15. Werkstattbericht ist in Paula Grimms Textallerlei online!

Guten Tag Ihr Lieben,

immerhin das schaffe ich, jeden Mittwoch den Werkstattbericht in Paula Grimms Textallerlei einzustellen. Und hier geht’s lang zum aktuellen Beitrag:

http://paulagrimmstextallerlei.com/?p=217.

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute, viel Freude und Erfolg!

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

Information für Buchmenschen! :)

Guten Tag Ihr Lieben,

die Buchmacherklade, die ein Blog von mir ist, soll eine Fundgrube für alle Leserinnen und Leser sowie für alle Buchmenschen sein, die Bücher machen. Ab sofort gilt das, was im folgenden Artikel steht:

https://buchmacherkladde.com/2016/11/01/stellt-euch-vor/. „Also ‚ran an den Speck!“ Und für Leserinnen und Leser gilt hoffentlich: „‚reinschauen lohnt sich!“

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)
P. S.: „Und fleißig teilen, bitte!“

Aus Paulas Federmäppchen geplaudert: Felicitasroman: Wo der Autor nichts sieht, ist hören keine Schande! ;-)

Was arbeitsmäßig mit der Paula abgeht und ein akustischer Eindruck aus dem Felicitasroman
Guten Tag Ihr Lieben,

möglicherweise ist dieser Artikel für viele von Euch gar nicht so interessant. Denn es geht um einen Arbeitsschritt, den Autorinnen und Autoren nur benötigen, wenn sie im Blindflug schreiben. Aber vielleicht mag der Eine oder die Andere die Textprobe doch anhören. Es handelt sich um die ersten beiden Kapitel von Felicitas: Die ersten sieben Leben eines Pumas.

Bezogen auf die Länge entspricht die Datei der Größe eines arbeitsschritts in der Phase, in der es um die Bearbeitung via Akustik geht. Denn obwohl ich ein Brailledisplay nutze, was für mich auch eine große Hilfe ist, gibt es im „Endspurt“ der Arbeit an meinen Prosatexten auch den Arbeitsschritt, in dem ich mir einfach den Fließtext mit der Sprachausgabe anhöre. Informationen zum Thema Brailledisplays findet Ihr zum Beispiel unter dem folgenden Link:
https://christianesmedienfundgrube.com/2014/09/19/brailleschrift-im-computer-und-handyzeitalter/. Es könnte sich bei dem genannten Arbeitsschritt auch um ein Relikt aus der langen Zeit handeln, in der ich nur mit Sprachausgabe arbeiten konnte. In dieser Zeit zwischen 2004 und 2015 war es wichtig, einen Eindruck von dem Fließtext zu bekommen, denn ansonsten konnte ich das, was ich geschrieben hatte, immer nur buchstabiert oder von Satz zu Satz hören, was einen Gesamteindruck unmöglich machte.

Mitte der 90er Jahre bekam ich das erste Lesegerät und war richtig froh darüber, denn ich konnte mir ganze Bücher vorlesen lassen, was ein gigantischer Fortschritt war, obwohl die Sprachausgaben damals bezogen auf den Klang und den Redefluss wesentlich unnatürlicher klangen.

Die Stimme, die Ihr in der MP3-Datei hört, ist übrigens Anna, eine stimme, die ich in Abwechslung mit der Stimme Markus an Meinem Macbook und iPhone nutze. Und für die Lauschprobenphase stelle ich sie tatsächlich auch so langsam ein, wie Ihr sie in der Datei hören könnt. Das ist genau die Geschwindigkeit, bei der ich die mittlere Aufmerksamkeit, bei der ich mich gut konzentrieren kann, ohne dass die Worte an mir vorbei rauschen oder eine zu schnelle Ermüdung entsteht. Und obwohl es gewisse Schwächen der Sprachausgaben bei der Lautwiedergabe gibt, fallen genau bei dieser Geschwindigkeit auch noch einige Schreibfehler auf. Allerdings stelle ich dazu die Rechtschreibprüfung ab, die zwar in vielen Fällen hilfreich ist aber doch ihre Fehlerquellen hat. Und für die Hauptarbeit der Rechtschreibkorrektur sind das Brailledisplay und das Korrektorat die geeigneten Werkzeuge.

