir gehen hinauf in den ersten Stock. Dort befindet sich ein geräumiges Tageslichtbad mit Sitzwanne und Dusche. Es gibt einen Handarbeitsraum und unsere beiden Schlafzimmer.
Mein Zimmer ist ungefähr 18 qm groß und wie alle räume einfach und praktisch eingerichtet. Die Möbel sehen neu aus.
„Ich hoffe, es gefällt dir!““Es entspricht genau meinem Geschmack. Ich mag praktische und einfache Dinge.“
Nur die Wände sind noch kahl, einfach mit Deckweiß gestrichen.“Das, was hier bis gestern noch ‚rum stand, konnte man wirklich niemandem Mehr zumuten!“
Aus dem Fenster meines Gartens hat man sicher tagsüber einen wunderbaren Blick auf den Garten.“Mal sehen, was ich mir an die Wände mache. Und ein paar Blumen für die Fensterbank und eine Palme für in die freie Ecke sollten auch sein.“
Raela nickt.“Ich brauche Pflanzen und das Buddeln im Garten als Ausgleich zu meiner Arbeit. Ich hätte auch gern mindestens ein Haustier. Aber das geht mit dem Schichtdienst nicht. Der Garten ist für einen Gärtner schon etwas zu groß. Aber ich liebe ihn einfach.“
Wir gehen die Treppe wieder herunter in die Küche.
„Ich arbeite auch gern im Garten. Das ist also kein Problem.“
„Übrigens, die Waschmaschine, die Gartengeräte und viel Werkzeug sind im Keller. Da müssen wir heute Abend wohl aber nicht hingehen!“
„Natürlich nicht!“

Ich mache es mir auf der Eckbank gemütlich, während Raela einen Tee mit Marokkominze aufgießt. Sie hat nicht nur die Pfefferminzsorte, die in Nordafrika beheimatet ist, sie gießt den Tee auch zweimal auf, wie es im Orient üblich ist. Und bald erfüllt ein wunderbar frischer Duft die Küche. Ich sehe mich genauer in der Küche um. Das Teeregal ist gut bestückt. In den Dosen, die ordentlich auf den Brettern aufgestellt sind, gibt es grünen, verschiedene schwarze Tees und unterschiedliche Kräutertees. Einen Hang zu parfümiertem Tee hat Raela Gott sei Dank nicht. Dann fällt mein Blick auf das Gewürzregal. Und dieser Anblick schmeckt mir nicht. Denn dort gibt es in einer Ecke eine Pfeffer- und eine Salzmühle und in einer anderen Ecke Paprika edelsüß, Knoblauchsalz und Majoran. Ich bin enttäuscht über diesen Anblick. Raela kommt mit dem Tee an den Tisch und setzt sich.
„Ich weiß, dass es mit dem Kochen bei mir nicht weit her ist. Aber für sich alleine zu kochen macht einfach keinen Spaß.“
„Wenn du gern isst, haben wir kein Problem. Jetzt sind wir ja zu zweit, und ich koche ebenso gern wie ich esse.“
Raela lächelt.
„Das ist gut! In diesem Leben, das ich jetzt führe, kann ich so viel essen, wie ich will, ohne dick zu werden.“
„Wie lange bist du denn schon Schutzengel?“
„Seit dem Jahr 1210. Allerdings habe ich von diesen 802 Jahren genau 800 Jahre gearbeitet. Nach dem zweiten Weltkrieg hat man mir von oberster Stelle zwei Jahre Auszeit gegönnt. Das war leider auch dringend nötig. In der ganzen Zeit war ich immer Heilerin, Hebamme, Ärztin oder Krankenschwester. Und immer war ich in Menschengestalt auf der Erde. Zu der allgemeinen Schutzengelstaffel passe ich irgendwie nicht. Und da ich Menschen gut Erden kann, passt es zu mir in Menschengestalt zu arbeiten. Welche Aufgabe hattest du eigentlich früher?“
„Ich gehörte zu denen, die Seelen vor Gott führen.“
„Das ist eine schöne und dankbare Aufgabe. Und man erfährt auch dabei schon viel Leid. Leider gibt es viele Engel, die diese Arbeit unterschätzen.“
„Ich habe diese Aufgabe allen Unkenrufen zum Trotz gern getan. Aber ich brauchte mal eine neue Arbeit!“Raela nickt verständnisvoll.