Mancher fragt sich jetzt sicherlich, warum ich mir keinen Punktschriftausdruck machen lasse. Das wäre eine gute Lösung, denn ich persönlich habe immer einen besseren Überblick über Texte, wenn ich Seiten in Händen habe und nicht Zeile für Zeile herumschlagen muss. Einen Punktschriftdrucker habe ich aus Kostengründen nicht. Bei der Formatierung von Texten, z. B. für die Druckausgaben würde mir das auch nicht helfen, denn die Punktschriftformatierung ist sehr verschieden von den Schwarzschriftformaten. Eine Druckversion in Punktschrift leiste ich mir erst, wenn das Buch als Ebook und/oder Druckausgabe fertig ist. Denn auch das ist eine Kostenfrage. Die günstigste Variante kostet 0,50 € pro Punktschriftseite. Da macht man nicht mal eben einen Ausdruck zur Probe!

Dass sich dieser Arbeitsschritt für mich so gut bewährt hat und meine gesamte Arbeitsweise erklären, warum ich die langsame Schreiberin bin, die ich bin. Und meine Arbeitsweise ist auch einer der Gründe dafür, warum ich mich bei der Preisgestaltung weiterhin an der Wortzahl orientiere und den zeitlichen Aspekt in meine Überlegungen einbeziehe. Obwohl gilt: „Hoffen und harren hält manchen zum Narren!“ Ist es für langsame Arbeiter wie ich nun mal einer bin, ein guter Hoffnungsfunke, dass meine Texte nicht nur heute im Web und in den Buchhandlungen verfügbar sind. Denn ich kann mit Fug und Recht darauf hoffen, dass der eine oder andere Leser eines meiner Bücher im nächsten Jahr findet.

Hört doch einfach mal zu! Ich wünsche Euch gute Unterhaltung trotz gewisser Abstriche, die man bei so einer Sprachausgabe immer noch machen muss!

Liebe Grüße

paula Grimm

P. S. Hier gibt es das ganze Buch für alle, die am liebsten gedruckte Bücher lesen:
http://www.mayersche.de/index.php?cl=search&searchparam=Grimm, Paula&autor=Grimm, Paula oder beim Buchhändler Eures Vertrauens mit der ISBN: 9789463181822.!

Blogparade: Orte beschreiben und/oder schaffen? – Autoren erfinden oder verändern Orte!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

inspiriert durch eine Diskussion, die sich am Wochenende in einer Mailingliste für Autorinnen und Autoren entsponnen hat, rufe ich mit diesem Beitrag zum ersten Mal selbst zu einer Blogparade auf. Diese Aktion für Autorinnen und Autoren, die bloggen, beginnt heute, 15. Februar 2016 und endet am 15. März 2016. Wer einen Post zum oben genannten Artikel verfasst hat, verlinkt seinen Artikel bitte mit diesem Beitrag und hinterlässt im Kommentarbereich unter diesem Aufruf einen Kommentar mit Angaben zu seinem eigenen Beitrag mit Link, damit alle Leser direkt dorthin finden. Zu guter Letzt werde ich dann ein Fazit zu dieser Blogparade verfassen, in dem ich auf so viele Artikel als möglich direkt eingehen werde.

Ausgangspunkt der Diskussion vom Wochenende war die Frage: „Darf man Orte, die real existieren in seiner Beschreibung verändern und wenn ja, was muss man dabei beachten? Ich bin gespannt auf Artikel, in denen Ihr Eure Erfahrungen mit der Erfindung neuer Orte, den Recherchen über bestehende Plätze, Veränderungen von Orten berichtet. Was ist der schönste Ort, den Ihr je erfunden habt? Was ist Eure schönste Beschreibung von Orten, über die Ihr etwas geschrieben habt? Erwähnt Ihr es, wenn Ihr einen Ort „naturgetreu“ oder verändert beschreibt und wenn ja, an welcher Stelle Eurer Texte und wie? In welchen Genres erfindet oder verändert Ihr Orte besonders gern? Wann muss es ein realer Ort sein?

Ich wünsche Euch viel Vergnügen und Erfolg bei Eurer Arbeit an Beiträgen für diese Blogparade und an allem, was Ihr ansonsten schreibt!

Liebe Grüße

Christiane (Texthase Online)
PS: Damit sich niemand in Schaephuysen, Holthuysen oder einem anderen Ort am Niederrhein auf den Schlips getreten fühlt, habe ich für das Felicitasprojekt, an dem ich gerade arbeite, das Dorf Tannhuysen erfunden. Mutig ist anders, nicht wahr? 😉

NaNo Pep-Talk von Andreas Eschbach „Schreib das Ding zu Ende!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Hier kommt noch einmal eine Ermutigung für alle, die schreiben oder schreiben möchten. Gefunden habe ich das im Blog von Hanna Mandrello, den ich Kolleginnen und Kollegen wärmstens empfehlen kann. Sie hat eine Empfehlung aus berufenem Mund und zwar von Andreas Eschbach aufgegriffen. Das sind Gedanken, die nicht nur denjenigen helfen, die die zweite Hälfte des NaNoWriMo vor sich haben.

Quelle: NaNo Pep-Talk von Andreas Eschbach „Schreib das Ding zu Ende!“

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Vor längerer Zeit hatte ich einmal die Idee, ganz verunglückte Arbeiten zu veröffentlichen, um zu die Entwicklungsmöglichkeiten am „lebenden oder doch ganz abschreckendem Beispiel“ zu zeigen. 😉

Alles erdenklich Gute für die Arbeit an Euren Projekten!

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

Tausendundein Prosaik aus der Lesbar und Texterei von Paula Grimm: 0006. Lesen und lesen lassen

Guten tag Ihr Lieben,

die sechste Podcastfolge ist hier zu hören: https://soundcloud.com/user-817675399/0006-lesen-und-lesen-lassen. Zwei Fehler muss ich erwähnen. Eine Folge der empfohlenen Buchserie heißt nicht „Die Teufelsfurt“, sondern an der Teufelsfurt. Und mir ist bewusst, dass ich in der Bemühung um eine pointierte Darstellung nicht nachlassen darf, sondern noch stärker anziehen muss! 😉 Viel Vergnügen beim Zuhören. Und für Kommentare gilt unvermindert das Gegenteil von streng verboten, nämlich unbedingt erwünscht!

Liebe Grüße

Christiane (Paula Grimm bei Texthase Online)

Aus Paula Grimms Federmäppchen geplaudert: 05. Orca ist auch nur ein Mensch! – Wer berät Autoren am Besten?

Guten Tag Ihr Lieben,

heute plaudert die Paula endlich wieder einmal aus ihrem Federmäppchen und zwar zum Thema, Erfahrungen mit Bettleserinnen und Lesern. Eigentlich während der gesamten Schreibarbeit an einem Buch bleibt die Frage wichtig, welchen Personen man das Schreibergebnis zur Lektüre und Beurteilung gibt. Welche Probleme sich dabei auftun können, möchte ich am Beispiel der Beurteilung von Amanda, Nixe, Orca zeigen.

„Du sollst Freunden und Verwandten nicht das Urteil über dein Buch überlassen, denn sie trauen sich nicht, dir die Wahrheit zusagen und sind bezogen auf dich und dein Werk nicht objektiv!“ Dieses „Schreibgebot“ ist als fast oberstes „Gebot“ in Artikeln von Schreibblogs und anderen Autorenratgebern zu finden. In den meisten Publikationen wird diese Empfehlung als goldene Regel aufgefasst, an die sich Autoren unbedingt zu halten haben. Ich gebe unumwunden zu, dass ich mich zu einem recht frühen Zeitpunkt bei der Arbeit an Orca: Zeit der Schatten, entschieden hatte, mich daran zu halten, obwohl mir stets die Frag durch den Hinterkopf geisterte: „Leute, was habt Ihr für Freunde und Verwandte, und was seid Ihr selbst für Freunde und Verwandte, wenn Ihr Euch nicht auch bezogen auf das Schreiben Rat bei Freunden und/oder Verwandten holen könnt?“

Die goldene Regel klingt logisch und wahr. Aber so ist es eben mit diesen „Geboten“. Sie sind nie vollkommen falsch. Sie haben einen wahren Kern. Schließlich kann es tatsächlich zu falschen Rücksichten von Freunden und Verwandten kommen. Es gibt im Umfeld eines jeden Autors bestimmt auch Leute, die Geschmacksfragen nicht von objektiver Kritik unterscheiden können, die mit einer Kritik oder Lobhudelei sich nur selbst feiern wollen, und die es nicht ertragen, wenn ihre Vorschläge oder Kritik nicht auf Knopfdruck mit Jubelgeschrei quittiert und sofort umgesetzt werden. Und weil das so ist, sollte man auch, wenn Freunde oder Verwandte etwas zum eigenen Buch sagen, mindestens „eine Nacht drüber schlafen“.