Der Tee schmeckt und riecht hervorragend. Er erfrischt und wärmt zugleich. Ich fühle mich wohl und angenommen und bin sehr erleichtert darüber, dass ich bei einer so aufgeschlossenen und herzlichen Persönlichkeit wie Raela leben darf.“Aber du darfst dich doch sicher wieder beflügeln und fliegen oder etwa nicht?“
„Ich habe meine Flugerlaubnis nach fünfzig Jahren wieder erhalten!“
Ich schlucke heftig. Denn, obwohl wir Engel ja ewig sind, sind fünfzig Erdenjahre, denen ich ja jetzt ausgeliefert bin, eine ziemlich lange Zeit.
„Inzwischen wird den Schutzengeln die Flugerlaubnis vielschneller wieder erteilt. Vorausgesetzt natürlich, dass sich die Engel auf Erden in ihrer Aufgabe bewähren!“Das tröstet mich etwas. Und da ich weiß, dass mir bestimmte Fortbewegungsarten unter den Bedingungen der Schwerkraft viel Spaß machen, weiß ich auch, was ich zu tun habe. Ich werde mir so schnell als möglich ein Motorrad und Inlines besorgen.
„Bevor ich es vergesse, da sind Unterlagen für dich!“Raela steht auf und geht in das Arbeitszimmer. Sie kommt mit einen großen Umschlag zurück und legt ihn vor mich auf den Tisch.
„Da hat eben auch so’n Typ angerufen und dich für morgen um halb zehn in den Ulmenweg 11 bestellt. Er hat gesagt, er sei dein Chef, und dass er ein Vorstellungsgespräch mit dir führen will.“
„Das ist eigentlich nicht üblich bei diesen Esoterikportalen. .Da melden sich die Leute normalerweise online an, was Gabriel ja auch schon getan hat.“
„Er hat gesagt, dass er das nur ausnahmsweise macht, weil er dich kennen lernen will. Und er besteht darauf, dich kennen zu lernen, weil du noch nicht 25 bist!“
„Es ist ja auch kein Problem. Ich gehe da morgen einfach hin und sehe, was er wirklich will.“Ich habe ein merkwürdiges Gefühl bei dieser Sache.“Ich habe in dieser Woche übrigens Urlaub. Und ich werde mich mal so richtig um den Garten kümmern.“
Ich trinke meinen Tee aus und stehe auf.
„Ich gehe dann mal nach oben und sehe mir den Schriftkram an. Gute Nacht, Raela.
„Gute Nacht, Stella!“Ich gehe die Treppe hinauf in mein Zimmer.

Die Berührung: Engelbuch

Guten Tag Ihr Lieben,

heute geht es mit einem Kapitel aus dem Engelbuch weiter. Stella Engel ist auf der Erde angekommen und hat den ersten Kontakt zu ihrer Schutzbefohlenen. Wer neue ist kann unter der Kategorie Engelbuch mit Bonusmaterial die ersten Kapitel lesen. Der Auftrag, die Entsendung und wenn Engel reisen erzählen, was bisher bereits geschehen ist,