Wie ich gleich an einem praktischen Beispiel meiner eigenen Arbeit zeigen kann, hat der Rat von Kooperationspartnern oder fremden Bestsellern sehr ähnliche Tücken, wie die Kritik von Freunden und Verwandten sie haben kann. Und so wundert es mich nicht, dass man inzwischen auch ganz andere Töne hören und lesen kann. So las ich am Mittwoch, wie wichtig der Zuspruch von Freunden und Verwandten zum Anschub des Ebookverkaufs nach wie vor ist, auch wenn es sich bei den Ebooks um Verlagsverkäufe handelt. Und auch im folgenden Artikel geht es um die Hilfe, die das Umfeld bei der Arbeit an einem Buchprojekt bis zur Veröffentlichung ist:
https://marcusjohanus.wordpress.com/2015/09/12/kein-autor-ist-eine-insel-entscheidend-ueber-erfolg-und-misserfolg-ist-sein-umfeld/.

Zu Anfang meiner Arbeit an Orca half mir einer Meiner Freunde mit Fragen bei der Entwicklung der Personen. Er hinterfragte, was Amanda tat. Auf diese Weise kommt man als Autor ganz einfach dazu, sich selbst Fragen zu stellen, Kontexte zu hinterfragen etc. Dagegen half es mir nicht weiter, als meine Bettleserinnen, Amanda Verhalten ihren jüngeren Halbbrüdern gegenüber als inakzeptabel kritisierten und mir erklärten, dass mein Psychologieunterricht wohl doch schon zu lange her sei. Es kam zu aufreibenden Diskussionen über einige Textstellen, die zu nichts führten. Hier kommt ein Beispiel, das immer wieder Diskussionsstoff bot, und zu dem ich irgendwann nur noch gesagt habe: „Entschuldigung, aber Orca ist auch nur ein Mensch!“ „Dian setzte einen beleidigten Gesichtsausdruck auf, und er steckte Amanda die Zunge heraus. Die aber tat, als bemerke sie das nicht. Bevor Dian aufstand, trat er Rita, die ihm gegenüber saß, kräftig gegen das Schienbein. Er war sich sicher, dass Amanda das nicht gesehen hatte. Amanda nahm Bernulk dem Jüngeren seinen Latz ab und hob ihn aus seinem Hochstuhl. Sie richtete es so ein, dass sie Dian, als er aus der Küche trat, ganz nebenbei ein Bein stellen konnte. Sie ging weiter, als sei nichts passiert. Erst am Fuß der breiten Treppe, die in den ersten Stock hinauf führte, drehte sie sich zu ihm um und meinte: „Du solltest dich besser auf das Laufen konzentrieren, anstatt darauf, anderen gegen das Schienbein zu treten!“ S.48.

Als absolut inakzeptabel wurde auch die Tatsache befunden, dass die moderne Lebensweise der Mutter in Amanda Fall vor allem auf Kosten der Mädchen gehen. An dieser Stelle bekenne ich ausdrücklich, dass ich meinen Erstleserinnen auch immer wieder gesagt habe: „Obwohl die moderne Lebensweise in Orca: Zeit der Schatten, lange Schatten auf das Leben von Amanda wirft, bin ich keineswegs für „Frauen zurück an den Herd!“ Ein positives Gegenbeispiel werdet Ihr in dem Buch finden, an dem ich gerade arbeite.

„Aber was tun, Autor?“ Das ist jetzt die Frage. Wichtig ist, an alten Fehlern nicht festzuhalten oder sogar aufgeben. Ich arbeite an Felicitas: Die ersten sieben Leben eines Pumas weiter und halte mich nicht an der frustrierenden Erkenntnis auf, durch Grabenkämpfe bei der Arbeit an dem Orcaprojekt viel Zeit und Kraft verloren z haben, sodass sicherlich andere wichtige Aspekte auf der Strecke geblieben sind. Und ich wünsche mir, dass Freunde und Interessierte, die wirklich etwas Konstruktives zu sagen haben, sich äußern zum neuen Projekt äußern, Fragen stellen etc. Den aktuellen Stand des Felicitasprojekts findet Ihr auf http://www.paulasromantik.com auf der entsprechenden Unterseite des genannten Blogs. Übrigens, Felicitas bekommt es wie Amanda mit einigen verwöhnten Jungen zu tun! 😉 Und auch sie ist natürlich auch nur ein Mensch, obwohl sie über einige herausragende Fähigkeiten verfügt. 😉

Ich wünsche Euch große Lesefreude mit allem Lesefutter, das Euch so in die Hände fällt und viel Erfolg und Vergnügen mit eigenen Schreibprojekten!

Liebe Grüße

Paula Grimm

PS: Es lohnt sich über jeden Rat, gleichgültig von wem er kommt, mindestens eine Nacht zu schlafen!