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online) und Paula Grimm

Die Berührung

Ich öffne die Augen. Es ist bereits fast dunkel. Es muss also ungefähr zehn Uhr abends sein, denn wir haben den 21. Mai. Ich stehe auf einer Wiese in einem Park. Und ich weiß, was ich zu tun habe. Schließlich hat mir Gabriel den Anfang meiner Mission gezeigt.
Ich gehe mit zügigen Schritten von der Wiese auf den Weg, der zu einem der Ausgänge des Parks führt. Ich habe den Park noch nicht verlassen, als ich ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf der Straße höre. Dann folgt ein Aufprall. Und das Auto braust davon. Ich beginne zu rennen. Am Ausgang des Parks wende ich mich nach rechts und laufe an der Bushaltestelle vorbei. Ich weiß, wo Magdalena liegt. Während ich laufe, schaffe ich es tatsächlich meine Gedanken auf die Schritte und auf das zu lenken, was ich zu tun habe. Und als ich die Stelle erreiche, an der Magdalena liegt, bin ich innerlich vollkommen ruhig. Magdalena liegt bewusstlos da. Damit ich sie schützen kann, damit wir sofort miteinander verbunden sind, muss meine Menschenhand wieder zu einer Engelhand werden. Nur eine Engelhand kann einen schwer Verletzten so sanft und doch so stark berühren, dass er ein Siegel bekommt, das der Tot nicht antasten kann, und das doch so sanft ist, dass die Heilung beginnen kann. Und dieser Schutz ist so, dass die meisten Menschen ihn nicht bemerken. Denn man kann das Siegel nicht sehen oder fühlen. Obwohl man diese Fähigkeit auch als Schutzengel in Menschengestalt selten braucht, habe ich sorgfältig geübt, was ich tun muss, um meine Hand zur Engelhand zu verwandeln. In dieser Hinsicht bin ich wie als Mensch auch ein Linkshänder. Ich richte, mein drittes Auge konzentriert auf meinen linken Handrücken und bin erleichtert, dass meine Hand zu leuchten beginnt. Sie erfüllt sich mit einer besonderen Wärme, Kraft und mit einem rotgoldenen Glanz. Ich beuge mich sanft zu Magdalena herunter und berühre sie mit der Hand, die von Herzen kommt, am Kopf, der schwer verletzt ist und am Herzen. Danach richte ich mich wieder auf und mache das Kreuzzeichen über ihr. Und in der ganzen Zeit halte ich den Blick meines dritten Auges auf meine Hand gerichtet. Danach wende ich meinen Blick von meiner Hand ab. Das Leuchten und die Wärme hören sofort auf.
Ich greife in die Tasche meiner Lederjacke. In der Tasche, in der sich mein Personalausweis befindet, steckt auch ein flaches Handy. Ich habe gelernt mit den technischen Dingen sicher umzugehen. Ich nehme das Handy und wähle die Nummer des Notrufs.Ich melde den Unfall. Und es fällt mir überhaupt nicht schwer, dass ich dabei meinen neuen Namen sagen muss. Und wo wir sind, weiß ich, weil ich das Schild an der Bushaltestelle gesehen habe. Wir sind in der Nähe der Bushaltestelle Venuspark.
Als ich das Handy wieder eingesteckt habe, ist es um mich her wieder sehr still. Und jetzt habe ich nichts zu tun als zu warten. Und prompt fechten mich Gedanken des Zweifels an. Habe ich wirklich alles richtig gemacht? Genügt, was ich getan habe? War es wirklich nur mein Auftrag Magdalena zu retten? Oder hätte ich den Unfall verhindern müssen? Und dann ist die alte Frage auch wieder da, warum Menschen einander so viel Leid zufügen. Und als mir diese Frage durch den Kopf geht, die ich mir in meiner Zeit als Seelenführer schon so oft gestellt habe, beginne ich mit mir selbst zu schimpfen.“Stella Engel, du bist ein blutiger Anfänger! Du müsstest doch wirklich langsam begriffen haben, was es mit dem freien Willen der Menschen auf sich hat, und wie Schaden wieder gut gemacht wird.“
Dann höre ich die Martinshörner. Polizei und Notarztwagen kommen gleichzeitig am Unfallort an. Die Sanitäter kümmern sich um Magdalena. Jetzt wird sich gleich zeigen, ob es mir gelungen ist, das Band zwischen Magdalena und mir richtig zu knüpfen. Und als die beiden Männer die Bahre, auf der Magdalena liegt, in den Krankenwagen geschoben haben und los fahren, kann ich dem Geschehen in dem Auto folgen ohne bewusst hinsehen oder hinhören zu müssen. Und ich bin unendlich erleichtert. Und obwohl meine Gedanken und Gefühle Magdalena mühelos begleiten können, kann ich die Fragen der Polizisten beantworten. Als hätte ich nie etwas anderes getan, zücke ich meinen Personalausweis, als mich die junge Polizistin nach meinem Namen fragt. Und auch diesmal kommt mir mein Name ganz leicht über die Lippen. Ich erzähle den beiden Beamten, dass ich einen Spaziergang im Park gemacht habe, als plötzlich das heranfahrende Auto und der Aufprall zu hören waren. Um meine Aussage zu Protokoll zu geben, fahre ich mit den Polizisten zum Revier. Als wir an der Polizeistation ankommen, stelle ich fest, dass Magdalena bereits in den Operationssaal gebracht wird.
Es dauert nicht lange das Protokoll anzufertigen. Die beiden Beamten, die mich zum Präsidium gebracht haben, bieten mir freundlicherweise an, mich nach Hause zu bringen und ich nehme dankend an. Und so stehe ich um viertel nach elf vor meinem Zuhause im Brunnenweg 12. Ich muss klingeln, denn einen Schlüssel habe ich zu dem Haus, das meiner Mitbewohnerin gehört, noch nicht. Ich klingele, und während ich darauf warte, dass mir Raela öffnet,höre ich eine mir wohlvertraute Stimme.
„Stella, das war eine gute Arbeit!“
„Herzlichen Dank, Herr und Meister!“

„Stella, ich heiße Gabriel!“

„Herzlichen Dank, Gabriel!“

„Na, geht doch! – Aber da nicht für!“